Naturpool geplant

  • Hallo zusammen!


    Frisch im Forum angemeldet möchte ich uns kurz vorstellen. Als 5-köpfige Familie (inkl. Hund Felix) leben wir auf dem Dorf am Südrand der Lüneburger Heide und möchten uns gerne einen Naturpool anlegen.


    Grundsätzliche Entscheidungen sind schon gefallen:

    rechteckiger Schwimmbereich mit ca. 8,5 x 4,5 Metern Schwimmfläche, 1-Topf-System, wobei an einer kurzen Seite und einer halben langen Seite der Regenerationsbereich mit etwas "Ufergestaltung" angelegt werden soll. Größe der Regenerationszone ca. 20%


    Folgende grundsätzliche Fragen hätte ich an euch erfahrene Teichbesitzer und würde mich freuen, wenn ihr uns etwas Hilfe in Form von Antworten und Meinungen zukommen lassen würdet.


    - Der Skimmer soll natürlich in die Wand in der Hauptwindrichtung eingebaut werden. In diesem Bereich ist auch die Regenerationszone geplant. Ist das möglich oder nicht so glücklich geplant? Schließlich wird dann nicht der ganze Teich durchströmt und der Skimmer saugt unter Umständen wieder gleich das frisch gefilterte Wasser an.

    -Müssen Skimmer und Bsf direkt vor der Pumpe in einem gemeinsamen Schacht untergebracht sein oder lässt sich das auch räumlich in 2 Schächte aufteilen und so die einzelnen Schächte kleiner gestalten?

    -Ich habe mehrfach gelesen, dass aus Sicherheitsgründen die elektrischen Installationen 2 Meter vom Wasser entfernt sein müssen. Wie lässt sich das realisieren, wenn doch der Pumpenschacht mitten in der Regenerationszone sitzt? Oder erfüllt der Schacht durch die Betonbauweise eine sichere Abgrenzung?

    -Es soll ein Quellstein eingebaut werden. Dieser wird durch das vorgefilterte Wasser direkt über die Pumpe versorgt. Sehe ich das richtig?

    -Manche sprechen von einem Sumpf als Regenerationsbereich zur Vermeidung von Fadenalgen. Hat man da nicht sehr viel mit Verdunstung aufgrund der Kapillarwirkung zu kämpfen?

    - Der Übergang zwischen Regenarionsbereich und Schwimmbereich soll möglichst flach sein. Wie weit sollte die Begrenzungsmauer unter der Wasseroberfläche liegen?


    Um Eure Geduld als Neuling hier nicht über Gebühr zu strapazieren, höre ich an dieser Stelle erst einmal mit Fragen auf ;) und danke euch schon mal für eure Hilfe


    Gruß

    Thomas

  • Hallo Thomas,


    bin kein Profi und selber grad erst im Bau. Trotzdem geb ich mal meine Senf dazu.

    1. Meiner Meinung nach hast du selber schon geschrieben, warum nicht. Ich hätte jedenfalls eher am anderen Ende die Regenerationszone geplant aus eben den Gründen.

    2. Das sollte meiner Meinung nach gehen. Ich frage mich aber nach dem Sinn. Ich denke, du musst dich im Technikschacht auch bewegen können. Da sind Kanalrohre drin und so weiter. Der ist tiefer als 1 Meter. Von oben im Liegen kommst du ja unten gar nicht ran.

    3. In der Schweiz sind die Regelungen glaube etwas anders. Dort darf innerhalb eines gewissen Radius keine Steckdose sein. Eine festverdratete Installation ist hingegen nicht unbedingt ein problem. Dennoch werde ich das Kabel der Pumpe aus dem Technikschacht raus in den Carport führen. Wie die Regelungen in Deutschland sind weiss ich nicht. Ich würde schauen, wie es die anderen gemacht haben.

    4. Da hilft dir der Ratgeber bei der Planung.

    5. Kann ich mir nicht vorstellen. Es ist ja Kies, der über der Oberfläche liegt.

    6. Ich habe meinen jetzt 30cm unter Wassermax geplant. Hier hätte ich auch gerne noch mehr Antworten.


    Gruss

    WipWap

  • Hallo WipWaP!


    Danke für deine Antworten!


    1. Der Grund ist halt, dass die Windrichtung mit der eigentlichen Gartengestaltung kollidiert und der Skimmer leider dann auf der gleichen Seite wie die Regenerationszone liegt. Vielleicht sagt ja auch noch jemand, dass die Windrichtung gar nicht sooo wichtig ist. Bei freier Entscheidung hätte ich das gegenüberliegend geplant, wie ja eigentlich üblich.


    2. Woher willst du denn wissen wie lange Arme ich habe?8o Im Ernst: Auch da ist der Grund die Lage des Skimmers. Dann würde ich dort nur den Skimmer in der Wand verorten und die Technik weiter weg unterbringen. Habe aber die Bedenken, dass mir das, noch nicht durch einen Vorfilter gelaufene Wasser dann irgendwann die Leitung zusetzt.


    6. 30 cm wären super. Gerne auch noch weniger, wenn es technisch sinnvoll ist

  • Also nur den Skimmer im eigenen Bereich? Von da aus dann mit ner 110er Leitung rüber in den anderen Bereich? Und eine Tiefenansaugung auch direkt zum BSF nur in den zweiten Raum?


    Denke ja. Könnte man machen. Dann kann der erste Raum auch entsprechend kleiner sein - musst halt trotzdem noch die KG Rohre handeln können. Frage: Wie weit ist der 2. Raum entfernt?

  • Ok, kann ich nichts dazu sagen. Das Wasser ist ja ungefiltert. Ich denke, in dem langen Rohr wird sich Schlamm ablagern an den du dann nicht mehr oder nur schwer rankommst. Kannst du die Rohre so verlegen, dass du nachher noch dran kommst?

    Vielleicht eine Rinne mit Deckel?

  • wipwap Hab jetzt, glaube ich, doch eine andere Möglichkeit gefunden.


    Kann mir vielleicht jemand beantworten, ob man die Rohre beim Bioflow im 90Grad-Winkel zueinander vom Schacht aus verlegen kann? Also die Hälfte der Rohre in die eine und die andere Hälfte in die andere Richtung? Weiterhin habe ich gelesen, dass die Länge der Rohre maximal 10 Meter betragen darf. Ist damit die Gesamtlänge aller Rohre oder die Länge pro Rohr gemeint?

  • Guckst du hier : https://gartenlagune.com/medien/info-bioflow.pdf

    Du kannst alle möglichen Varianten mit dem Bioflow bauen, gerade so wie es die Gegebenheiten erfordern. Die Länge von 10 m ist auf eine Rohrlänge bezogen.

    Nur du solltest einen Bioflow Turm nicht überfordern, ist halt abhängig von Teichgröße, Pumpenleistung und Gesamtlänge der verbauten Rohre. Muß man halt abwägen, ob einer kurz vor Limit steht , oder man setzt einen zweiten und verbindet diese .

  • zu Deiner Skizze 2: Der Quellstein wird direkt von der Pumpe gespeist Bei dem BSF musst Du berücksichtigen, dass Du immer ein "Plätschergeräusch" hörst. Evtl. Ist das an der Terasse irgendwann störend...

    Die Mdule BSF und Pumpe findest Du im Shop...

  • Guten Morgen und einen schönen Sonntag euch allen! Mitte Juni solle der Bagger bei uns anrollen, sobald der Bauer das Feld hinter unserem Haus abgeerntet hat. Anders kommen wir mit großem Gerät schlecht in unseren Garten.

    Ein paar Fragen hätte ich noch an euch und wäre dankbar, wenn ihr mir eure Meinung/Erfahrungen dazu mitteilen könntet.


    Ich habe davon gehört, dass einige Teichbauer zwei Skimmer einbauen, falls die Windrichtung wechselt. Wie seht ihr das?
    Schalsteine aus Styropor haben ja eine bessere Dämmwirkung als Betonsteine und lassen sich leichter verarbeiten. Hat das von euch schon mal gebaut mit solchen Steinen?

    Hatte mir überlegt, dass die Bodenplatte mit 20 cm ja relativ dünn ausfällt. Das könnte doch auch ein Estrichleger übernehmen und kein Betonbauer. Habt ihr da Erfahrungen?

  • Ein Skimmer in Hauptwindrichtung ist völlig ausreichend.

    Styroporschalsteine sind ok, aber halt auch teurer. Und eine Dämmung der Wände braucht man nicht. Hauptsächlicher Wärmeverlust findet nach oben statt.
    Wir haben unsere Bodenplatte für die Gartensauna selbst errichtet, uns hat mein Schwiegervater geholfen, er war Maurermeister (vor x-Jahren)...

    Wenn sich dein Estrichverleger das zutraut, warum nicht?

  • eine Bodenplatte kannst Du auch mit ein wenig handwerklichenGeschick und Helfern selbst herstellen. Wenn Du natürlich jemanden dabei hast, der sich damit auskennt (Estrichmann) ist es besser. Folie rein, Bewehrung mit Abstand legen, Beton rein rütteln und mit dem Schwabbelbrett glätten....

    Ich war zu zweit und habe den Beton mit der Pumpe eingebracht.