Filtererweiterung- Druckfilter

  • Hallo,


    ich habe vor ca 7 Jahren einen Schwimmteich mit den Komponenten der Firma Glenk gebaut.


    Der Filter ist der Skimmerfilter mit Wandeinbau Skimmer. Da der Reinigungsaufwand relativ groß ist, werde ich den Filter erweitern.


    An den bestehenden Filter( Filtermaterial wird entfernt), soll an die Anschlüsse ein Bogensiebfilter angeschlossen werden. Sowohl Skimmerfilter und Bogensiebfilter haben je zwei Ein-/ Ausgänge für 110 KG Rohre. Reicht ein KG Rohr als Verbindung oder würdet ihr zwei anschließen?


    Eigentlich war geplant für die Feinfilterung den Druckfilter mit Filterballs anzuschliessen. Den Filter gibt es hier leider nicht mehr. Habt ihr eine Idee als Alternative?


    Welchen Druckfilter könnte man sonst verwenden, worauf muss man achten oder sind Tonnenfilter mit verschiedenen Filtermedien eine Alternative?


    Wäre echt super, wenn jemand eine Idee für die Feinfilterung hätte?


    Vielen Dank und beste Grüße!

  • Hallo,

    der Druckfilter ist beim neuen Bioflow nicht mehr erforderlich. Hier hast du die Möglichkeit durch die Filterstrümpfe eine Filterschärfe von 0,1 mm zu erreichen. Das ist vollkommen ausreichen für den Kiesfilter und kostengünstiger.

    Der zweite Anschluss am BSF ist z.B. für eine Tiefenansaugung oder zweiten Skimmer. Es reicht also ein Rohr vom Skimmer.

  • Es gibt zwar noch Druckfilter, die sind aber von der Bedienbarkeit etwas umständlicher, da sie ursprünglich für Sand ausgelegt sind. Hintergrund ist der, das die Filtermedien heraus geholt werden müssen und nicht im Filter gespült werden.

    Am besten Herrn Glenk kontaktieren, er kann dir sagen was am Lager vorhanden ist.

  • In einem Beadfilter schwimmen ja die BioFilterelement umher und er wird normal von unten nach oben durchströmt.

    Du sucht ja nach einer Mechanischen Filterung. Im Prinzip kann man einen Sandfilter hernehmen für die aqualoons. Bei manchen Sandfilter kannst du die direkt nutzen , manche musst du evtl. etwas anpassen um Aqualoons einzusetzen.

    Je Grösser der Behälter bzw. die Filterfläche je Grösser die Standzeit.

  • Es wird für unseren Gartenlagunen-shop einen Hydroclear Filterbaustein mit einem speziellen Aqualoon Druckfilter geben. Dieser ist aber für den Einsatz mit Pool Pflegemitteln, also im gechlorten Umfeld gedacht.


    Ich glaube es bestehen hier völlig falsche Vorstellungen. Jan-Peter hat den Beitrag gestartet, weil ihm der Reinigungsaufwand der Bürsten und Schwämme des Skimmerfilters zu hoch ist.


    Hast du gedacht, das wird mit einem Aqualonfilter weniger? Den Wartungskomfort kannst du mit einem Bogensiebfilter verbessern, aber nicht mit einem Aqualoonfilter. Dieser hat den Vorteil einer besonders hohen Filterschärfe von 5 mµ, die du aber nicht brauchst, da das Wasser durch den biologischen Filter klar wird. Nicht durch einen mechanischen Filter wie im Swimming Pool. Kotzbroken hat schon in mehreren Beiträgen darauf hingewiesen, dass man diese hohe Filterschärfe für Schwimmteiche nicht benötigt. Hier geht es nur um eine ausreichende Vorreinigung.


    Kommen wir zum Nachteil der Aqualoonfilter. Im Sommer kann es zu Problemen mit auftreibenden Algenpolstern kommen. Je feiner der Filter, desto schneller setzt er sich zu. Wenn du jetzt einfach einen Sandfilter mit Aqualoon Bällen füllst, kannst du mit etwas Pech jeden Tag dabei gehen, den Filter aufschrauben, die veralgten Bälle von Hand herausnehmen und reinigen. Ansonsten würde der Filter dicht machen und es käme kaum noch Wasser im biologischen Filter an. Du hättest unter dem Strich mehr Reinigungsaufwand als mit dem Skimmerfilter, ohne einen nennenswerten Vorteil.


    Ich finde die Aqualoonbälle sind eine tolle Erfindung, ABER : der Einsatz eines Aqaloonfilters an Schwimmteichen funktioniert je nach Jahreszeit und Verschmutzungsgrad an manchen Teichen ganz gut, an anderen leider nicht.


    Vielleicht konstruieren wir noch einen separaten Beutelfilter für ältere Anlagen zu nachrüsten, aber im Moment hat das noch keinen Vorrang.

  • Ich hänge mich hier mal mit dran ;-)


    Im Ratgeber zu den Pflanzenfiltern wird darauf hingewiesen, auf eine "ausreichende Vorfiltrierung" zu achten.

    Ich weiß - es gibt keine allgemeingültige Aussage; aber unter welcher Hausnummer wäre denn "ausreichend" einzurodnen?

    10 mm - 5 mm - 1 mm - 0,5 mm - 0,1 mm - ...

    Schwimmteich-Neuling (Teich Kat. 3 gerade in Bauvorbereitung)

    Fasssauna-Neuling (gerade in Anschaffung)

  • Also der Bogensiebfilter hat eine Abscheiderate von 0,3 mm . Das ist für einen Schwimmteich schon sehr gut. Die Filtersocken im neuen Bioflow ( nachrüstbar im 2019 Model ) haben 0,1 mm Durchlass .

    Der damals angebotene Druckfilter mit den Aqualoon kann theoretisch bis 0,001 mm erreichen, was aber auch zu erhöhten Reinigungsaufwand führen kann.

    Bei einem eingefahrenen Teich mit geringer bis normaler Bepflanzung ist der Filtereffekt kaum sichtbar bzw. hat man eine höhere Standzeit.

    Ich habe selber die Befüllung im laufenden ersten Jahr reduziert, weil es außer ekeligen säubern nicht viel gebracht hat.

    Die sechs Jahre vorher hat es auch ohne geklappt.

    Die Bauart des Filters ist halt sehr einfach und leicht in der Bedienung bzw. Handhabung.

    Wer ja garnicht ohne kann, könnte sich ja aus Edelstahl einen bauen bzw. bauen lassen. Bitte aber nicht aus irgendwelchen Polytonnen , die würden euch um die Ohren fliegen.

  • Hallo Herr Glenk,


    danke für Ihre ausführliche Antwort. Wie ich geschrieben habe wird bei mir ein Bogensiebfilter installiert, um den Wartungsaufwand zu verringern.


    Die weiteren Ausführungen, kann ich nur zum Teil nachvollziehen.


    Grundsätzlich macht doch eine weitere Feinfilterung nach dem Bogensiebfilter Sinn, oder? Sonst würden Sie ja keine Filterstrümpfe oder im letzten Jahr Druckfilter anbieten?!


    Da ich keinen neuen Bioflow einbauen möchte, stellt sich mir die Frage, wie?


    Daher bin ich auf den Druckfilter/ Sandfilter gekommen. Haben die Druckfilter, die hier 2-3 Jahre verkauft wurden nicht funktioniert. Vielleicht kann ja jemand der einen Druckfilter mit Bogensieb vorweg hat berichten, wie hoch der Reinigungsaufwand ist.


    Gibt es andere Möglichkeiten der Feinfilterung, im Koiteich Bereich wird ja gern mit Filtertonnen, gefüllt mit Filtermatten mit verschiedenen Filterschärfen gearbeitet. Ist das eine Alternative?


    Haben Sie, wie von Kotzbrocken erwähnt noch welche auf Lager?


    Danke für die ausführliche Diskussion!

  • Die FST1200 aus dem Jahr 2018 hat eine Polytonne, die uns bisher nicht um die Ohren geflogen ist.
    Bei Temperaturen über 30 Grad verwenden wir OC-1 als Filtermedium. Da bleibt die Standzeit bei 10-14 Tagen.
    Der Druckfilter ist in 10 Minuten geleert, gereinigt, mit neuen Filtermedium bestückt und wieder betriebsbereit. Der zeitliche Aufwand hält sich nach unserer Erfahrung in Grenzen.
    Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht, warum die Technik aus dem Jahr 2018 jetzt so schlecht sein soll. Wir sind sehr zufrieden 👍🏻

  • Wie ich schon geschrieben habe, hatte ich sechs Jahre lang nur einen Bogensiebfilter im Betrieb und habe im letzten Jahr , da ich einen neuen Technikraum gebaut habe, mit einem Druckfilter aufgerüstet. In den ersten Wochen war doch beachtlich viel „ Schmodder“ im Filter. Dies verringerte sich aber zusehends . Darauf hin hab ich den Einsatz der Aqualoons halbiert. Ein Unterschied in der Wasserqualität ist nicht wirklich zu erkennen. Man könnte vielleicht meinen, daß etwas weniger Mulm im Teich anfällt, ist aber von Jahr zu Jahr auch durch Witterungsverhältnisse unterschiedlich.

    Den geringeren Pflegeaufwand, den du anstrebst, erreichst du vor allem mit einem Bogensiebfilter . Um das zu verdeutlichen, musst du bei z.B. bei einer Bürsten und Filtermattenfiltration bei einer Handvoll Algen und Mulm den Filter reinigen. Bei einem BSF kannst du einen Eimer Dreck ( Algen, Laub etc. ) rein kippen und er läuft immer noch einwandfrei und zuverlässig. Es liegt nunmal an der Bauform des BSF , da Dreck vom zuströmenden Wasser weggespült wird . Dieser kann dann mit einem Kescher bequem heraus geholt werden.

    Das was dann noch durch das Sieb fällt ( 0,3 mm ) belastet den Kiesfilter nicht und wird von Bakterien abgebaut.

    Beim Koiteich wird mit Filtertonnen, Vliessern, Trommelfiltern etc. gearbeitet, da man keinen großen Kiesfilter hat. Hier wird auch mit anderen Pumpendimensionen gearbeitet. Dort wird das Teichvolumen mehrmals in der Stunde umgewälzt und nicht wie in einem Schwimmteich zweimal am Tag.

  • Die FST1200 aus dem Jahr 2018 hat eine Polytonne, die uns bisher nicht um die Ohren geflogen ist.
    Bei Temperaturen über 30 Grad verwenden wir OC-1 als Filtermedium. Da bleibt die Standzeit bei 10-14 Tagen.
    Der Druckfilter ist in 10 Minuten geleert, gereinigt, mit neuen Filtermedium bestückt und wieder betriebsbereit. Der zeitliche Aufwand hält sich nach unserer Erfahrung in Grenzen.
    Ich verstehe es ehrlich gesagt auch nicht, warum die Technik aus dem Jahr 2018 jetzt so schlecht sein soll. Wir sind sehr zufrieden 👍🏻

    Da hab ich mich nicht richtig ausgedrückt. Der Filter von 2018 dürfte aus HDPE sein , also für Druck ausgelegt. Ich meinte , wenn einer versucht sich selber einen zu bauen, daß er keine blaue PVC Tonne nimmt. Die wird nämlich immer größer 😂.

    Schlecht ist die Technik aus 2018 nicht, aber halt nicht zwingend nötig .

  • Die Entwicklung und Erkenntnisse gehen halt immer weiter. Vor 10 Jahren waren es halt nur Japanbürsten, dann kamen Feinfiltermatten dazu. Vor sechs bis sieben Jahren kamen die ersten BSF. Dann mussten es Druckfilter sein und als nächstes kommen in einigen Jahren vielleicht Vliesfilter und Trommelfilter , sollten die Betriebskosten günstiger werden.