Beiträge von Horst Pieper

    Wenn Hechtkraut am Anfang zu tief unter Wasser gepflanzt wird, dauert die ausreichende Wurzelbildung sehr lange. Dies hemmt dann natürlich das gesamte Wachstum. Hier kann es sinnvoll sein, die Pflanzen in spezielle Pflanzkörbe mit einem Pflanzsubstrat aus Teicherde und feinen Kies (2-3 mm) zu setzen. Diese Pflanzkörbe werden dann in den Sumpfbereich (nur dauerfeucht) gesetzt. Auch flache Wannen sind möglich. Sobald die Wurzeln durch den Korb wachsen, kann dieser dann tiefer unter Wasser in die Kiesfilterschicht (Pflanzschicht) eingesetzt werden.

    Hallo Christoph86,

    die Befüllung mit Brunnenwasser ist nicht immer unproblematisch. Gerade in landwirtschaftlichen Einzugsgebieten enthält das Brunnenwasser oft sehr viel Stickstoff und Phosphat. Insbesondere die Überversorgung mit Stickstoff führt in Verbindung mit stärkerer Sonneneinstahlung zu einer Schwebealgenblüte. Durch die Eintrübung wachsen dann aber aus Lichtmangel die Schwebealgen kaum noch. Der Stickstoff selbst kann unter anaeroben Bedindungen in gasförmigen Stickstoff umgewandelt werden. Dieser entweicht dann. Auch in der Biomasse werden z.T. Stickstoffe gebunden. Der größte Teil wird aber, über die Nährstoffaufnahme durch die Teichpflanzen, dem Nährstoffkreislauf entzogen. Da die Pflanzen zur Zeit aufgrund der Wetterlage nur langsam wachsen, kann sich daher der Nährstoffabbau schon etwas länger hinziehen.

    Hallo mpreis,

    es kann sich, wie schon zuvor erwähnt um Schwebealgen, aber auch um organische Trübstoffe handeln. So klar kann man dies auf dem Foto nicht erkennen. Schwebealgen sind selbst mit hochwertigen Filteranlagen nicht ohne weiteres aus dem Wasser zu entfernen, da die einzelnen Zellen äußerst klein sind und selbst durch feinste Filtermedien nicht herausgefiltert werden können. Die einzige Möglichkeit sind UVC-Klärgeräte oder Flockungsmittel. Durch diese Maßnahmen "verklumpen" sich diese feinen Algen. Erst dann können diese herausgefiltert werden. Eine andere Möglichkeit ist der Einsatz von bioziden Produkten wie z.B. Algenstopp. Durch seinen speziellen Wirkstoff wird der Stoffwechsel der Alge gestört, die Algen können keine Photosynthese mehr betreiben und sterben (verhungern) ab. Übermäßiges Schwebealgenwachstum ist immer auf ein Nährstoffproblem, hier insbesondere Stickstoff, zurückzuführen. Die beste Prophylaxe ist hier im Frühjahr ein Teilwasserwechsel des Klärbereiches, zum Beispiel über den Kontrollschacht des Ausströmsystems, da viele Nährstoffe durch anaerobe Vorgänge im Winter in Rücklösung gehen. In der Regel lösen sich, wie schon von anderen Kommentatoren erwähnt, bei einsetzendem Pflanzenwachstum, und damit verbundenem Nährstoffverbrauch, das Problem nach einiger Zeit von alleine. Handelt es sich bei Ihnen um organische Trübstoffe, die durch Ihre Feinheit in der Regel auch durch Filteranlagen nicht zu beseitigen sind, empfiehlt sich hier bei entsprechender Wassertemperatur (ab mind. 10°C) der Einsatz von entsprechenden Bakterienprodukten wie z.B. NaturalCleear Bio Enzyme. Hier wird durch Enzyme und Bakterien organisches Material schneller im Wasser abgebaut.


    Grüße Horst


    Hallo teigeorg,
    das Biodrain System und die Hydroclear Filterzone unterscheiden sich in erster Linie in der Ausstattung. Beim Biodrain Wasserverteilsystem werden nur der Kontroll/Depotschacht sowie die Ausströmerrohre geliefert, während beim Hydroclear Filterzonenset neben dem Twinschacht und den Ausströmerrohren noch die entsprechende Rücklaufeinheit im Lieferumfang enthalten ist. Die Funktionsweise beider Systeme ist identisch. Die teilgeschlitzten Rohre mit Fliessrinne ermöglichen eine Wasserverteilung bis zum Ende der Fliessstrecke. Anaerobe Bereiche werden hierdurch weitgehend vermeiden. Einzelkomponenten bieten nicht unbedingt eine bessere Wasserqualität. Werden neben Skimmer auch Bödenabläufe eingeplant, oder sollen neben einem Klärbereich noch andere Wasserverbraucher wie z.B. Bachläufe betrieben werden, können Einzelkomponenten durch ihre höhere Anzahl von Ein-und Ausgängen sinnvoll sein. Ansonsten bieten kompakte Filtersysteme wie z.B. der Aktivskimmerfilter oder der Gravity Filtertechnikschacht gerade hinsichtlich des Montageaufwandes viele Vorteile. Ein Bogensiebfilter wird in der Regel als Schwerkraft Filtereinheit eingesetzt und über entsprechende Skimmer für Schwerkraftverbindungen, sowie DN110 Bodenabläufe mit Wasser versorgt. Über eine nachgeschaltete Pumpe wird dann das Wasser dem Wasserverteilsystem des Klärbereichs zugeführt.

    Hallo Chrischi31,


    grundsätzlich sollten Teichpflanzen nicht zu früh zurückgeschnitten werden. Ähnlich wie bei Bäumen werden Nähr- und Inhaltsstoffe der Pflanzenteile eingezogen. Dies ist für einen starken Austrieb im Frühjahr wichtig. Daher sollten Teichpflanzen idealerweise erst dann geschnitten werden, wenn die oberirdischen Pflanzenteile eingetrocknet sind. Auch besteht bei zu frühem Rückschnitt die Gefahr, dass die Pflanzen bei warmen Herbsttemperaturen noch einmal austreiben, was zulasten eines Austriebes im Frühjahr geht. Gerade bei neu angelegten Bepflanzungen muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Von einem Zurückschneiden der noch grünen Pflanzen, wie auf dem Foto zu sehen, würde ich eher abraten.


    Freundliche Grüsse
    Horst Pieper

    Hallo bauheini,


    eine zu geringe Karbonathärte im Wasser ist einer der Hauptgründe für ein mangelhaftes Pflanzenwachstum. Die Karbonathärte sollte nicht unter 5° dh liegen. Mit den handelsüblichen Tröpfchentests lässt sich der Wert leicht überprüfen. Liegt dieser Wert unter 5° dh sollte über eine entsprechende Karbonataufhärtung nachgedacht werden. Häufig geht ein starkes Fadenalgenwachstum mit einer Karbonatamut einher. Die ausreichende Karbonatversorgung ist gerade in der Wachstumszeit (März-August) sehr wichtig. Fehlende Phosphate sind in den wenigsten Fällen für schlechtes Pflanzenwachstum verantwortlich, da Wasserpflanzen schon mit sehr geringen Phosphatmengen ein gutes Wachstum zeigen. Wo sich Algen bilden, sind auch für Pflanzen ausreichend Phosphate vorhanden. Aber auch ein häufiger Einsatz algizider Produkte kann eine Wachstumsdepression auslösen. Flachwasserbereiche bieten für Fadenalgen ideale Wachstumsbedingungen. Hier reichen schon die über das Niederschlagswasser eingebrachten Nährstoffe aus, ein entsprechendes Fadenalgenwachstum auszulösen. Es muss also nicht zwingend eine Phosphatüberdüngung des Schwimmteichwassers vorliegen.

    Hallo Nitro,
    bei Filtern, die einen entsprechenden Biofilm aufbauen, wie zum Beispiel Beadfilteranlagen, funktioniert die Filterung der abgestorbenen Schwebealgen recht gut. Bei ausschließlich mechanischer Filterung, wo die Bildung eines entsprechenden Biofilmes durch häufige Spülungen verhindert wird, können diese abgetöteten Algenstrukturen, auch wenn sie etwas verklumpen, nicht zufriedenstellend ausgefiltert werden.
    Gruß
    Horst Pieper