Beiträge von Ralf Glenk

    Seit Beginn der Saison kämpfen wir und auch unsere Branchenkollegen mit Lieferschwierigkeiten aufgrund der Corona Pandemie. Jeder Selbstbauer muss sich damit abfinden, dass bestimmte Artikel plötzlich nicht mehr verfügbar sind oder erst zu einem wesentlich späteren Zeitpunkt geliefert werden können. Dafür gibt es mehrere Ursachen:

    1. Artikel und Halbzeuge aus chinesischer Produktion sind erst verspätet produziert und verschifft worden.

    2. Maßnahmen zur Sicherheit der Mitarbeiter verschlechtern zwangsläufig die Arbeitsbedingungen. (Auch bei uns). Produktionsprozesse können sich dadurch verlangsamen.

    3. Die Nachfrage nach Produkten für Heim und Garten ist gestiegen. Das betrifft uns nicht unmittelbar, denn niemand fängt aus einer Laune heraus an, plötzlich einen Schwimmteich zu bauen. Aber die Lager der Großhändler weisen große Lücken auf. Und manchmal fehlt nur ein kleines Bauteil und wir können das Endprodukt nicht fertigstellen.

    4. Auch die innereuropäischen Lieferketten sind durch individuelle Grenzbestimmungen verlangsamt.

    5. Materialien zur Weiterverarbeitung wie z.B. transparente Kunststoffe sind weitgehend ausverkauft, weil damit Trennwände und Schutzschilde gebaut werden.


    Darauf müsst ihr euch einstellen. Eine Planungssicherheit gibt es momentan nicht.

    Momentan betrifft es die Premium Bogensiebfilter als wichtiges Einzelprodukt. Wir haben nur noch einen geringen Lagerbestand und Nachschub kommt frühestens Ende August 2020.

    Gestattet mir noch ein Nachwort, weil hier der Eindruck entsteht, die VarioPumpe wäre von schlechter Qualität.

    Das kann ich nicht bestätigen. Natürlich liegen noch keine Langzeiterfahrungen vor, dafür ist die Bauart zu jung.

    Ich selbst habe 2 Stück seit über drei Jahren am Laufen. Es gab einmal eine Fehlermeldung, weil das Steuergerät nicht mit der Zeitschaltuhr harmonierte. Jetzt habe ich den Timer für den Wasserfall weggelassen und schalte diesen nur manuell. Die Filterpumpe ist schon ein paarmal trockengelaufen, weil ich Faulpelz das Bogensieb nicht rechtzeitig gereinigt hatte. Hat aber nicht zu einem Schaden geführt.

    Natürlich findet man in Foren eher Themen, die sich mit Pumpenproblemen befassen als anders herum. Wer zufrieden ist, sucht keine Hilfe. Ist hier ja auch so.

    Zum "Chinasegment". Die meissten Teichpumpen werden heutzutage in China gefertigt. Das ist kein Segment mehr.

    Asynchronpumpen, wie die Messner ecotec können über einen Drehzahlregler gesteuert werden. Dadurch sinkt aber der Stromverbrauch nur minimal. Viele Kunden legen aber besonders auf diesen Punkt wert.

    Es gibt die Messner jetzt auch als elektronisch regelbare Pumpe. Heißt Messner e-infinity und kostet um die 1200 Euro in der vergleichbaren Pumpenstärke. Das ist der Preis, wenn man sich nicht im "Chinasegment" bewegen will. Würde ich zwar gerne verkaufen, weil ich die Firma sehr schätze, aber ich weiss dass die Pumpe zu diesem Preis wie Blei im Lager liegen würde. So ist der Internethandel. Unsere Fachkompetenz wird gerne in Anspruch genommen, aber das Geschäft macht dann der Händler mit dem günstigsten Preis.


    Die Variopumpe hat keine hohe Ausfallquote, sondern liegt im unteren Segment, was Reklamationen betrifft.

    Dies wird mir auch vom Importeur bestätigt. Das ist meine Erfahrung die sich nicht auf einer sondern weit über hundert Pumpen stützt.

    Ich bin kein Hellseher, aber wenn sich der Rotor erst schwer und nach der Reinigung leichter drehen lässt, würde ich vermuten dass irgendetwas im Pumpenlager oder im Spalt zwischen Rotor und Topf die Schwergängigkeit erzeugt hat. Ein kleines Teil was nicht unbedingt auffällt.

    Schwimmskimmer mit eingebauter Pumpe sind für größere Teiche zu schwach. Sie haben nur eine Minipumpe und ein kleines Schmutzkörbchen.

    Bei einer Installation des Aktivskimmers im Wasser musst du den Auftrieb durch eine Fixierung des Skimmers verhindern. Ausserdem ist es wichtig, dass du jederzeit leicht und einfach den Skimmer erreichst, damit du ihn reinigen kannst.

    Das Problem liegt eher woanders. Da der Skimmer nicht in der Wand eingebaut ist, schwimmt ein Teil des Oberflächenschmutzes vorbei und sammelt sich hinter dem Skimmer. Dort wird es nicht mehr angesaugt.

    Eine Anmerkung zum "Sonderpreis". Das Preisangebot setzte sich zusammen aus dem Bruttopreis abzüglich 30% Handelsmarge. Ist das unfair?

    Das es speziell bei Aquaforte/Sibo Produkten Angebote im Netz gibt, die unter dem Selbstkostenpreis liegen, liegt auch an einem Rechenfehler den manche Händler machen. Sibo gestaltet die Nettopreise so, dass sie wie Bruttopreise wirken. Nur kleingedruckt steht Preise exklusiv MwSt in der Liste . Im innereuropäischen Handel erscheint die MwSt nicht auf der Handelsrechnung, ich kann aber auch keine Vorsteuer geltend machen. Die Umsatzsteuer beim Verkauf muss ich dennoch abführen. Wenn ich das nicht beachte und mit einer knappen Marge kalkuliere, kann es passieren, dass ich plötzlich unter dem Einkaufspreis liege.

    Den Begriff "Rückspülen" hat eine Franchise Firma für Schwimmteichbau eingeführt. Ein Bezeichnung, die falsche Assoziationen weckt, was aber möglicherweise gewollt war. Poolbesitzer kennen das "Rückspülen" ihres Sandfilters. Dabei wird die Fliessrichtung der Pumpe umgekehrt und das Sandbett aufgerissen. Die eingelagerten Partikel werden ausgeschwemmt. Dazu braucht man eine entsprechend starke Pumpe.

    Der Unterschied zu einem Sandfilter mit 50 Liter Inhalt und einem bewachsenen Pflanzenfilter mit mehreren Kubikmeter Kies liegt auf der Hand. Das kann nicht in gleicher Weise funktionieren.

    Rückspülen im Schwimmteich ist nur ein Teilwasserwechsel. Über den Winter gehen gebundene Phosphate in Rücklösung und organisches Material hat sich zersetzt. Dieses nährstoffkonzentrierte Wasser sammelt sich bodennah und würde im Frühjahr zu einer verstärkten Algenbildung führen. Daher saugt man dieses (stinkige) Wasser über das Wasserverteilsystem ab, bevor man die Filterpumpe in Betrieb nimmt. Das hat nichts mit dem säubern der Verteilerohre oder des Kiesbettes zu tun. Man nutzt das Wasserverteilsystem nur deshalb als Zugang, weil man dort leicht an das bodennahe Wasser herankommt.

    Dafür eignet sich jeder Teichsauger oder eine andere Pumpe die in der Lage ist, das Wasser aus dem Schacht des Wasserverteilsystems abzusaugen.

    Zur Information für Quernheim Castle und alle die mitlesen: wenn der Netzstecker abgeschnitten wird, ist die Gewährleistung erloschen!

    Kein Hersteller akzeptiert das. Die Pumpe würde nicht geprüft, wenn wir sie dem Hersteller einschicken, sondern sofort abgelehnt. Bei einigen Herstellern müssen wir die Vorprüfung auf äusserliche Unversehrtheit übernehmen bevor wir sie einschicken können, aber im Ergebnis bleibt sich das gleich. Da hilft auch kein diskutieren, dass ein Schadensbild ja nicht mit den Stecker zusammenhängen kann. Haben wir alles schon probiert, hilft aber nichts. Ist leider so.


    Wenn du den großen Bogensiebfilter in Kombination mit einer automatischen Wasserzuführung hast, müsste von der Seite alles in Ordnung sein. Trotzdem immer mal das Gitter mit einer Geschirrspülbürste reinigen, wenn dort das Wasser ansteigt.

    Da wir noch keinen vergleichbaren Fehler mit der Pumpe hatten, fällt mir jetzt auch nicht mehr viel ein. Du könntest uns die Steuereinheit einschicken und wir testen mit unserer Pumpe ob es daran liegt.


    Ansonsten würde ich dir eine neue Pumpe oder eine Steuereinheit zum Sonderpreis anbieten. Dazu müsstest du ein Mail an uns schicken. Ich bin aber in der kommenden Woche nur noch am Montag in der Firma und nehme dann meinen dreitägigen Jahresurlaub.

    Einiges wurde ja schon gesagt.

    Da du feststellen konntest, dass die Pumpe teilweise Luft zieht, wird hier die Ursache (oder ein Teil) der Auslösung des Schutzmechanismus liegen. Das ist kein ursächlicher Pumpenfehler sondern die technische Reaktion auf ungünstige Betriebsumstände.

    Bogensiebfilter sind bequem und haben eine hohe Filterschärfe. Aber sie haben auch ihre Eigenarten.

    1. Werden viele flockige Algen, Fadenalgen oder Mulm angesaugt, muss man das Sieb einmal täglich freimachen. Ich nehme dazu eine einfache Geschirrspülbürste.

    2. Nach längerer Betriebszeit kann sich dass Spaltmass des Siebes durch Kalk oder Ablagerungen verringern. Die Wassermenge die durchgeht wird kleiner. Dann mit Kalkentferner einweichen und mit einem harten Wasserstrahl reinigen.

    3. Der Wasserstand bestimmt den Wasserdruck. Bei niedrigem Wasserstand kann unter Umständen nicht genug Wasser nachfliessen, wenn die Pumpe auf einer höheren Leistung steht. Dann hat er Pumpenausgang nur wenig Wasserüberdeckung und es kann sich ein Strudel bilden. Grundsätzlich sind 70% OK, aber das ist immer abhängig vom Wasserstand.

    4. Einige Bogensiebe haben einen Filterkorb am Ansaugstutzen. Wenn dieser verstopft ist, kann es ebenfalls zu Unregelmässigkeiten beim Pumpenlauf kommen.

    5. Möglicherweise wird an irgendeiner Rohrverbindung Beiluft gezogen.

    Vom Fehlerbild würde ich sagen, dass die Thermosicherung der Pumpe anspringt.

    1. Die Pumpe darf nur bis Aussentemperaturen von maximal 35 Grad verwendet werden. Das gilt auch für die Steuereinheit , da die Kühlrippen auf der Rückseite bei 40 ° Aussentemperatur nahezu wirkungslos sind.

    2. Verkalkung wir nicht das Problem sein. Es kann aber passieren, dass die Pumpe über eine Strudelbildung im Bogensiebfilter Luft saugt. Besonders wenn sie unter Vollast gefahren wird. Das bekommt man eventuell nicht mit, führt aber auch zu einer Überhitzung. Das was du als Intervallmodus bezeichnest, könnte solch ein Verhalten sein. Es bildet sich eine Luftblase in der Leitung die hin- und herschiebt und dieses an-abschwellende Geräusch verursacht.

    3. Bei höherem Innendruck im Druckfilter sinkt die Förderleistung der Pumpe. D.H. das Wasser wird nicht mehr so schnell bewegt, wodurch auch die Wasserkühlung im Pumpenkern abnimmt. Wenn jetzt die Leistung hochgefahren wird, um den Gegendruck zu kompensieren, erzeugt dies noch mehr Wärme.


    Vielleicht findest du hier einen Ansatz. Ansonsten kannst du die Pumpe auch an uns einschicken und wir lassen sie hier laufen, um zu prüfen ob sich das Verhalten reproduzieren lässt. Bisher sind keine ähnlichen Fälle bekannt.

    Ich bin da anderer Meinung.

    Ein Neustart würde nur zu einer Wiederholung des bisherigen Ablaufs führen. Du warst schon auf gutem Weg, die Braunfärbung der Schwebealgen zeigte an, dass diese am Absterben sind. Wenn sich die Einfärbung wieder in saftiges grün ändert, müssen Nährstoffe hinzugekommen sein. Soweit logisch. Woher sie kommen ist schon schwieriger zu ermitteln. Füllwasser, Starkregen, eingespültes Oberflächenwasser oder Rücklösungen aus den abgestorbene Algen? Schwer zu sagen.

    Dass du jetzt langsam die Geduld verlierst ist verständlich. Du hast zwei Möglichkeiten, mit denen du keinen Schaden anrichten kannst.

    1. Das Flocculant einsetzen. Dieses Flockungsmittel bringt die einzelnen Algen zum verklumpen, das spezifische Gewicht erhöht sich und die Algen sinken zu Boden. Das Wasser wird klar und du kannst die Bodenschicht absaugen. Ein rein mechanischer Prozess. Ob die Wasserklärung von Dauer ist, wird sich zeigen. Notfalls wiederholen.

    2. Milchsäurebakterien einsetzen. Diese Mikroorganismen arbeiten die Nährstoffe auch im Freiwasser ab. Es gibt damit ganz gute Erfolge bei trübem Wasser.


    Ein Versuch wäre es Wert. Vielleicht fängst du mit dem Flocculant an und sollte die Nährstoffkonzentration weiterhin hoch sein, arbeitest du mit den Milchsäurebakterien nach. Beides findes du im Shop in der Kategorie "trübes Wasser".

    Ein Steinabscheider ist ein reiner Pumpenschutz und kein vollwertiger Vorfilter. Angesaugte Kleintiere haben keine Überlebenschance. Inzwischen haben wir auch wieder den transparenten Vorfilter mit Klappdeckel geliefert bekommen. Dieser lässt sich gut mit dem Tapir 5000 kombinieren.

    In dem Behälter des Dispensers wird ein Algenmittel oder eine Säure eingefüllt und dann die Flecken betupft. Das Mittel kommt also nur direkt auf dem Flecken zum Einsatz. Das ist minimalinvasiv. Natürlich brauchst du dafür nicht das Wasser ablassen, wie kommst du denn auf diese Idee?

    Empfehlungen habe ich nicht. Es geht ja um das experimentieren, was bei welchem Flecken welcher Wirkstoff am besten funktioniert.

    Aufsalzen?

    ich weiss von einem Gartenbauer, der auch ganz begeistert vom Aufsalzen war. Nach einigen Wochen gingen die Mundwinkel nach unten. Die Algen haben sich wieder ausgebreitet und ein weiteres Aufsalzen hat keinen Erfolg gebracht, aber einige Wasserpflanzen gekillt.

    Vorsicht mit Ratschlägen oder Versuchen, die sich nicht oder nur mit großem Aufwand rückgängig machen lassen.

    Ich habe den Dispenser im Shop eingestellt, damit ihr verschiedene Mittel kleinflächig auf ihre Wirkung ausprobieren könnt. Zitronensäure oder Essig bei Kalkflecken, Chlordioxyd (Supertabs) als Konzentrat auflösen, stärkere Algizide (eventuell aus der Poolpflege) gegen Blaualgen. Wenn ihr damit einen Flecken tränkt könnt ihr euch schrittweise an ein Gegenmittel herantasten ohne den gesamten Wasserkörper einzubeziehen.

    An per-erik

    was mir nicht gefällt sind Beiträge, bei den ein mögliches Gesundheitsrisiko heruntergespielt wird. Spekulationen über "was wäre wenn" und "wird schon nichts passieren" behalte bitte für dich.

    Auch wenn ihr mich als Anbieter der Teichschlammsauger für befangen erklären könnt, möchte ich doch etwas zur Meinungsbildung beitragen.

    Gute Impellersauger sind bauartbedingt nicht billig zu haben. Auch wenn es von aussen nur nach einem Elektromotor mit Pumpenvorbau aussieht, sind die inneren Werte entscheidend. Robuste Motoren und ausgesuchte elektronische Bauteile machen den Unterschied aus. Zu sehen ist das nicht. Aber man merkt es. Fragt Kotzbrocken. Er hat den direkten Vergleich eines "preisgünstigen" 12000 Impellersauger und dem Tapir 12000. Er hat meinen gebrauchten Tapir übernommen und ich habe mir wieder einen neuen Tapir gegönnt. Eine winwin Situation.

    Den Dreckspatz haben wir eingeführt, um auch preissensitiven Kunden einen Teichschlammsauger zu einem besseren Einstiegspreis bieten zu können. Durch die Großserienfertigung ist ein Turbinensauger schon im Einkauf günstiger und so konnten wir einen guten Endpreis bilden. Die Nachteile wurden hier z.T. schon angesprochen. Ein Turbinensauger ist naturgemäß laut, sensibel bezüglich der Aufstellhöhe und größerer Schlauchlänge. Die Saugkraft bei niedrigem Unterdruck resultiert aus einer höheren Förderleistung, die ca. 50% über dem Wasserverbrauch des Tapir 5000/6000 liegt.

    Davon abgesehen erfüllt der Dreckspatz seine Funktion und wird auch gut verkauft. Allerdings auch gerne von Besitzern kleiner Teiche, denen im praktischen Gebrauch bewusst wird, das Förderleistung Wasserverbrauch bedeutet. Hier gab es einige Rückläufer (kommen demnächst als Gebrauchte in den Shop), was wir von den Tapir Teichsaugern bisher nicht kannten.

    Darum haben wir den Tapir 5000 neu aufgelegt. Mit etwas geringerer Leistung , Tragegriff statt Fahrgestell und einfacher Ausstattung konnten wir den Kaufpreis senken, ohne an der Qualität der Impellerpumpe Abstriche machen zu müssen. Aber der Dreckspatz bleibt weiterhin unser preisgünstigster Profi Teichschlammsauger.

    Die aktuellen Variopumpen laufen mit 230 V Netzspannung. Die 12 Volt Version ist weiterhin nicht lieferbar.

    12 Volt Pumpen haben nach unserer Erfahrung eine höhere Betriebstemperatur als die 230V Version und sollten nicht trocken aufgestellt werden. Ansonsten riskiert man eine kurze Lebensdauer.

    Da die Bakterien im Kiesfilter Sauerstoff verbrauchen, kann eine zusätzliche Sauerstoffanreicherung des Wasser Sinn machen.


    Aber...


    Damit das funktioniert, benötigt man eine große Kontaktfläche zwischen Wasser und Luft. Das bedeutet einen kräftigen und möglichst feinperligen Luftstrudel. Ich habe Systeme gesehen, da wird ein Tropfschlauch verlegt, durch dessen Löcher einzelne Luftblasen aufsteigen. Wie man auf diese Weise eine signifikante Sauerstoffanreicherung hinbekommen will, ist mir ein Rätsel.


    Grundsätzlich sinkt aber die Aufnahmekapazität des Wassers je wärmer es wird und auch ein Bogensiebfilter hilft durch den Wassersturz bei der Anreicherung.

    In Ruhe lassen bedeutet wirklich IN RUHE LASSEN. Auch nicht keschern. Dadurch werden die abgelagerten Rückstände wieder schön im Wasser verteilt. Nach unserer Erfahrung werden Schwimmteichbesitzer, die ihre Ungeduld nicht unter Kontrolle bekommen, besonders bestraft. Durch das ständige Eingreifen wird die Grünphase nicht verkürzt sondern verlängert. Im Extremfall über Monate.


    Heute werden Filterzonen deutlich kleiner angelegt als früher. Sie brauchen dadurch auch länger bis der Wasserkörper ausreichend nährstoffarm geworden ist. Langfristig sind die kleineren Filterzonen aber stabiler, da sich in ihnen weniger Sedimente anlagern und somit weniger gebundene Nährstoffe in Rücklösung gehen können. Meine Filterzone ist 2x5m und hat ca. 6 Wochen gebraucht bis das System in die Puschen kam. Jetzt ist eine frühjahrsbedingte leichte Trübung nach der Winterpause innerhalb weniger Tage verschwunden und es bleibt die ganze Saison über glasklar. Vorher hatte ich eine große Filterzone, da hat die Grünphase 2 Wochen gedauert, aber nach 1-2 Jahren bekam ich starke Algenprobleme.


    Der Wasserkörper muss ruhen, damit sich die trübenden Schwebstoffe am Boden absetzen können. Eigentlich logisch. Deshalb sollte man keinen Wasserfall anstellen, baden oder sonstwie Bewegung einbringen. Auch nicht mit dem Kescher den Bodenbelag aufwirbeln. Wenn die Grünalgen absterben, werden sie braun. Das ist bei Pflanzen und dazu gehören auch die Algen, normal und erklärt den Farbwechsel der Trübung.


    An Torf,

    an den vielen Antworten hast du gesehen, dass nahezu jeder Schwimmteichbesitzer diese Grünphase durchstehen musste. Das ist nun mal so. Es bringt dich nicht weiter, wenn du alle paar Tage neue Hilferufe aussendest. Das Filterprinzip und auch die technische Umsetzung ist bei allen ähnlich oder sogar gleich. Aber du hast dir einen Naturpool gebaut. Da ist die Technik nur eine Unterstützung natürlicher Vorgänge. Du musst dich damit abfinden, dass die biologischen Prozesse träger ablaufen und sich nicht immer wunschgemäß kontrollieren lassen. Kontrolle bedeutet bei einem Naturteich eher "Selbstkontrolle".