Schwarze Ablagerungen (Pulver) im Schwimmteich

  • Hallo,


    vielleicht kann mir hier jemand einen Rat zu unserem Schwimmteich geben.


    Wir haben das Problem, dass sich immer wieder schwarze Ablagerungen (sehr fein und pulverartig) auf den Steinen im Pflanzenreich bilden. Anbei die Eckdaten des Teichs:

    • Naturpool, Kat.3 (Biotop)
    • Skimmerkreislauf, Carbonator, Bio-Kompakt Filter, Phosphatfilter
    • ca. 80m^2, Wassertiefe im Schwimmbereich 2,3m
    • Schwimmbereich wird regelmäßig vom Roboter gereinigt
    • relativ viele Pflanzen, allerdings viel Seerosen und schilfartige Pflanzen, Unterwasserpflanzen wachsen kaum, sind auch von den schwarzen Ablagerungen belegt
    • mäßiges bis hohes Algenwachstum

    Wasserwerte:

    ph-Wert: 7,2

    Leitfähigkeit: 286

    Trübung: 0,34 (NTU)

    Gesamthärte: 6,8

    Karbonathärte: 6,6

    Ammonium: <0,02 (mg/l)

    Nitrat: <1 (mg/l)

    Chlorid: 19,0 (mg/l)

    Gesamtphosphor: 5,2 µg/l

    Sulfat: 10,0 (mg/l)

    Kalzium: 34 (mg/l)

    Kalium: 5,8 (mg/l)

    Magnesium: 8,8 (mg/l)


    Die Wasserwerte sehen für mich i.O. aus, das Wasser ist auch klar. Laut Biotop ist das Nitrat zu niedrig und sie empfehlen einen Dünger. Das Problem sehe ich aber nicht.


    Die schwarzen Ablagerungen sind wie ein feines Pulver, man kann sie von den Steinen leicht entfernen, sie kommen aber auch nach dem Absaugen bereits nach wenigen Tagen wieder. Fotos lade ich bei mir im Album hoch.


    Hat jemand vielleicht einen Tipp, woher das schwarze Pulver kommt und was man dagegen tun kann.


    Vielen Dank im Voraus! Viele Grüße

    Oensen



  • Evtl. zersetzte Pflanzenreste und Eintrag.

    Wie alt ist der Teich ? Seit wann habt ihr diese Ablagerungen?

    Wurde die Filterkette mal überprüft , gereinigt ,macht der PhosphatFilter noch seinen Job .... Pflanzen mal ausgedünnt , wo kommt das Chlorid her ....

    danke für die Rückmeldung.


    Der Teich wurde vor 2 Jahren neu angelegt.

    Die Ablagerungen waren nach den ersten Wochen da und kamen immer wieder.

    Der Filter wurde Anfang des Jahres gereinigt. Das System an sich wurde von einem Teichbauer überprüft, allerdings konnte der nicht sagen, ob der BioFilter ordnungsgemäß funktioniert. Rein mechanisch ist denke ich alles i.O.


    Wie kann ich den Phosphatfilter überprüfen? Pflanzen werden regelmäßig ausgedünnt. Seerosen ect. wachsen aber sehr schnell nach. Die Unterwasserpflanzen dagegen wachsen kaum, sie werden auch sehr schnell von Ablagerungen und Algen zugesetzt.

    Woher das Chlorid kommt kann ich leider nicht sagen

  • Wenn das Problem schon seit Anfang an besteht hätte man sich da schon

    an denn Erbauer wenden sollen . Aber wie es meist so ist wird da der Kunde dann im Stich gelassen . Naja .

    Ich kenn mich mit dem Biotopsystem jetzt nicht so gut aus . Nitrat würde ich aber erstmal nicht anheben da die gewollten Wasserpflanze ja ansich gut wachsen . Beim Gesamtphospor rechnet man glaube ich mit dem Faktor 3,066 um auf denn Phosphatwert zu kommen . Der Phosphatwert PO4 sollte unter 0,035mg/l . Du hast Pges 5,2 ÷3,066 währe der PO4 bei 1,7mg/l . Wenn meine Rechnung stimmt :/. Sollte das passen würde ich behaupten der Phosphatfilter arbeitet nicht ausreichend. Der Phosphatfilter soll bei dem Biotop glaube ich 1mal im Jahr gereinigt werden und hat eine haltbarkeit von ca. 2 Jahre , danach bindet er kaum noch . Der mechanische filter soll anscheinend min. 2 mal im Jahr gereinigt werden . Biofilter sollten einmal im Frühjahr gereinigt werden , wenn der Teich wieder in Betrieb genommen wird und min. 8-10 Grad Wassertemperatur hat .

    Der Chlorgehalt ist halt amtlich , denn finde ich sehr hoch .

    Wurden schonmal Algenvernichter oder andere Wasserpflegemittel eingebracht ?

  • Dieses "schwarze Pulver" sieht sehr nach dem Zersetzungsprodukt aus, das entsteht wenn Bakterien und Enzyme organisches Material / Algen abbauen. Es findet sich auch in den Kiesschichten und wandert durch die Strömung nach oben. Die Sedimente können unterschiedliche Farbe haben, beige, blassgrün oder grau bis schwarz.


    Der Roboter wird möglicherweise bei der Produktion helfen. Wenn feine Partikel durch die Filterwand gedrückt werden, wird vielleicht der Schwimmbereich "gereinigt", aber in Wirklichkeit verlagert man nur die Verschmutzung in die Kieszone, wo sich die Partikel wieder absetzen. Hier solltest du den Kies zwischendurch mal absaugen, wenn die Mulmschicht zu dick wird. Sonst verschlammt der Bereich.


    Phosphor x 3,066 = Phosphat ergibt bei dir 5,2 x 3,066 = 15,94 statt 0,035mg/L. Das wäre das ca. 450fache des Grenzwertes. Hier solltest du ansetzen.

  • Asche auf mein Haupt. Kotzbrocken hat mich darauf hingewiesen, dass man den Wert noch durch 1000 teilen muss. (Mathe war noch nie meine Stärke) Dann wäre Phosphat bei ca. 0,02. Damit wäre alles im grünen Bereich.

    Und leider fehlt jetzt auch der Ansatzpunkt etwas an der starken Mulmbildung zu ändern.

  • Wenn das Problem schon seit Anfang an besteht hätte man sich da schon

    an denn Erbauer wenden sollen . Aber wie es meist so ist wird da der Kunde dann im Stich gelassen .

    Das ist in der Tat das Problem. Ziel ist natürlich den Erbauer evtl. zum Nachbessern zu Bekommen. Hierfür bräuchte ich am besten einen handfesten Hinweis wo das Problem liegt. Notalls auch ein Gutachten eines Teichbauers ect. Falls jemand hier einen Tipp hat wer so etwas im PLZ-Bereich 9xxxx machen könnte, gerne!

  • Vielen Dank für Eure Hinweise. Ich denke das geht schon in die richtige Richtung!


    Ich habe beim Gesamtphosphor leider nicht die Einheit angegeben. Das wurde in µg/l gemessen, d.h. mit Faktor 1000 sollte es im grünen Bereich sein. Kann man aber vom Phosphor überhaupt ohne weiteres auf Phosphat schließen? Ich denke ich werde hier eine zweite Messung machen, auch zum zeitlichen Vergleich.


    Der Roboter lief in der Tat sehr oft - fast täglich, da sich im Schwimmbereich viele Ablagerungen bilden. Die Ablagerungen im Kies kamen auch sehr schnell wieder - etwa 1 Woche nach Absaugen sah es wieder so aus wie auf dem Foto. Ich habe auch das Gefühl, dass ein großer Teil der Ablagerungen aus dem Sediment aufsteigen.

  • Wird die Kieszone aktiv über einen Wasserverteiler durchströmt, oder beschränkt sich die biologische Filtrierung auf den Bio-Kompaktfilter? Also nur auf die Schwämme in der Filterbox, soweit das aus der Abbildung dieses Filters erkennbar ist.

    im Pflanzbereich befindet sich nur die Wasserauslasdüse des Carbonators, aber eine aktive Durchströmung, z.B. durch Drainagerohre im Substrat gibt es nicht.


    Die Technik ist im Prinzip hier abgebildet:
    Webseite Biotop (direkter Link wurde gelöscht)

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  • Wird durch den Cabonator Kohlendioxid eingeblasen oder ist das aus Marketingsicht nur ein toller Name für einen normalen Belüfter ?

    Könnte es durch Sauerstoff und Chlorid sein , daß du im Füll- und Nachfüllwasser ggfs. Eisen oder Mangan hast, das dadurch auskristallisiert ?

    es wird Luft unter der Erde angesaugt, deshalb denke ich schon Luft mit einem hohen CO2 Gehalt.

  • Dein Filtersystem ist anders aufgebaut als die Filterketten und die Komponenten die wir in unserem Shop anbieten und die die technische Grundlage oder das Filterprinzip der meisten Schwimmteichbauten in diesem Forum bilden.

    Es ist bei unterschiedlichem Systemaufbau kaum möglich, die Ursache biologischer Reaktionen zu ergründen.

    Das führt nur zu Spekulationen und schlimmstenfalls zur unbegründeten Abwertung von Systemen mit denen man sich nicht auskennt.

    Wenn der Erbauer dir nicht weiterhelfen kann, dann kannst du dich vielleicht direkt an den Franchisegeber wenden.

    Grundsätzlich ist es aber so, dass ein biologisches Filtersystem, egal welcher Bauart, für klares Wasser sorgt, aber weder eine Algenbildung noch eine Mulmbildung vermeiden kann. Nur die Ausprägung kann unterschiedlich sein.

    Du könntest mal Biox gegen Mulm aus unserem Shop ausprobieren. Damit kannst du einen Versuch starten die Ablagerungen besser in den Griff zu bekommen.