Beiträge von HeinzelFix

    Liebe Schwimmteichgemeinde, vor ein paar Tage bin ich zufällig über eine Radiobeitrag gestolpert, bei dem es um den Europäischen Flußkrebs ging (Astacus astacus). In einem Nebensatz fiel die Aussage, dass er auch Verwendung in Schwimmteichen findet und für klares Wasser sorgt, da er (totes) organisches Material frißt (Blätter, Algen). Nun die nicht überraschende Frage, ob hier jemand davon schon gehört, oder besser noch, Erfahrungen mit den Tierchen gemacht hat?

    Hallo enter, wenn Deine Eingangsfrage noch aktuell ist: Ich wohne in Langenzenn und habe seit letztem Jahr einen Tapir 12000 mit 8l Vorfilter, das kannst Du Dir gerne mal hier vor Ort anschauen/ ausprobieren.


    Grüsse,
    Heinzelfix

    Liebe Teichfreunde,
    ich bin zwar nicht ganz neu in diesem Forum und habe in der Vergangenheit auch schon die ein oder andere mehr oder weniger blöde Frage gestellt (und beantwortet bekommen ;-), trotzdem bin ich nicht ganz sicher, ob das hier der richtige Platz ist, mein inzwischen abgeschlossenes Teichprojekt vorzustellen - sei's drum: Bitte ggf. umhängen!
    Bilder zum Projekt sind in meinem Profil zu finden http://www.schwimmteich-forum.de/index.php?page=UserGallery&userID=1717



    Also:
    Seit 3 Jahren hatte ich mich mit dem Gedanken getragen, auf einem Teil unseres Grundstücks (ca. 300m2), auf dem zunächst noch einen alte
    Hundepension stand, für einen Schwimmteich zu nutzen – sozusagen statt noch mehr Rasen ;-)


    Das Projekt reifte gedanklich so langsam vor sich hin, unterstützt durch mehrere Bücher, Stöbern und Fragen in diesem und anderen
    Foren und dieses Jahr haben wir es endlich umgesetzt.


    Die Nebenbedingungen waren: Möglichst alles selber machen (können), also i.W. keine großen Mauer- oder Betonierarbeiten und auch keine Folienverschweißung vor Ort etc. Ach ja, die Kosten sollten sich natürlich auch in Grenzen halten bei so einer doch zunächst als etwas spleenigen empfundenen Idee…


    Im vergangenen Herbst 2013 kam der erste Schritt [„Bitte ein (Teich)loch ausheben, so groß und tief wie möglich, ohne das der Aushub abgefahren werden muss“] – an diesem Punkt hätte es noch ein einfaches Zurück gegeben: Wieder zuschütten, platt machen, Obstbäume pflanzen und Rasen säen…


    Aber mit der Bestellung der Teichfolie im März 2014 (EPDM, 1,16mm, 15mx29m) war der „point of no return“ definitiv überschritten und jetzt konnte es nur noch vorwärts gehen. Nach Korrekturarbeiten an der Baugrube (Ausbildung eines Absatzes für die Trockenmauer in 1m Tiefe und der flacheren Regenerationszone, schlossen sich die übrigen Themen zur Beschaffung an: Filtertechnik, Skimmer, Ausströmer,Teichrand, …


    Ach ja, nicht zu vergessen: 576 Stk Granitquader (40x20x10) (zum Glück habe ich mich noch rechtzeitig für diese Variante entschieden, statt
    der ursprünglich geplanten 40x20x20!) Dass die Mistdinger jeweils knapp über 20kg wiegen (die Kleinen wohlgemerkt) sieht man ihnen kaum an. Und am Ende habe ich jeden einzelnen mindestens einmal in der Hand gehabt ;-) 


    Dazu kommen noch 26t grober Kies (16/32) sowie 5t feiner Kies (4/8 ) (den dazugehörigen Volumenbedarf habe ich mehrfach nachgerechnet… ;-)


    Dann kam der Tag, der mir am meisten Sorge gemacht hat – die Verlegung der Folie. Das Vlies war natürlich kein Problem (nur eine Herausforderung für unsere Scheren) aber die Folie hat immerhin ein Gewicht von 570kg und jeder Meter auf der Rolle wog knapp 20kg – kein Zugang für schweres Gerät von außen und, wie gesagt, aus Kostengründen war selber machen angesagt, nur „with a little (??) help of my friends“…


    Nachdem aber der erste Schritt getan war – das Ausrollen der 29m – lösten sich sämtliche sorgfältigen Planungen zum weiteren Vorgehen (wo muss die Folie genau liegen, damit nach dem seitlichen Ausklappen alles passt, …) in Luft auf: 12 fleißige Helfer, des eigenständigen Denkens durchaus mächtig, suchten und fanden spontan irgendwelche Enden der Folie, zerrten daran und nach nur eine halben Stunde lag die Folie in der Baugrube!!


    Dann kam der langwierigen Teil: Setzen der Trockenmauer, Hinterfüllen mit Kies (sonst wurde es ab der 4. Reihe etwas wackelig…) – auf den Bildern kann man das „Prinzip“ gut erkennen. Nach nur zwei Tagen – für Tastaturtäter und Mausschubser allerdings durchaus harter - Arbeit mit ‚durchschnittlich‘ 3-4 Mann war das Schlimmste geschafft.


    Zum Füllen habe ich mir vom örtliche Wasserversorger ein Standrohr mit Zähler für Unterflurhydranten geliehen (aus meinem Wasserhahn hätte es wohl eine Woche gedauert und die übliche Wasserrechnung glatt verdreifacht). Allerdings stellte sich heraus, dass der nächste Hydrant erst 270m von meinem Haus entfernt zu finden war – das bedeutete intensiven Schlauch-Support von der örtlichen Feuerwehr…


    Nach einigen Pflanzungen – natürlich mit allem, was so zu den Regenerationspflanzen zählt (Wasserschwertlilie (wächst inzwischen prächtig), Hechtkraut (na ja...), Zwergrohrkolben (auch noch eher bescheiden), Schmalblättrigem Rohrkolben, Schwanenblume, blaugrüne Binse, Teichsimse und eine Seerose) kann sich das Ergebnis aber jetzt doch sehen lassen.


    Nachdem das ‚Ensemble‘ noch durch ein Badedeck aus Thermoesche und Pflanzen rund um den Teich vervollständigt wurde, steht dem Badevergnügen nichts mehr im Wege..


    Noch ein Wort zu Flußkies etc.: Verschiedentliche Forumbeiträge deuten ja auf Nachteile durch Flußkies hin (Phosphat). Ich habe mich – schlicht aus Kostengründen – trotzdem für dieses Material (statt zertifiziertem Filterkies oder Granitsplit o.ä.) entschieden und auch die Dimensionierung der Flächen, Volumina, Pumpenleistung etc. mit meinem gesunden(?) Halbwissen aus Foren und Büchern und etwas Ingenieurs-Background gemacht und schlicht gehofft, dass es „funktioniert“.


    Und zum Glück tut es das (wenn ich es auch eher auf das doch verhältnismäßig große Volumen schiebe): Nach einer vorübergehenden braungrünen (Algen-)Trübung nach der ersten Woche (Erstfüllung war am 10.5.) ist das Wasser bis jetzt praktisch glasklar! Wirklich faszinierend ist auch wie schnell sich die Fauna entwickelt – Gelbrandkäfer, Libellen, Rückenschwimmer und nach nur einer Woche schon der erste Frosch (der muss übrigens mehrere 100m über die Felder gehüpft sein…)


    Wobei mich auch eine leichte Trübung nicht stören würde oder der Mulm am Boden und die verschiedenen Viechereien – schließlich ist es ja ein naturnaher Teich und kein steriler Pool.


    Überflüssig zu erwähnen, dass alle Folienhelfer und Kiesschubser natürlich eine lebenslange Dauerkarte erhalten haben ;-)


    Wen es interessiert: Die Gesamtkosten mit allem Drum und Dran (Folie, Steine, Kies, Technik, Elektrokram, Pflanzen, Badedeck, …) betrugen ca. 17k – das ist zwar mehr, als ich überschlagen hatte (surprise, surprise, …), aber es hat sich gelohnt!!

    Nachdem Kies ja anscheinend phosphattechnisch problematisch sein kann: Gibt es in der Schwimmteichbauer-Gemeinde Erfahrungen mit Muschelkalk-Split oder Basalt-Split (für den Filterbereich)? Wie ist speziell Donau-Kies diesbezüglich zu bewerten? Sind Muschelkalk-Blöcke in dieser Beziehung unkritisch? (als Trockenmauer für die Abtrennung des Schwimmbereichs geplant). Fragen über Fragen... ?( 
    Aber sicher gibt es auch Antworten dazu 8)  Vielen Dank schon mal im Voraus!

    Nachdem heute der Mann mit dem Bagger da war und bis auf ~2m 'abgeteuft' hat, ist die Idee "ohne Folie" gestorben - der Untergrund ist einfach zu inhomogen, als das ich sicher sein könnte, dass er dicht ist. Wir warten jetzt mal einige Wochen ab, bis sich der rundum aufgeschüttete Wall etwas gesetzt hat, bevor es mit dem kleineren Bagger an die Details geht...


    @Peter Latzel: die Planungshilfe wollte ich gestern schon bestellen, bin aber wohl an der Winterpause des Shops gescheitert (Meldung "Keine Versandart verfügbar"). Ich habe mich auch schon mehrfach durch Wolfram Frankes "Der Traum vom eigenen Schwimmteich" gelesen, und von da die Verhältnisse von Flachwasserzone (< 1m) zu Schwimmzone (ideal 50/50), die Böschungswinkel (1:3-1:4 in der Flachwasserzone) und einiges mehr übernommen für die Planung. Gibt es darüber hinaus noch etwas signifikant Wichtiges? (was ich dann sicher auch in der Planungshilfe wiederfinde  ;) )


    Danke und Gruß
    HeinzelFix

    Ok, bin schon fast überredet!
    In der Dimension wären die Kosten natürlich kein Problem...
    Was meinst Du mit billiger Baumarktfolie? (PVC 0,5mm, gar nicht als Teichfolie ausgewiesen, sondern irgendwas zu Bauzwecken??)? Sorry für die blöden Fragen...
    Was ich bisher (auf die Schnelle) im Internet gefunden habe war PVC 1mm als Teichfolie - die gibt's sogar in einem (passenden) Stück 12,5m* 25m, da wäre dann nix zu kleben, kostet dann aber ca. 2k (weniger als ich dachte), was noch erträglich ist, bringt aber überschlägig ca. 450kg auf die Waage ;( 


    Apropos Kies: Grob gerechnet wären (dann) 90m2 * 20cm(?) = 18m3 nötig. Was kostet denn sowas eigentlich? Das war die letzte blöde Frage für heute   :thumbup: 


    Heißen Dank für das Sparring!

    Vielen Dank für die Antwort! Ich denk' nochmal drüber nach!
    Die Gründe sind eigentlich ganz einfach:


    Erstens möchte ich für diese "spleenige" Idee mit dem Schwimmteich mit einem Budget <10k auskommen (und alles nach und nach i.W. selber machen) - und da schlägt die Folie ja doch mit einigen Tausend zu Buche - und wenn der Boden schon so ist, wie er ist... 


    Zweitens: Wenn 'nix draus wird', bzw. der Teich irgendwann nicht mehr gefällt, ist es damit getan, einfach alles wieder zusammenzuschieben, eine LKW-Ladung Mutterboden zu verteilen und Rasen anzusähen 8) 


    Außerdem glaube ich (noch;-), dass mit einer Kiesschicht die Lehm-Aufwirbelung weitestgehend verhindert wird. 


    Wenn der Boden dicht ist - wie erwartet -, könnte ich immerhin die Folienbahnen 'einfach so' reinlegen ohne dass sie 100%-ig dicht sein muss, aber da schlaf' ich jetzt noch ein paar Mal drüber... :sleeping: 


    Wenn alles klappt, kommt der Teich morgen erstmal in Form (Bagger) und dann plan' ich mal auf der Basis weiter.


    Beste Grüsse,
    HeinzelFix

    Liebe Schwimmteich-Erfahrene!
    Zu meinem Schwimmteich-Projekt, das ich nachfolgend kurz vorstelle, habe ich einige Fragen, zu denen Ihr mir sicher erste Antworten bzw. weiterführende Verweise nennen könnt!?!


    Zunächst zum Vorhaben....


    Der Teich wird ca. 23m lang, 7m breit und 2-max 2,5m tief werden (schau'n wir mal, was der Mann mit dem Bagger nächste Woche dazu sagt ;-). Sprich die Teichoberfläche liegt in der Gegend von 175m2, wobei ich vor allem an den beiden Enden, aber auch an den Schmalseiten Regenerationszonen von 0-100cm Wassertiefe mit etwa 90m2 plane.


    Die Besonderheit: Der Boden besteht praktisch aus reinem Lehm, so dass ich davon ausgehe, bei entsprechender Verdichtung- mit dieser natürlichen Abdichtung hinzukommen, also ohne Folie. (In der Nähe sind auch mehrere Tongruben, die immer noch in Betrieb sind...)
    Der bereits im Oktober ausgehobene Bereich mit ca. 1m Tiefe jedenfalls hält und hält und hält.....


    Den Lehmboden möchte einfach mit Kies abdecken, um Aufwirbelungen zu vermeiden, wobei mir klar ist, dass ich mich vermutlich grundsäzlich auf getrübtes Wasser einstellen muss, was aber kein Problem ist.


    Befüllen möchte ich den Teich mit Regenwasser vom Dach bzw. mit Brunnenwasser (das Grundwasser ist nicht weit weg...)


    Ich stell wir das so vor, dass das Wasser aus dem Skimmer bzw. ggf. eigenem Ablauf in die Kiesschichten in den Regenrationszonen gepumpt wird,
    ggf. über einen Sand-Kiesfilter geklärt wird (Schwebstoffe).


    Zu meinen (ersten..) Fragen:


    Hat jemand Erfahrungen mit solch einem "natur-gedichteten" Teich?
    Was ist in diesem Fall bzgl. der Repositionsflora ggf. gesondert zu beachten?
    -Was brauche ich an Technik (Skimmer, Pumpe, Ausströmer) und Dimensionierung derselben?
    Woher (Internet) kann ich am besten unverbindliche Komplettangebote für die Technik bekommen?
    Was ist bei der Wahl des Kies' zu beachten? Ab welcher Größe kann man problemlos mit einem Tauchsauger darüber fahren?


    Herzlichen Dank für erste Tipps, Hin- und Verweise!!!


    Grüsse,
    HeinzelFix