Beiträge von Peter-Latzel

    Hallo Benny,


    ein biologischer Rasen hat sich in den 2 Wochen sicherlich schon aufgebaut. Momentan sind das aber noch keine stabilen Verhältnisse. Da findet noch jede Menge Um- und auch Aufbau von Biomasse statt, bis sich eine einigermaßen stabile Population der entsprechenden Mikroorganismen etabliert hat.
    Das Algenwachstum an der beschriebenen Stelle rührt aber wohl daher, dass die Wasseraustrittsstelle aus den Kanälen des Kieskörpers die am schnellsten strömenden Teilströmungen im Schwimmteich aufweisen die gut belichtet sind. Hier finden die Algen die besten Bedingungen im jungfräulichen ST. Keinen Schatten durch Wasserpflanzen und jedes aufgenommene Phosphatteilchen wird durch die Strömung auch bei geringer Konzentration sofort wieder durch ein neues, herbeigeströmtes Phoaphatteilchen ersetzt. Genauso wärs auf der Skimmerklappe, wenn die in der prallen Sonne läge.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Fischmac,
    jetzt stell Dir mal vor, jemand hat die gleiche Solaranlage wie Du, und heizt damit einen 1,6m tiefen Teich mit 60m² auf. Da kommen dann ganz andere Spitzentemperaturen zustande...........
    Beschränkung auf die Sommermonate entschärft natürlich auch das Problem ein wenig.
    Trotzdem, 1,3 Grad hört sich erst mal läppisch an, aber auf die Fauna kann das schon Auswirkungen haben. Artenzusammensetzungen können sich verschieben, mit all den nachfolgenden Prozessen. Wird das Aufheizen auch der Schwimmteiche dann gängige Praxis, fallen die ökologisch positiven Wirkungen unter Umständen völlig aus. Davon gibts dann immer noch keinen stummen Frühling, aber schade wäre es doch.
    Also mein Fazit ist, Nur die Harten kommen in'en Garten. Außerdem verbrennt man mehr Kalorien, wenn das Wasser etwas kälter ist.
    Filterpumpe sollte lieber kleiner gewählt werden und dafür dauerlaufen. Kann man auch in der Drehzahl runterregeln. Für den Phosphatfilter solltest Du mal über eine ganz kleine 12 Volt Pumpe nachdenken, damit Du den im Inselbetrieb fahren kannst. Der gibt nämlich die Phosphate zum Teil wieder ab, wenn er anaerob wird! Aus dem Grund hat Ralf früher mal für den Phosphatfilter so eine eigene Pumpe mit angeboten.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Annette,
    machs nicht. Die Muscheln verhungern bei Dir unweigerlich. Die brauchen organische Partikel im Freiwasser, also Schwebalgen und sonstiges Plankton. Das einzige was Du anzubieten hast, sind Fadenalgen und damit können die Teichmuscheln nix anfangen. Besser wäre es, den Phosphatgehalt noch weiter runterzusetzen. Dafür die hier im Forum besprochenen Maßnahmen anwenden.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo oil,
    neben der Verkeimungsgefahr und Problemen mit Cercarien ist die gesamte Fauna und Flora an das bei uns herrschende Temperaturregim angepasst. Künstliches Aufheizen im Frühling und Herbst bringt die gesamten Lebenszyklen im Schwimmteich durcheinander. Das ist dann Klimakatastrophe nicht innerhalb von Jahrzehnten, sondern von einem Jahr zum anderen. Kann sein, dass dadurch wichtige Komponenten der Teichfauna nicht mehr überlebensfähig sind und sich die Tigermücken den Saugrüssel wetzen.
    Also lassen wir's lieber; die Effekte der globalen Erwärmung sind schon schlimm genug, wir müssen das nicht auch noch im Schwimmteich modellieren.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Carolina,
    erst mal herzlich willkommen hier im Forum.
    50 m² Gartenfläche schließen erst mal grundsätzlich einen Schwimmteich keinesfalls aus. Habe hier während meiner Tätigkeit als Projektberater schon Schwimmteiche betreut, die nicht wesentlich größer waren als Sauna Tauchbecken. Wie Nitro schon so richtig schrieb, nimmt der technische Aufwand ein wenig zu. Aber keine Angst, der Aufwand bleibt im Rahmen, vor allem, wenn man sich bautechnisch was einfallen läßt. Kannst Dir ja mal hier im Shop unter der Rubrik "Beratung" das Betreuungsangebot anschauen, eventuell könnte das für euer Vorhaben hilfreich sein.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Nitro,


    scheinbar ist dein Phosphatgehalt recht hoch, so dass im Winter schwachlichtadaptierte Algen, die relativ hohe Nährstoffgehalte brauchen, wachsen können. Wenn das stört, unbedingt den Schnee auf der Eisfläche belassen und weitere Maßnahmen durchführen, damit das nächsten Winter nicht wieder passiert:


    Im Herbst Laubnetz spannen
    Möglichst alles alte Laub und alle Fadenalgen entfernen
    Während des Sommers Maßnahmen zur Phosphatreduktion betreiben
    Mal den Kies im Filter und die Dekosteine überprüfen, ob die Phosphate freisetzen könnten (Herkunft Gesteinsart)
    Filter vor Inbetriebnahme der Filterpumpe rückspülen


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo zusammen,
    aus großen Flüssen gebaggerter Kies ist generell für Schwimmteichzwecke sehr problematisch. Das gilt auch für Kiese aus dem Hochwasserbereich der Flüsse. Ganz mies wird's, wenn dann auch noch der Kies aus porösem Gestein besteht.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Quicksim,
    wenn ich das richtig verstanden habe, willst Du das Wasser im Schwimmbereich wechseln. Halte ich für nicht sinnvoll. Besser ist es den Kiesfilter vor Einsatz der Pumpe ordentlich rückzuspülen. In dem Bereich sind nach dem Winter die freigesetzten Phosphate zu erwarten. Der Limnologe (nicht Nimnologe schreiben, das verwirrt die User) hat Dir sicher auch gesagt,dass zusätzlich zu dem gemessenen Phosphat, der Phosphatgehalt der Algenbestände zuzurechnen ist, wenn man die trophische Situation Deines Teiches abschätzen will.
    Sollte denn der Phosphatgehalt in Deinem Teich zu hoch sein, käme als mögliche Ursache unter Anderem z.B. das Füllwasser oder der Kies als Düngerquelle in Frage. Müßte man mal auf mögliche Ursachen eingrenzen. Gegen einen abgesättigten, ständig Phosphat emmitierenden Kiesfilter kommst Du auch mit einem Phosphatfilter oder auch mit Osmosewasser nicht an.
    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo sikakueh,
    meine Vorredner haben schon recht, eine sparsame Asyncronpumpe für den Filterkreislauf und eine entsprechend der Förderhöhe ausgelegte Pumpe für die episodische Erhöhung des Skimmerzug und den Betrieb des Wasserfalls. Am besten Wasserfall auch nur bei Wunsch anstellen, sonst werden die Stromkosten recht hoch. Zwei Skimmer könnten je nach Morphologie des Teiches sinnvoll sein. Und vor allem Rate ich zum Einsatz eines durchströmten Kiesbettfilters in der Reg. Zone.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo zusammen,
    nur wenige Enten sind infiziert, aber manche Leute finden den Hautausschlag, den man sich auch in natürlichen Badegewässern holen kann, eben lästig. Daher ist Vorbeugen empfehlenswert. So wenig Enten wie möglich in den Teich lassen. Künstliche Erwärmung erhöht übrigens das Risiko. Wenn man mal erkrankte Enten hatte, kann man den Hautausschlag mit der Cercariencreme, die hier im Shop erhältlich ist, bekämpfen. Natürlich hilft die auch in natürlichen Badegewässern. Fischmac auch ohne Scheuchen und Creme kannst Du trotz Aufheizung davon eben nicht betroffen sein, aber wenns passiert, passierts eben. Aber der Ausschlag ist ja harmlos.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo oil,
    schwere Frage, ausweichende Antwort.
    In den Tropen sind die erwünschten Maximaltemperaturen sicher anders, als bei uns. Die Anzahl der humanpathogenen Arten ist ungleich höher. Am Besten einen Parasitologen vor Ort fragen, was er von dem Vorhaben hält. Einen möglichst kühlen Teich zu haben ist sicher in Thailand in mehrfacher Hinsicht erstrebenswert. Kühlen kann man mit einem Erdkollektor, mit dem man aber meist nur auf die Jahresmitteltemperatur herunterkühlen kann, ohne allzuviel Energie einzusetzen. Auch mit UV Lampen zu arbeiten hat in den Tropen eine viel höhere Berechtigung als bei uns. Schau Dir auch mal an, in welchen Gewässern die Einheimischen und die Touristen im Süßwasser baden. Die Bedingungen, die die Einheimischen meiden, auch keinesfalls im Shwimmteich zulassen. Die wissen schon, warum sie unter solchen Bedingungen nicht ins Wasser gehen. Auch mal in Tailand Googeln, welche Erfahrungen da mit Schwimmteichen existieren.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Fischmac,
    noch eine mögliche Ursache fällt mir ein. Es könnte da auch irgendeiner rumgegründelt haben. Zum Beispiel Wasservögel könnten dabei den gleichmäßigen Kieselalgenbelag zerstört haben....


    Gruß Peter Latzel

    Hallo Fischmac,
    schwierig zu interpretieren. Ich geb hier mal ohne Gewähr eine mögliche Ursache wider. Die braunen Beläge, die die hellen Stellen umgeben könnten Kieselalgenbeläge sein. Aus irgendeinem Grund ( Eisberührung durch kleine Erhebungen oder Beschattung durch unregelmäßige Schneeauflage auf dem Eis)ist die Dichte der Kieselalgen auf den heller scheinenden Kies sehr viel dünner. Um das zu überprüfen, müßte man flächengleiche Proben von beiden Belagstypen haben und die Aufwuchsalgendichten bestimmen.


    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo its me,


    hat ich noch vergessen drauf einzugehen. Du hattest geschrieben:

    Zitat

    und von einem wasserwechsel zu sprechen , wenn bei einem 200m³ teich 5 oder 6 m³ weggepumpt werden halte ich für übertrieben.

    Mit Teilwasserwechsel ist sicher gemeint : Der Wechsel des Teils des Wassers, das im Porenvolumen des Kiesbettfilters steckt. Das sind nach Literaturangaben bei 2/8er Kies etwa 30% des Volumen des Kiesbettfilters insgesamt. Das hieße dann: Man befreit einen 15- 18 m³ mächtigen Kiesfilter von den unter anaeroben Bedingungen im Winter freigesetzten Phosphaten. Kleine Menge große Wirkung, so will manns haben. Deshalb ist es auch so wichtig, die Rückspülung vor der nachwinterlichen Inbetriebnahme des Filters durchzuführen.
    Porenvolumen ist von Kies zu Kies zu Split etwas unterschiedlich, kann man aber für das eigen Filtersubstrat einfach ausmessen. 10 Liter Kies in den Eimer, Wasser drauf bis der Kies gesättigt ist und Wasser wieder ins Meßgefäß auslaufen lassen. Volumenprozente berechnen und auf das durchströmte Volumen des eigenen Kiesfilter hochrechnen. Schon hat man das Volumen, das man im Frühjahr absaugen sollte, wenn man den Phosphatgehalt vermindern möchte.
    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo Fischmac,
    solange es Dich optisch nicht stört und Du im vergangenen Jahr in dieser Zone keine größeren Probleme, wie zum Beispiel Fadenalgenblüten hattest, würde ich diese feine "Bezuckerung" ruhig belassen. Ist das Sediment organisch, wird es bei der oberflächennahen guten Versorgung mit Sauerstoff rasch abgebaut. Das freigesetzte Phosphat kann man im Sommer dann über Biomasseernte einfacher entsorgen. Wäre es eine dicke Schicht, würde ich absaugen. Helle Niederschläge könnten auch anorganisch sein (zB Seekreideablagerung) das tritt aber eher im Sommer bei nennenswerten Phytoplanktondichten auf.
    Zu den hellen Stellen bräuchte es mal ein Foto, außerdem mal gucken, ob die hellen Stellen bevorzugt in Senken oder leichten Erhebungen auftreten.
    Beste Grüße Peter Latzel

    Hallo zusammen,
    jetzt will ich aber auch mal. Ich denke im Grunde ist es unerheblich wie man bei einem phosphatlimitiertem System den Hauptnährstoff ins Minimum setzt, über die Entfernung von noch nicht abgebautem organischem Material (Mulm) oder über die Entfernung der im Sommer an die Kiespartikel adsorbierten Phosphate, die im Winter unter sauerstofffreien Bedingungen wieder in Rücklösung gehen. Hauptsache das Phosphat ist draußen, und beides nennt man nun mal Rückspülung. In einem richtig betriebenen Schwimmteich setzt sich Mulm auch nur in schwächer durchströmten Bereichen in geringen Mengen ab. Ziel ist, dass absterbende Mikroorganismen des biologischen Rasens sofort wieder von Ihren Kollegen mineralisiert werden. Wenn man den Eintrag in den Filter durch ständige Ernte gering hält, stellt sich im biologischen Rasen ein Gleichgewicht zwischen Auf- und Abbau ein. Für mich ist das Rückspülen nach der Winterpause eine pfiffige Idee, weil man da natürliche Prozesse zur " Ernte " nutzt ohne viel Energie aufzuwenden.
    Über Sinn und Vorteil der ein oder anderen Methode zu streiten ist immer auch eine Frage, welchen Schwimmteich man betrachtet, und was der schon für eine Entwicklung durchgemacht hat.
    Schöne Grüße Peter Latzel

    Hallo Wolfgang,
    zusätzlich zu den von Peter angesprochenen Problemen mit geogen bedingten Lösungsprozessen, hast Du im mediterranen Klima halt auch etreme Sommertrocknis, die wenig ergiebigen Regen im Sommer waschen dann die lange exponierten Dachflächen ab und versiegen dann gleich wieder. Wir habens da mit ergiebigen Sommerregen besser, wenn bei dir der Regen schon aufhört, stellen wir erst um auf "sammeln für den Schwimmteich". Aber trotz alledem ist dein Regenwasser nun auch nicht extrem schlecht, mancheiner bei uns würde sich über solches Nachfüllwasser freuen. Dazu kommt, dass bei Dir wahrscheinlich nur Gelöstphosphat gemessen wurde und nicht Gesamtphosphat. Einiges an Phosphaten könnte auch noch in Deinem Bewuchs stecken.......
    Beste Grüße Peter Latzel

    Nicht so voreilig Leute,
    es könnte sich durchaus um eine aquatische Form der Gruppe der leider verschollenen Rhinogradentia handeln........ ;)


    Literaturliste:
    Harald Stümpke.- - Stümpke, Harald.
    Bau und Leben der Rhinogradentia. 
    Stuttgart.
    Gustav Fischer Verlag, 1998. 51. - 53.Tausend, mit 15 farbigen Tafeln
    und 12 Abbildungen im Text von G.Steiner, 8°. 20,8 x 13,4 cm. 90
    Seiten, Broschur bzw. Taschenbuch, Nachwort von Gerolf Steiner, ISBN: 3437260405 (EAN: 9783437260407 / 978-3437260407)