(Problem mit) Teichpumpe Aquaforte DM Vario

  • Hallo zusammen,

    in meinem Teich werkelt seit 1 1/2 Jahren die o.g. Pumpe (erstanden als Teil des damals erhältlichen Filterstation-Sets mit Bogensieb- und Druckfilter). Ich habe seit Kurzem das Problem, dass die Pumpe ihren Dienst quittiert (Fehleranzeige E4). Nachdem ich sie vom Strom nehme, funktioniert sie wieder für einige Zeit, aber je nach eingestellter Leistung hört sie nach kurzer Zeit (hohe Leistung) bzw. einigen Stunden (70% Leistung) wieder auf. Ich habe vom Problem der Überhitzung / Verkalkung gelesen, aber eigentlich bekommt meine Pumpe nur ordentlich durch Bogensiebfilter gereinigtes Wasser zu essen. Manchmal wechselt sie (bevor sie dann ganz aufgibt) in eine Art Intervallmodus, bei dem sie ausgeht, auf volle Leistung geht (dann auch ordentlich fördert, was im Druckfilter gut zu sehen ist), wieder ausgeht, usw. Nach ein Paar Zyklen stellt sie dann den Dienst komplett ein,

    Kann ich da durch Selbstdiagnose etwas machen? Ist das ein bekanntes Problem (idealerweise mit einem Quick Fix)?

    Die Steuereinheit der Pumpe befindet sich im Vorraum des Saunahauses, wo es (aufgrund der großen südwärts ausgerichteten Fenster) schon einmal 40 Grad werden - ich konnte bisher aber keine Korrelation zwischen der Raumtemparatur und dem Fehlerverhalten finden.

    Vielen Dank für eure Hilfe - ich würde natürlich gerne die Demontage und das Einsenden der Pumpe vermeiden..

    Viele Grüße

    Niko

  • Vom Fehlerbild würde ich sagen, dass die Thermosicherung der Pumpe anspringt.

    1. Die Pumpe darf nur bis Aussentemperaturen von maximal 35 Grad verwendet werden. Das gilt auch für die Steuereinheit , da die Kühlrippen auf der Rückseite bei 40 ° Aussentemperatur nahezu wirkungslos sind.

    2. Verkalkung wir nicht das Problem sein. Es kann aber passieren, dass die Pumpe über eine Strudelbildung im Bogensiebfilter Luft saugt. Besonders wenn sie unter Vollast gefahren wird. Das bekommt man eventuell nicht mit, führt aber auch zu einer Überhitzung. Das was du als Intervallmodus bezeichnest, könnte solch ein Verhalten sein. Es bildet sich eine Luftblase in der Leitung die hin- und herschiebt und dieses an-abschwellende Geräusch verursacht.

    3. Bei höherem Innendruck im Druckfilter sinkt die Förderleistung der Pumpe. D.H. das Wasser wird nicht mehr so schnell bewegt, wodurch auch die Wasserkühlung im Pumpenkern abnimmt. Wenn jetzt die Leistung hochgefahren wird, um den Gegendruck zu kompensieren, erzeugt dies noch mehr Wärme.


    Vielleicht findest du hier einen Ansatz. Ansonsten kannst du die Pumpe auch an uns einschicken und wir lassen sie hier laufen, um zu prüfen ob sich das Verhalten reproduzieren lässt. Bisher sind keine ähnlichen Fälle bekannt.

  • Hallo Per-Erik, Ralf,


    vielen Dank für die schnellen Antworten. Einsenden würde ich die Pumpe nicht gerne (nachdem der Teich vor ein paar Tagen beim 50 l/m² Gewitter ordentlich Oberflächenwasser gekriegt hat, muss er erstmal ganz schön kämpfen wieder klar zu werden..) - allerdings war sie heute morgen wieder auf "E4" (und aus), obwohl ich sie nur noch auf 70% Last laufen lasse und sie dies gestern abend auch noch tat. Temparatur im Raum der Steuereinheit 25 Grad und darunter. Im Rahmen meiner Selbsthilfe hatte ich auch die Zuleitungen sowie den Rotor eingesehen - tatsächlich kein Kalk und keine Fremdkörper dort. Die Sache mit der Luftblase klingt allerdings plausibel - an- und abschwellende Geräusche (und auch den Eindruck, dass die Pumpe zwischendurch leer läuft) hatte ich in der Vergangenheit immer mal wieder. Dann auch beobachtet, dass dort wo die Verteilrohre liegen, manchmal Blasen aufsteigen. Beim von mir beschriebenen Intervallverhalten ging die Pumpe in Abständen aber tatsächlich aus (Anzeige: null Watt) und wieder an.

    Ralf, hast du noch TIpps was ich tun kann, bevor ich abbaue und einschicke?

    @1: wären ggf. Plissees o.ä. vor den Fenstern um Überhitzung des Raumes zu vermeiden. Wie gesagt, ging die Pumpe heute nacht aber auch bei "kühlerem" Raum in den Fehlerstatus

    @2: was kann ich gegen Luftblase / Strudelbildung tun?

    @3: der Druckfilter zeigt bei mir maximal 0,05 bar an - das dürfte vermutlich nicht zu viel sein...


    Generelle Frage: was wäre denn eine empfohlene (Dauer-)Lasteinstellung für die Pumpe bei einem 100qm / 100 m³ Teich? Besser Dauerbetrieb oder Intervall (6 Std. an / 6 Std. aus usw.)?

  • Es hat nichts mit der Größe des Teichs zu tun, sondern damit, wie viel Wasser unten am BSF abgepumpt werden muss.

    Hast du mal, wenn die Pumpe mal wieder unfreiwillig in Intervallbetrieb geht, unten im BSF nachgesehen, ob sie da Luft zieht? Wenn ja, Leistung reduzieren.

    Die Steuereinheit mal versuchsweise abmontieren und auf den kühlen Boden (oder eben so tief wie möglich) legen. Oder mal einen Tag lang mit einem Ventilator kühlen.

  • Welchen Bsf hast du verbaut ? Gibt es einen schwimmkörper unter dem Spaltsieb der ein Wehr oben bewegt ? Dann muss evtl. in denn schwimmkörper etwas mehr Wasser. Der Wasserstand unten im Bsf steigt dann an und die Gefahr das Luft angesaugt wird sinkt .

    Ausserdem sollte der Ansaugpunkt unten im Bsf im beruhigten Wasserbereich sein .

    Evtl. hat dein Bsf auch eine andere Einstellmöglichkeit um die max. Durchflussmenge zu verstellen . Müsste man wissen welchen du hast.

    Wenn so ne Pumpe trocken aufgestellt ist fehlt von aussen schon die Kühlung und wenn die dann noch ab und an Luft zieht wird die evtl. zu warm und irgendein schutzschalter löst aus .

    Die Pumpe sollte 24h durchlaufen wenn du Verteilerrohre in einem Kiesfilter hast . Die richtige Wassermenge hängt dann hauptsächlich von der grösse des Kiesfilter ab . Pro m² sagt man ca. 500l/h .

    Manche sagen auch so ca. 2 mal am Tag das komplette Volumen.

    Evtl. kommt dann noch ein Wasserfall dazu .

  • Einiges wurde ja schon gesagt.

    Da du feststellen konntest, dass die Pumpe teilweise Luft zieht, wird hier die Ursache (oder ein Teil) der Auslösung des Schutzmechanismus liegen. Das ist kein ursächlicher Pumpenfehler sondern die technische Reaktion auf ungünstige Betriebsumstände.

    Bogensiebfilter sind bequem und haben eine hohe Filterschärfe. Aber sie haben auch ihre Eigenarten.

    1. Werden viele flockige Algen, Fadenalgen oder Mulm angesaugt, muss man das Sieb einmal täglich freimachen. Ich nehme dazu eine einfache Geschirrspülbürste.

    2. Nach längerer Betriebszeit kann sich dass Spaltmass des Siebes durch Kalk oder Ablagerungen verringern. Die Wassermenge die durchgeht wird kleiner. Dann mit Kalkentferner einweichen und mit einem harten Wasserstrahl reinigen.

    3. Der Wasserstand bestimmt den Wasserdruck. Bei niedrigem Wasserstand kann unter Umständen nicht genug Wasser nachfliessen, wenn die Pumpe auf einer höheren Leistung steht. Dann hat er Pumpenausgang nur wenig Wasserüberdeckung und es kann sich ein Strudel bilden. Grundsätzlich sind 70% OK, aber das ist immer abhängig vom Wasserstand.

    4. Einige Bogensiebe haben einen Filterkorb am Ansaugstutzen. Wenn dieser verstopft ist, kann es ebenfalls zu Unregelmässigkeiten beim Pumpenlauf kommen.

    5. Möglicherweise wird an irgendeiner Rohrverbindung Beiluft gezogen.

  • vielen Dank für die vielen Hinweise, denen ich gerne "Schritt für Schritt" nachgehen würde bzw. teilweise habe ich dies schon getan. Allerdings befürchte ich, dass ich um die Demontage der Einheit und fachmännische Inspektion nicht herumkomme, da die Pumpeinheit seit gestern morgen komplett den Dienst quittiert hat. Auch eine Ventilation der Steuereinheit (der Raum war heute morgen auf 20 Grad "runtergekühlt") half nicht weiter.

    Da die Pumpe seit über einem Tag stillsteht und auch die Steuereinheit ebenso lange stromlos war, kann man eine Überhitzung wohl ausschließen. Wenn ich die Steuereinheit unter Strom setze, läuft die Pumpe kurz an (mal schafft sie es bis 30W, mal bis 90W), fährt dann aber sofort wieder runter und geht in "ER04"). Ich habe gestern / heute nicht noch einmal nachgeschaut, aber vor ein paar Tagen (als die Pumpe auch schon das erratische Verhalten zeigte) war mit dem Zulauf alles in Ordnung und der Rotor sah blitzeblank und frei aus).


    Zur wohl notwendigen Demontage / Einsendung noch die Frage an den Verkäufer (=Ralf), ob es ok ist, wenn die Anschlüsse nicht mehr original sind? 2 Thematiken:

    1) Die Steuereinheit ist nicht über den ursprünglichen Netzstecker am Netz, sondern hängt direkt an der Sicherung im Sicherungskasten - das könnte ich auch nicht mehr "heilen", höchstens einen Ersatz-Netzstecker an die Litzen schrauben

    2) Die Verbindung Steuereinheit zur Pumpe geht durch ausgeschäumte Durchführungen und ist (fürchte ich) nicht in leichtgängigen Leerrohren gelegt, so dass ich am liebsten diese Leitung pumpennah durchtrennen würde (ich hatte ohnehin vor, dort einen wasserichten 4poligen Stecker anzubringen, um die Pumpe separat ausbauen zu können). Falls das (gewährleistungsmäßig) ein No-Go wäre, könnte ich mit etwas Gefrickel die Leitung aber wohl wieder rausbekommen.


    Falls es eine Alternative wäre, eine andere Steuereinheit auszuprobieren (ich habe sehr den Verdacht, dass es an dieser liegt), würde ich das gerne tun.


    Nicht ganz verstanden habe ich übrigens, was nun ultimativ bestimmt, was die "richtige" Pumpleistung ist und was ein "guter" Wasserstand im BSF. Ich hatte gedacht, dass die Pumpleistung quasi frei wählbar ist (solange der Ansaugquerschnitt groß genug ist - bei mir definitiv der Fall mit 1x Wandskimmer, 1x Kiesskimmer, 1x Wandablauf) und es daher nicht sein kann, dass eine zu hohe Pumpleistung den BSF zu sehr "leersaugt" - es sei denn, mit der Einstellung der schwimmenden Trennwand stimmt etwas nicht (wobei ich bis zu Landwirts Post gar nicht wusste, dass da überhaupt etwas einstellbar ist). Tatsächlich war es bei mir so, dass der Wasserstand im BSF immer mal schwankte zwischen "halb gefüllt" und "fast das ganze Bogensieb freiliegend". Das waren aber immer Zustände, wo das System die letzte Saison ruhig und ohne zu murren auf 100% Pumpleistung durchgearbeitet hat - egal ob ich mal nur einen Skimmer offen hatte, zwei oder alle drei Öffnungen. Der Wasserstand in meinem Teich ist übrigens mittels einer automatischen Nachfüllung auf ca. +/- 5cm eingestellt (Überlaufniveau vs. Nachfüllung springt an)

  • Wenn die Pumpe jetzt komplett ihren Dienst quittiert , kann man nicht mehr testen. Ich hätte sonst gesagt, die Pumpe ausbauen und in eine Wanne mit Wasser packen und gucken was passiert. Dann hätte sie nämlich genug Wasser.

    Was hast du denn für einen BSF? Kann mich düster erinnern, daß es so ein XXL Ultrasieve war !

  • Zur Information für Quernheim Castle und alle die mitlesen: wenn der Netzstecker abgeschnitten wird, ist die Gewährleistung erloschen!

    Kein Hersteller akzeptiert das. Die Pumpe würde nicht geprüft, wenn wir sie dem Hersteller einschicken, sondern sofort abgelehnt. Bei einigen Herstellern müssen wir die Vorprüfung auf äusserliche Unversehrtheit übernehmen bevor wir sie einschicken können, aber im Ergebnis bleibt sich das gleich. Da hilft auch kein diskutieren, dass ein Schadensbild ja nicht mit den Stecker zusammenhängen kann. Haben wir alles schon probiert, hilft aber nichts. Ist leider so.


    Wenn du den großen Bogensiebfilter in Kombination mit einer automatischen Wasserzuführung hast, müsste von der Seite alles in Ordnung sein. Trotzdem immer mal das Gitter mit einer Geschirrspülbürste reinigen, wenn dort das Wasser ansteigt.

    Da wir noch keinen vergleichbaren Fehler mit der Pumpe hatten, fällt mir jetzt auch nicht mehr viel ein. Du könntest uns die Steuereinheit einschicken und wir testen mit unserer Pumpe ob es daran liegt.


    Ansonsten würde ich dir eine neue Pumpe oder eine Steuereinheit zum Sonderpreis anbieten. Dazu müsstest du ein Mail an uns schicken. Ich bin aber in der kommenden Woche nur noch am Montag in der Firma und nehme dann meinen dreitägigen Jahresurlaub.

  • Hi Ralf, vielen Dank für die Erklärung (verstanden - leider hat die Kombi aus Gartenbauer und Elektriker ein paar Entscheidungen getroffen, die ich nicht verstehe, z.B. warum man sich an der Stelle eine Aufputzsteckdose gespart hat...) und das Angebot - auf das ich wahrscheinlich zurückkommen werde, obwohl die Bastelei heute morgen eine neue Erkenntnis gebracht hat: inspiriert von Kotzbrockens Testidee, habe ich die Pumpe ausgebaut, trocken neben den Schacht gestellt und den Controller (auf 30%) eingeschaltet - und siehe da, die Pumpe schnurrt wie ein Kätzchen. Nochmal alle Zuführungen geprüft, inkl des "Sammelrohres" im BSF - was nicht ganz einfach war, da der lange Schenkel des L-Stückes in den schwer einsehbaren Bereich unterhalb der Vorkammern ragt und ich aufgrund der Enge im Schacht das L-Stück nicht herausbekomme. Mit etwas Gedrehe und Anhaben der schwimmenden Trennwand konnte ich aber auch das (schräg abgesägte, kein Filterkorb o.ä. dort) Ende sehen. Ich bin 99% sicher, dass keine Behinderung der Wasserzuführung vorliegt. Ich dachte, naja vielleicht musste sich die Pumpe wieder freidrehen oder so. Alles wieder eingebaut, Wasser reingurgeln lassen, Controller ein: nach wenigen Sekunden wieder "ER04". Kann es sein, dass die Pumpe kein Wasser mehr mag?!

    Ein paar "Analysefotos" anhängend.


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  • Ich habe da was ähnliches. Obwohl meine Pumpe im Teich in ca. 60 cm Wassertiefe liegt, schafft sie es gelegentlich, durch den Skimmer (Standskimmer) Luft anzusaugen (ich vermute, das geschieht aufgrund von Schaumbildung, wenn der Skimmerkorb zu voll ist). Wenn das Pumpenrad dann frei läuft, schaltet die Pumpe natürlich ab.

    Um diese Luft da raus zu bekommen, habe ich bisher zwei Möglichkeiten entdeckt:

    - Die Verschraubung an der Pumpe lösen und die Luft kann wegblubbern.

    - Den Skimmerkorb rausnehmen und mehrmals mit einem Pömpel mit Schwung Wasser in das Rohr drücken.

    In beiden Fällen muss ich Baden gehen...

    In wie weit sowas bei dir möglich ist, hängt natürlich von der Einbausituation ab. Aber evtl. kannst du direkt nach oder vor deiner Pumpe ein Entlüftungsventil in Betracht ziehen...?

  • Per-Erik, du hast aber keine Filterkammer, oder? Wenn eine solche im Kreis vor der Pumpe im Einsatz ist, kann ja keine Luft aus dem Skimmer bis zur Pumpe gelangen - das geht nur wie von Ralf beschrieben ab der Ansaugstelle in der Filterkammer.. Und bei mir scheint Luft ja nicht das problem zu sein - in Luft "pumpt" die Pumpe prima, nur im Wasser nicht...

  • Also erstmal ein Statement zu deiner Pumpe 😳. Was hast du denn mit der gemacht, im Sandwerk aufgestellt , die sieht ja aus als wenn die 20 Jahre alt ist. Aber es kommt auf die inneren Werte an. Hast du die mal aufgeschraubt , was innen so abgeht? Von außen sieht der Propeller ja gut aus. Ich frage, da ich mal einen Gelbrandkäfer in der Pumpe hatte und diese auch gelegentlich blockierte. Aber bitte aufpassen, wie alles verbaut ist ( Dichtung , Wellenführung ) .

    Kann ja sein das irgendwas hinter dem Flügel hängt oder sie ist verkalkt .

  • Per-Erik, du hast aber keine Filterkammer, oder? Wenn eine solche im Kreis vor der Pumpe im Einsatz ist, kann ja keine Luft aus dem Skimmer bis zur Pumpe gelangen - das geht nur wie von Ralf beschrieben ab der Ansaugstelle in der Filterkammer.. Und bei mir scheint Luft ja nicht das problem zu sein - in Luft "pumpt" die Pumpe prima, nur im Wasser nicht...

    Nein, meine System ist ganz anders aufgebaut:

    - Standskimmer,

    - ca. 2m 2" Schlauch, annähernd waagerecht in 60 cm Tiefe,

    - Pumpe, im Teich, in 60 cm Tiefe

    - ca. 3m 2" Schlauch, aufsteigend,

    - Trommelfilter oberhalb der Wasserlinie,

    - Rückführung in den Kiesfilter per Schwerkraft.

    Man sollte jetzt meinen, dass da gar keine Luft bis zur Pumpe gelangen kann, oder, falls irgendwie doch, sollte sie von alleine in Richtung Trommelfilter wegblubbern. Trotzdem ist es schon das eine oder andere mal vorgekommen, dass die Pumpe wegen Lufteinschluss abgeschaltet hat.


    Bei dir sieht das ganz anders aus, du hast einen BSF unterhalb der Wasserlinie. Natürlich kommt die Luft bei dir nicht vom Skimmer, sondern vom BSF, wenn dort der Durchfluss irgendwie limitiert ist oder sich Schaum gebildet hat. Der Effekt ist aber dann der selbe wie bei mir - die Pumpe schaltet ab!

  • Also erstmal ein Statement zu deiner Pumpe 😳. Was hast du denn mit der gemacht, im Sandwerk aufgestellt , die sieht ja aus als wenn die 20 Jahre alt ist. Aber es kommt auf die inneren Werte an. Hast du die mal aufgeschraubt , was innen so abgeht? Von außen sieht der Propeller ja gut aus. Ich frage, da ich mal einen Gelbrandkäfer in der Pumpe hatte und diese auch gelegentlich blockierte. Aber bitte aufpassen, wie alles verbaut ist ( Dichtung , Wellenführung ) .

    Kann ja sein das irgendwas hinter dem Flügel hängt oder sie ist verkalkt .

    naja, ein Reinraum ist mein Pumpenschacht ohnehin nicht - manchmal tummeln sich da schon einmal für ein paar Tage verirrte Frösche und Libellenlarven bzw. bei der BSF-Reinigung wird gekleckert. Die Sandsturm-Anmutung kommt aber vom bereits erwähnten Starkregen neulich, bei dem sich zuerst der halbe Rasen in einen Zweitteich verwandelte, dieser die Mähkante und die Kapillarsperre überwand und damit wohl den Überlauf des Teiches vollends überfordert hat -- d.h. das Wasserniveau im Teich war an die 10cm über Überlauf und damit war auch im Filterschacht land-unter.


    Aufgeschraubt habe ich die Pumpe heute tatsächlich, aber wie das Foto denke ich zeigt, sieht sie von innen tiptop aus - bis auf die leichte (und weiche) Schmodderschicht auf der Plastikscheibe rechts. Aber was Hartes / Kalk ist da nicht und die Welle kann sich auch frei drehen.


    2389-a7eff0bf-large.jpg

    Bei dir sieht das ganz anders aus, du hast einen BSF unterhalb der Wasserlinie. Natürlich kommt die Luft bei dir nicht vom Skimmer, sondern vom BSF, wenn dort der Durchfluss irgendwie limitiert ist oder sich Schaum gebildet hat. Der Effekt ist aber dann der selbe wie bei mir - die Pumpe schaltet ab!

    Dass da zwischendurch mal etwas Luft drinnen war, glaube ich ja auch. Aber nicht, dass diese unmittelbar ursächlich für mein Problem ist. Wie gesagt - in freier Luft arbeitet die Pumpe (habe ich natürlich nicht im Dauerlauf getestet, aber so eine halbe Minute), mit Wasser gefüllt schaltet sie dann sofort wieder ab. Meine laienhafte Vermutung ist also, dass es tatsächlich an der Steuerelektronik liegt, die irgendwie hyper empfindlich geworden ist (Pumpe muss gegen Wasserdruck arbeiten - Steuerung denkt "oh da ist aber zu viel Last dran"). Keine Ahnung, wo das herkommen kann - wie im Bild zu sehen schaut die Pumpe doch (zumindest von innen :-) ) gut aus, und im gekapselten elektrischen Bereich ist ja nicht viel, was kaputt gehen kann... Und extra ärgerlich, dass ich die Gewährleistung abgeschnitten habe.


    @Ralf: ich schreibe dir dazu auch noch separat, aber vor dem Hintergrund der Situation wäre es für mich am besten, wenn du mir ein komplettes Set (Pumpe & Controller) schicken könntest. Ich schaue dann, welches Teil der Übeltäter war (meine Wette: der Controller) und schicke die ggf. überzählige Komponente zurück. Bitte noch einen Hinweis, sollte ggf. die Gefahr bestehen, dass ein defekter Controller einer intakten Pumpe schadet oder umgekehrt - dann wird es natürlich nicht so leicht mit dem partiellen Testen. Ansonsten würde ich als erstes nur den Controller austauschen und schauen, was passiert. Es wäre super toll, wenn du das am Montag (vor deinem vermutlich eher dreiwöchigen als -tägigen Urlaub :-) ) machen könntest, denn mein Teich wird bei aktuell 26 Grad Wassertemperatur zum Brutkasten und die Fadenalgen scheinen der Haupt-Nährstoffverwerter zu sein. Täglich käschere ich einen Maurerkübel von dem Schleim aus dem Wasser - und die Familie drängt :-/


    PS zu deinem Hinweis, dass u.U. der BSF täglich gewartet werden muss: das sollte auch irgendwo größer draufgedruckt werden, dann hätte ich meinen Pumpenschacht nicht mit einem schweren Metalldeckel verschlossen, den ich mühsam hochhebeln muss, sondern mit einer automatischen Schiebetür aus Glas :-)

  • Sieht eigentlich ganz gut aus. Hab mal ein wenig gegoogelt , da gab es nur Probleme mit Gegendruck , daß die Pumpe nicht fördert sondern nur im eigenen Saft läuft. Aber dein System nach der Pumpe ist frei, nicht das da irgendwo der Fehler steckt.

    Ich würde sie wirklich mal ins Wasser stellen und einfach laufen lassen um zu gucken ob sie da auch zicken macht.

  • Sieht eigentlich ganz gut aus. Hab mal ein wenig gegoogelt , da gab es nur Probleme mit Gegendruck , daß die Pumpe nicht fördert sondern nur im eigenen Saft läuft. Aber dein System nach der Pumpe ist frei, nicht das da irgendwo der Fehler steckt.

    Ich würde sie wirklich mal ins Wasser stellen und einfach laufen lassen um zu gucken ob sie da auch zicken macht.

    hab ich gemacht (ist ja noch hell und Frau außer Haus..).


    Protokoll:

    Zuerst wollte sie (in Luft) gar nicht. (0 Watt, 4 Watt, ER04)

    Beim ca. 5. Aus- und wieder Einschalten lief sie wieder. Paar Sekunden laufen lassen.

    Dann in den gefüllten Maurerkübel gestellt (nach Entsorgung des dort zwischengelagerten Algenschleims). SIe lief fleißig (über 100 W trotz 30% Einstellung). Konnte sogar das Phänomen der über Strudel eingesaugten Luft beobachten - störte die Pumpe aber nicht weiter.

    Dann mal probeweise auf höheren %-Wert stellen wollen, woraufhin nach kurzer Zeit wieder ER04 kam.

    Danach ließ sie sich nicht mehr zum Laufen bringen, weder im noch außerhalb des Wassers.


    Ich habe nun gar keine Hypothese mehr, was da passiert sein kann - außer dass ein Elektronik-Bauteil spinnt.


    Eine Frage noch (insb. an Ralf): Wenn ich dann, hoffentlich in wenigen Tagen, wieder ein funktionierendes Pumpensystem habe, sollte ich dann vorher rückspülen? Das System stand dann für gut eine Woche komplett, und lief die Tage vorher auch nur stundenweise..