Beiträge von Ralf Glenk

    Voraussichtlich am Montag den 28.9.2020 wird das Forum in den Wartungsmodus versetzt. Es zieht auf einen gesicherten Cloud-Server um, der besser gegen Hacker-Attacken geschützt ist. Gleichzeitig wird die neueste Forensoftware zum Einsatz kommen. Ich denke dass dann auch wieder private Konversationen möglich sein werden. Ausserdem bekommt das Forum ein neues Design.

    Die Migration erfolgt schrittweise. Ich kann im Moment noch nicht absehen wie lange die Unterbrechung(n) dauern.

    Ich habe hier auch eine Rotationsbürste liegen, die ich ausprobieren wollte. Dank Torf kann ich mir das jetzt sparen. Harte Beläge kann man nicht entfernen, aber dafür ist eine schonende Reinigung der Folie gesichert.
    Durch Kürzen der langen Borsten kann man zudem die Festigkeit erhöhen.

    Übrigens muss man sich nicht mit frischem Biofilm abmühen. Der Biofilm stirbt intermittierend ab. Dann bilden sich daraus flockige, hellbraune Würmchen, die man leicht entfernen kann.


    Ich will mal sehen ob ich die Rotationsbürsten irgendwo über einen Großhandel bekomme. Mit einem passenden Telestangenhalter wäre dies eine preiswerte Ergänzung des Reinigungszubehörs. (Kann sich natürlich auch jeder selber bauen).

    Ein sehr guter und hilfreicher Vorschlag von Torf.

    Ich hatte No-Phos auch eine Zeitlang im Sortiment. Es ist eigentlich ein Poolpflegemittel, wird aber als rein biologisch deklariert. Das ist aber nicht gleichbedeutend, das es keine ungewünschten Eigenschaften entfalten kann. Durch die hohe Lanthan Konzentration zur Phosphatbindung kann es unter ungünstigen Umständen zu einem pH Sturz in den sauren Bereich kommen. In der Folge wurde dadurch bei einigen Kunden eine biogene Entkalkung ausgelöst. Der freigesetzte Kalk legte sich auf Pumpen, Kugelhähnen, Folie etc. bis nichts mehr ging. Ich hätte es selbst nicht geglaubt, wenn ich nicht die Fotos gesehen hätte. So etwas muss nicht passieren, aber es kann.

    Teichpflegemittel haben in der Regel eine niedrigere Konzentration der Wirkstoffe als Poolpflegemittel. Die Wirkung ist dadurch vielleicht geringer, aber ebenso die Gefahr einer Nebenwirkung. Über diese Risiken sollte man sich im Klaren sein.

    astrofahrer (hier im Forum haben wir eine formlose Sprachregelung und duzen uns)


    Ich sehe in deinen Experimenten keinen Widerspruch. Wenn ich über die Jahre eine allgemeingültige Erkenntnis gewonnen habe, dann die, dass sich Teichanlagen bei gleicher Bauweise ganz unterschiedlich verhalten können. Da gibt es einfach zu viele Einflussparameter und manche sind einem nicht einmal bewusst. Wenn man Pooltechnik 1:1 auf einen Naturpool umlegt, dann wird das ein Überraschungs-Ei.


    Durch die Fadenalgenbildung durch starke Strömung bin ich durch Zufall gestossen, als ich meine Kois beim Umbau in ein eigenes Becken ins Asyl geschickt habe. Auch aus Kundengesprächen konnte ich ähnliche Erfahrungen entnehmen. Das muss aber, wie gesagt, nicht überall zutreffen.


    Bei dir mache ich mir keine Sorgen. Anhand deiner Beiträge habe ich dass Gefühl, dass du dein Projekt gut durchdacht, bis ins Detail geplant und wo es möglich war, geprüft hast. Und zwar bevor du mit dem Bauen angefangen hast. Ich bin sicher, du hast mögliche Problemstellen im Auge und findest auch eine Lösung wenn sich die natürlichen Prozesse etwas anders entwickeln sollten als gewünscht.

    Ich bekomme leichte Bauchschmerzen, wenn ich mir das Bauvorhaben anschaue. In einem gechlorten Pool kann man auf eine kalkulierbare Filtertechnik zugreifen und braucht sich nur noch um die Gestaltung des Kreislaufs und der Fördermenge kümmern.

    Der Glaube, dass sich in gleicher Weise ein Naturpool kontrollieren lässt, kann bitter enttäuscht werden. Das Wasser wird man zwar klar bekommen, aber ich sehe hier auch beste Bedingungen für das Wachstum von Fadenalgen und Fleckenbildung.

    Fängt schon damit an, Dachwasser als Füllwasser zu verwenden. Ein No-go wegen der Nährstoffbelastung.

    Dann die stärkere Wasserbewegung für einen gleichmäßigen Überlauf an der langen Rinne. Das lieben die Algen. In einer Zisterne können sich schnell anaerobe Bedingungen einstellen, was zur Lösung von Nährstoffen führt. Um nur einige Problemstellen zu nennen.

    Ich sehe hier (und dies ist das Supportforum für unsere Teichtechnik) nur eine sehr geringe Schnittmenge mit unseren Filtersystemen. Wenn dann Probleme auftauchen wird nur noch darüber gesprochen und keiner sieht mehr die mögliche Ursache in der Bauweise. Für einen neuen Besucher sieht es dann so aus, als würden wir Teichtechnik verkaufen, die in der Praxis nicht funktioniert.

    Natürlich ist niemand gezwungen sich an bewährten Verfahren zu orientieren. Aber dann sollte ein Plan B in der Schublade liegen, falls die Nörgler Recht behalten.

    Auch wenn es nicht geschäftsfördernd ;( ist , würde ich der Feinstfiltrierung bis in den kleinen mµ Bereich keine so große Bedeutung beimessen. Ich glaube das auch schon in den Beiträgen bezüglich Trommelfilter und ähnliche Konzeptionen zum Ausdruck gebracht zu haben.

    Wichtig ist, das der Schmutz nicht so grob ist, dass er die Schlitze der Auströmer verstopft. Das kann bei einem Bogensiebfilter eigentlich nur passieren, wenn das Sieb nicht richtig dicht ist, oder der Überlauf ausgelöst wurde. Mit anderen Worten, die Beutel haben hier mehr die Funktion eines "Sicherheitsnetzes" als das sie ein wesentliches Element in der Filterkette bilden. Ich habe meinen Schwimmteich 6 Jahre nur mit einem Bogensiebfilter vorfiltriert. Erst in den letzten Jahren waren zusätzlich die verschiedensten Feinfilter zu Testzwecken angeschlossen. Viele Entwicklungen habe ich wieder verworfen bevor sie ein verkaufsfähiges Stadium erreicht hatten.

    Etwas anders ist es bei Filterketten, die über einen Filterkorb vorfiltrieren. Z.B. bei unserem fertigen Pumpenschacht. Hier macht eine feine Nachfiltrierung mehr Sinn, da die Korbmaschen mit 2-3mm etwas größer sind als die Schlitze der Auströmerrohre. Aber auch hier muss man nicht bis 100 mµ oder kleiner filtern.


    Das wir die Filterbeutel in der gegenwärtigen Ausführung im Bioflow eingebaut haben, lag einfach daran, dass es sie in dieser Form fertig zu kaufen gab. Ein eigener Test hatte auch nicht die Problematik des täglichen Reinigens aufgezeigt. Das ist kontarproduktiv und war auch nicht so gedacht. Ich habe jetzt neue Beutel produzieren lassen. Sind auch schon da. Auch die geänderten Wassereingänge sind jetzt fertig und kommen noch diese Woche in den Shop.


    Wenn bei dir im Bioflow nur wenig Schmutz ankommt, kannst die Beutel ganz weglassen. Bis 2019 hatten die Biodräns keinen eigenen Filter. Grauer Schlamm, der sich durch absterbenden Biofilm bildet, kannst du auch mit dem allerfeinsten Vorfilter nicht verhindern.


    Organisches Material baut sich im Kiesfilter wieder durch "abfaulen" ab. Das geschieht verstärkt in der Winterpause unter anaeroben Bedingungen. Mit der Rückspülung im Frühjahr entfernst du das gelöste Material.


    Fazit: die mechanische Vorfiltrierung soll den biologischen Filterbereich entlasten, und ein Verstopfen der Ausströmer verhindern. Dies sollte aber nicht in Sklavenarbeit ausarten. Es ist bei Neuentwicklungen nicht möglich alle Eventualitäten vorauszusagen. Ein bisschen Nacharbeit bleibt in der Regel immer. Dafür wird der Bioflow immer besser und bleibt auch einfach nachrüstbar.

    Man sieht auf jeden Fall, dass das Holzbecken auch nach langer Zeit stabil geblieben ist. Das ist doch eine positive Meldung. Dein Unwillen richtet sich glaube ich eher gegen den hohen Reinigungsaufwand, den du mit deinem Naturpool hattest (hast).


    Das mag auch an den großen umlaufenden Kiesflächen liegen. Mein erster Schwimmteich war ähnlich gebaut.

    Damals dachte ich auch noch: viel hilft viel. Ich hatte aber nur viel Arbeit. Bei meinem Umbau 2009 habe ich die Filterfläche drastisch verkleinert auf ca. 5x2 m. Schwimmfläche ist gleich groß geblieben. Länge noch um die 17m. Sedimente bilden sich zwar weiterhin, aber in Maßen und auch wetterabhängig. Fadenalgen kaum, im Schwimmbereich so gut wie garnicht. Dafür 3 Kois die bald die Größe von Schweinswalen erreichen.


    Roboter habe ich keinen (zumindest in meinem eigenen Teich). Entgegen der vorherrschenden Befürchtung haben sich auch keine Algenbeläge an der Mörtelbeschichtung festgekrallt. Es gibt ein paar Flecken und Verschmutzungen entlang der Wasserlinie, die stören mich aber nicht.


    Warum soll das mit einem Holzbecken nicht ebenso gut klappen. Die Filtertechnik ist nicht mehr die gleiche wie vor einem Jahrzehnt. Erfahrungen sind immer gut und hilfreich, aber manches hat sich geändert und lässt sich daher nicht 1:1 übertragen. Ich finde es ganz schön, wenn hier neue Impulse kommen. Insbesondere wenn es sich um eine so professionelle Umsetzung wie bei wipwap handelt.

    Ich sehe das Thema Holzbau ebenfalls nicht negativ. Timberra aus Österreich vermarktet ein selbstentwickeltes Stecksystem. Das ein Naturpool nicht so bleibt wie am ersten Tag ist wohl allen Forenteilnehmern bewusst. Zumindest machen wir hier kein Geheimnis daraus. Die Algenbelastung oder Schmutzbelastung ist aber nach Umfeld, Sonneneinstahlung, Kies, Filtersystem etc. sehr unterschiedlich. Inwieweit sich kurzfädige Algen lieber auf Holz als auf Folie ansiedeln kann ich selbst nicht beurteilen. Ein Holzsteg im See würde ich aber nicht zum vergleich heranziehen. Dieser wird sicher niemals gereinigt und sieh dann entsprechend aus.


    Holz ist einfach ein schönes Baumaterial und für Selbstbauer viel einfacher zu realisieren als ein gemauertes Becken. Seit wipwap die Bilder eingestellt hat, werde ich dauernd angemailt ob, wann und zu welchem Preis ich ein Baukastensystem anbieten werden.

    Dergleichen habe ich nicht vor. Es wäre in der Halle auch kein Platz für die Holzbalken. Mir schwebte nur eine Bauanleitung für ein System vor welches ich mir selbst ausgedacht hatte. Aber leider fehlt mir für die Umsetzung in eine Dokumentation die Zeit. Vielleicht will wipwap in Kooperation mit seinem Tischler selbst einen Bausatz auf den Markt bringen.

    Was soll der Phosphatfilter besser können als der Phosphatbinderblock?

    Ein einfachsten ist es das Becken zu füllen und dann den vorhandenen Phosphatgehalt mit dem Turbo Phosphatbinder abzusenken. Dies geschieht auf Lanthanbasis und wirkt am schnellsten. Für die langfristige Behandlung des Phosphateintrags durch Regen etc. setzt du den Block ein.

    Mit dieser Strategie wirst du erfolgreich sein und kannst obendrein das gesparte Geld nutzen um deine Frau mit Geschenken zu überhäufen.

    In meinem zweiten Beitrag wollte ich noch auf den berechtigten Einwand von Felix_Family eingehen. Zwischenzeitlich hat mein Fähnerich Kotzbrocken die Sachlage aber schon ganz gut erklärt.


    Es ist nicht notwendig, dass bei der Vorfiltrierung auf eine extrem niedrige Filterschärfe geachtet werden muss. Diese Vorgaben sind in Filterketten sinnvoll, wie sie in Koiteichen benutzt werden. Hier gibt es vergleichsweise kleine nitrifizierende Filter, die weeeeit unter dem Volumen und der Besiedlungsfläche eines bepflanzten Kiesfilters liegen. Die mechanische Vorfiltrierung bei einem Schwimmteichfilter hat die Aufgabe, die Schlitze der Auströmerrohre vor Verstopfung zu schützen und den Biofilter von organischer Schmutzfracht zu entlasten. Diese Funktion muss man aber nicht bis in die Filterschärfe zur Klarwassererzeugung treiben. Absterbender Biofilm erzeugt mehr Sediment im Kiesbett als die restlichen Partikel, die dort über den Wasserverteiler ankommen.


    Ich hatte auch nicht damit gerechnet, dass sich bei einigen die Filterbeutel derart schnell zusetzen. Das zeigt wieder mal, dass man über eigene Tests nie das ganze Spektrum unterschiedlicher Teichbedingungen nachbilden kann. Es gibt aber schon eine Lösung, die vorraussichtlich in der kommenden Woche angeboten wird. Die alternativen Beutel filtern nicht über die feinen Gewebemaschen, sondern fangen die Partikel über das Faserball-Medium im Beutel und haben ein schmutzabweisenderes Material. Die Maschenweite ist größer. Dadurch werden die Filterintervalle verlängert. Die feinen Filterbeutel gibt es weiterhin für alle, die keine Probleme mit kurzen Reinigungsintervallen haben. Für die neuen Beutel musste die Fließrichtung im Biofloweingang geändert werden. Das macht den Wasserverteiler etwas teurer. Wer einen bestehenden Bioflow umrüsten möchte, bekommt den neuen Wassereingang zum Sonderpreis in Höhe des Differenzbetrages.

    Das hat sich Alex_x sicher nicht vorgestellt, was daraus werden kann, wenn man die einfache Frage wo die Unterschiede zwischen Skimmerfilter und Bogensiebfilter hinter den Skimmer liegen.


    Ich mache vom Hausrecht der Sperrung oder anderen Sanktionen Gebrauch, wenn die Forenregeln missachtet werden. Das hat nichts mit Unterdrückung von kritischen Meinungen zu tun, sondern allein mit dem respektvollen Umgang untereinander.


    Die Behauptung, dass mir unsere Kunden grundlegend egal sind, erreicht bereits die Qualität einer Rufschädigung. Hier stehen mir als Geschäftsmann auch rechtliche Mittel zur Abwehr zur Verfügung. Name und Anschrift sind bekannt, auch wenn ich sie hier nicht öffenlich mache.

    Dies nur als Warnung, falls die Sperre erneut unterlaufen wird.

    Im Übrigen fand ich es merkwürdig, dass jemand für 8000 Euro bei uns einkauft habe will, nachdem er im Unfrieden das Forum verlassen hat. Laut Warenwirtschaft war es seit 2014 tatsächlich ein niedriger Betrag unter Hundert Euro. Soweit zur Glaubwürdigkeit.

    An Fischmac,

    dieses Forum bekommt häufig Lob, weil es sich im Umgangsstil und in der Expertise vieler Teilnehmer auszeichnet. Das lasse ich nicht durch Einzelne kaputtmachen. Wenn du meinst, du könntest dich hier mit Kraftausdrücken und abfälligen Bemerkungen in Szene setzen, werde ich mit entsprechenden Maßnahmen reagieren. (Hatten wir das nicht schon Mal?) .


    Vielleicht fängst du damit an, dass du dir zunächst selber einen "Low-Budget" Trommelfilter kaufst und erst eigene Erfahrung sammelst, bevor du hier Ratschläge und Rundumschläge über Filter erteilst, die du nur vom Hörensagen kennst. Möglicherweise kommst du dann zu der Erkenntnis, dass ein High-Tech Filter mit Getriebmotor, Druckpumpe und elektronischer Steuerung zu kleinen Preis nicht zu den langlebigsten Filtern gehört.


    Für alle anderen noch eine Erklärung die zum Thema passt. Grundsätzlich geht es ja um High Tech oder Low Tech beim Bau eines Schwimmteiches /Naturpools. Die Experten in diesem Forum haben schöne Anlagen gebaut und sind technisch versiert. Die Bauweise und Ausstattung hat aber seinen Preis. Und da ist für viele Selbstbauer eine Grenze überschritten. Der Aufwand und die Kosten schrecken ab. Das muss ich leider deutlich sagen. Die Anzahl der Neubauten wird immer weniger. Wenn ich diese Richtung weiterverfolge und das Sortiment auf mehr Automation und noch teurere Technik ausrichte, dann gibt es die Firma Glenk Teichbautechnik bald nicht mehr.

    Ich gehe einen anderen Weg und der wird mit unserem Projekt Gartenlagune mehr und mehr sichtbar werden.

    An Fischmac,

    ich könnte zu deinen Ausführungen einiges sagen und sie auch punktuell widerlegen, aber das spare ich mir.

    Hier geht es nur um eine Sammlung von Vorschlägen für Neuprodukte. Inwieweit diese realisierbar sind, ins Sortiment passen, zielgruppengerecht und für die Firma wirtschaftlich sind, entscheide nach näherer Betrachtung und Abwägung. Es geht hier nicht um den Vergleich unterschiedlicher Filtertechniken und deren vermeintliche Vor- und Nachteile.

    An Appiano,

    ??? . Bis zu Sonne und zurück um mir mitzuteilen, dass du dir einen Filter wünscht, der ohne zutun und in Perfektion alles von alleine macht. Nimm noch einen Fusionsreaktor und den Weltfrieden dazu, dann hast du ein rundes Paket.

    Ich fürchte du überschätzt meine Möglichkeiten.


    An alle,

    hier bitte nur Produktvorschläge. Keine ausufernden Diskussionen. Wer Filtertechniken vergleichen möchte, kann dazu einen neues Thema eröffnen.

    Hallo Hans,

    bist du nicht etwas vorschnell mit der Bewertung des neuen Druckfilters? Du kennst weder Preis, Leistungsdaten noch hast du eine Vorstellung wie der Filter aussieht und sich handhaben lässt.


    Natürlich lassen sich mit einem Trommelfilter noch ein paar mµ an Filterschärfe herauskitzeln. Aber zu welchem Preis und wo liegt der zusätzliche Nutzen? Dieser technische Aufwand ist auch nicht so problemlos wie du es hier darstellst. Schau dich mal in den Koiteichforen um. Hoher Wasserverbrauch durch häufige Spülintervalle ist nur ein Stichpunkt.


    Offene Mehrkammerfilter waren mal state of the art im Koiteichbau. Inzwischen findet man kaum noch welche bei den Großhändlern. Wird wohl seinen Grund haben. Ich erkenne auch die Logik nicht, warum man einen kleinen Biofilter vor eine große biologische Filterzone schalten sollte. Wird das Wasser dadurch noch klarer als klar?

    Kies durch poröses Material wie Lava oder Zeolith zu ersetzen ist ein zweischneidiges Schwert. Rechnerisch erhöht sich zwar die Besiedlungfläche, aber die Versorgung der Bakterien bis in den innersten Kern ist problematisch. Stattdessen sammeln sich in den Poren die organischen Ablagerungen. Nach der Zersetzung und Freigabe von Nährstoffen, kann sich der anfänglich gute Biofilter zu einer Nährstoffpumpe entwickeln. Davon abgesehen werden wir auch in Zukunft keine Schüttgüter anbieten.


    Andere Filtermethoden wie z.B. Rieselfilter und Bewegtbettfilter, Beadfilter mit UV etc. gibt es schon zur Genüge im Koi-Bereich. Es ist aber nicht mein Ziel, die einfache und weitgehend natürliche Filtertechnik für Schwimmteiche durch immer mehr technische Lösungen zu ersetzen. Manche Becken kann man von einem normalen Pool nicht mehr unterscheiden. Das ist nicht mehr meine Welt und hier können sich gerne meine Wettbewerbskollegen austoben.

    Einen Biofilmreaktor aus Rohr kann man leicht selber bauen. Ist übrigens nicht neu. Einfach ein 200er Kanalrohr mit gebündelten (geriffelten) Kabelschutzschläuchen füllen. Reduzierstücke an den Enden und fertig. Es geht nur darum Belegungsfläche für die Bakterien zu bilden. Die ist entsprechend hoch, da beide Seiten der gebündelten Riffelrohre angeströmt werden. Die genannten Flächenmaße konnte ich nicht nachrechnen, erscheinen mir aber sehr optimistisch. Verstopfungen führen aber auch zum Komplettausfall von ganzen Strängen. Deshalb die Notwendigkeit einer hohen Filterschärfe bei der Vorfiltrierung.

    Es gibt die verschiedensten Spielarten von nitrifizierenden Biofiltern. Alle sorgen auf die eine oder andere Weise für klares Wasser und haben ihre individuellen Vor- und Nachteile. Die Anbieter konzentrieren sich bei der Präsentation weitestgehend auf die Darstellung der Vorteile, dass sollte einen aber nicht von einer näheren und auch kritischen Betrachtung abhalten.


    Soweit zu Thema Filter. Hier sollten wir wieder auf das Ursprungsthema Fische und was sonst so kreucht und fleucht zurückfinden. Sonst mäandert das in alle Richtungen.

    Bei Interesse kann man gerne ein eigenes Thema neu eröffnen. Wobei ich mich aus Wettbewerbsgründen nicht immer an der Diskussion beteiligen kann.

    Ich mache so alle 1-2 Wochen einmal eine kurze Rückspülung von ca. 1 Minute. Dann ist das Wasser im transparenten Rohrstück der Rückspülleitung wieder klar. Es baut sich aber kaum Druck auf. Wahrscheinlich könnte ich auch 1 Monat oder länger mit der Filterspülung warten.

    Das K1 Medium ist leichter als Wasser. Es steigt nach oben, während der gröbere Dreck unten bleibt. Der Rest sammelt sich in den Hohlräumen des K1 Mediums.

    Im jetzigen Aufbau habe ich eine zusätzliche Öffnung mit Deckel. Wenn man vor der Reinigung Biox reinschüttet, löst das die Feinpartikel auf und man kann sie leicht herausspülen. Ich hoffe ich kann diesen Zugang auch in die entgültige Version einbauen. Das ist noch ein bisschen tricky.

    Kurzfristig kommt ein neuer Filterbeutel aus Polyamid mit einer größeren Maschenweite und weniger Neigung zu organischen Anhaftungen im Gewebe in den Shop. Gefüllt werden die Beutel mit Faserballs. Das Beutelmaterial ist auf längere Wartungsintervalle ausgelegt und nicht dazu gedacht direkt die Feinteile direkt aufzufangen. Diese Aufgabe sollen die Faserballs übernehmen. Die Beutel der ersten Charge sind bereits produziert.

    Für die Verwendung ist eine Änderung des Einlasses im Bioflow notwenig, damit der Wasserfluss direkt nach unten auf die Balls gerichtet ist. Dieses Bauteil gibt es zum Umrüsten zu kaufen und es ist einfach zu installieren. Die feinen Beutel gibt es weiterhin und sie lassen sich ebenso an dem neuen Einlauf befestigen.

    Wenn wir die Produktion abgeschlossen haben, werden wir alle Bioflows am Lager umbauen. Diese Modifikation ist leider auch mit einer Preisanpassung verbunden.


    2021 werden wir einen neuen Druckfilter präsentieren, der mit K1 Filtermaterial gefüllt ist. Funktioniert wie ein Beadfilter aber ohne Blower und mit weniger Fließwiderstand. Ich teste diesen Filter bereits die ganze Saison an meinem Teich und bin sehr zufrieden. Die letzte Version der Filtersteuerung geht demnächst in die Praxiserprobung und dann sollte die Entwicklung abgeschlossen sein. Dieser Filter ist für die Bequemen unter uns gedacht, die nur einen Hebel umlegen wollen und das war schon alles mit dem Reinigungsaufwand. Kostet aber auch mehr wie der Beutelfilter und ist nicht als Ersatz sondern als Alternative gedacht. Auch für diejenigen die kein Bioflowsystem besitzen.


    Im Prinzip folgen wir weiterhin der eingeschlagenen Richtung. Wer mehr Geld ausgibt, bekommt dafür nicht unbedingt eine höhere Reinigungsleistung, aber der Wartungsaufwand wird verringert.