Druckfilter hinter BSF von Technikpaket 8 erforderlich?

  • Hallo Ihr,

    die Mauern sind noch nicht ausgegossen und schon mache ich mir Gedanken über die Filterung. Ich habe das Set 8 für meinen Pool bestellt. Viele haben ja noch einen Druckfilter hinter dem BSF. Ist es nice to have oder notwendig? Dachte der BSF ist für die mech. Filterung ausreichend. Ich habe ca. 15% der Schwimmfläche als Kiesfilter für meinen Zweitopf geplant.

  • Das glasklare Wasser kommt vom Biodrain. Ich habe meinen Teich 2 Jahre komplett ohne Filter betrieben (mal abgesehen von dem Korb im Skimmer). Also vom Skimmer direkt in die Drainrohre unter dem Kies. Trotzdem habe ich nie Probleme mit trübem Wasser gehabt, es war immer glasklar. Allerdings habe ich immer massives Fadenalgenwachstum gehabt.

    Diese Saison habe ich einen Trommelfilter dazwischengebaut. Der hat eine Maschenweite von 60 μm - also 0,06 mm . Jetzt zum Ende der Saison habe ich noch keine wirkliche Verbesserung gesehen. Der Filter hat zwar jede Menge Zeug aus dem Wasser rausgeholt, aber die Fadenalgen sind trotzdem lustig weitergewachsen. Gut, ich habe auch nicht wirklich eine sofortige Wirkung erwartet - mal sehen, wie es nächste Saison, dann auch mit Phosphatbinder, wird....

  • Na ja, ich habe die Drainrohre sehr intensiv ausgesaugt, indem ich einen 1,5" Saugschlauch bis zum Ende jedes Rohres reingesteckt und langsam wieder rausgezogen habe. Dabei sind hauptsächlich kiloweise Schneckenschalen rausgekommen, aber relativ wenig Schlamm, oder anderes, was nach Biomasse aussehen könnte. Im Frühjahr werde ich mit dem Hochdruckreiniger und einer Abflussrohrsonde versuchen, evtl. noch festsitzenden Dreck zu lösen. Was schon aus dem Drainrohr raus in den Kies gelangt ist, wird sich wohl nicht mehr entfernen lassen, das wird nur mit Zeit und konsequentem Nährstoffentzug (und vielleicht Phosphatbinder) passieren.

  • Ein mechanischer Feinfilter entlastet den biologischen Filterbereich, sorgt aber nicht Standalone für klares Wasser. Auch kleine Partikel müssen erst von Bakterien und Enzymen zerlegt werden, bevor die Nährstoffe verfügbar sind. Oder anders gesagt, das organische Material muss erst vermodern.

    Daher ist es sinnvoll, möglichst viel "Verschmutzung" aus dem Filterkreislauf zu entfernen. Dazu gibt es verschieden Möglichkeiten. Druckfilter oder Trommelfilter sind nur Beispiele für entsprechende Vorrichtungen. Trommelfilter sind bequem aber sie können einiges an Spülwasser verbrauchen, was wiederum zu einem vermehrten Algenwachstum führen kann, wenn das Nachfüllwasser stark phosphathaltig ist.

    Es geht aber auch einfacher und kostengünstiger. Das Bioflow Wasserverteilsystem wird ab 2020 einen Beutelfilter im Schacht erhalten. Für die aktuellen Bioflows gibt es dann einen Nachrüstsatz. Die Beutel lassen sich schnell wechseln und man kann sehr einfach unterschiedliche Filterschärfen realisieren, wenn man das möchte.

    Grundsätzlich muss man sich aber bewusst machen, dass die Filtertechnik für klares Wasser sorgt, aber nicht unbedingt gegen Fadenalgen hilft. Im klaren Wasser fühlen die sich oft wohler als in einer trüben Brühe.

  • Die Reinigung ist ein großes Thema. Trommelfilter haben in der Regel keine genügend kleine Korngröße. Säcke können besser sein, müssen aber manuell gereinigt werden. Weil ich das nicht so spannend finde, habe ich einen Fliesfilter, der das Flies je nach Verschmutzung selbstständig weiterrollt. Das ist eigentlich perfekt - kostet mich aber 2 Rollen Flies pro Jahr (=140€).


    Was die Fadenalgen angeht: die tun es auch in Wasser, das überhaupt kein Phosphat enthält, wenn es Böden gibt, aus den sie es herauslösen können (Sediment, Sandstein o.ä.). Darum sollte man den Boden absaugen. Also alles schön glatt (so wie ich es auf den meisten Fotos der Galerie sehe) damit das überhaupt möglich ist.

  • Trommelfilter haben in der Regel keine genügend kleine Korngröße. Säcke können besser sein, müssen aber manuell gereinigt werden...

    Worauf basiert deine Aussage? Mein Trommelfilter hat eine Maschenweite von 0,06 mm. Den Sack musst du mir zeigen, der das besser kann!


    Der Wasserverbrauch der Filterspülung beträgt je nach Verschmutzung ab ca. 20 Liter pro Tag. Alle sechs bis acht Wochen sollte man die Filterelemente aber manuell reinigen, das sich Algen etc. festsetzen, die auch der Hochdruckstrahl nicht wegbekommt..

  • Die 0,06 mm Filterschärfe haben Trommelfilter fast alle. Das ist nicht schlecht, aber ich habe einen Kartuschenfilter mit 0,04mm in Gebrauch und das Wasser ist auch da noch nicht ganz klar.


    Ich weiß, dass es für ZODIAK Sauger Filtersäcke mit mit 0,02mm gibt. Das entspricht einem Trinkwasserfilter, wie er schon mal in der Hausinstallation verwendet wird. Die Dinger gibt es!


    Wie sprechen über ein Niveau, das schon sehr hoch ist.

  • Ja, das Niveau ist sehr hoch - eigentlich viel zu hoch für einen ördinären Schwimmteich. Wie oben schon mehrfach erwähnt wurde, das klare Wasser kommt nicht vom (mechanischen) Filter, der hat nur bedingt was damit zu tun. Klar wird es erst, wenn es durch die Kiesschicht wieder noch oben sickert. Die Bakterien sorgen dafür, dass es klar wird. Wie gesagt, ich hatte zwei Jahre lang gar keinen mechanischen Filter und trotzdem glasklares Wasser.

  • Wer kann es besser........ es ist und bleibt eine Unterstützung für die biologische Filtration. Ob das jetzt 200, 60 oder 20 my sind ist doch vollkommen egal. Alle Vorfiltration hat auch seine Vor- und Nachteile. Desto feiner ich filtriere, desto höher die Abscheiderate und desto höher der Pflege bzw. Wartungsaufwand. Irgendwann setzt sich alles mal zu.

    Und ich filtriere beruflich ganz schön viel jeden Tag,

  • Na ja, ich denke, DEN idealen Filter wird es nicht geben, aber es gibt so einige Geräte oder Kombinationen, die recht gut sind.

    Bei BSF und Druckfilter hat man halt zwei Geräte, die gepflegt werden wollen (den tatsächlichen Aufwand dazu kann ich nicht beurteilen). Beim Trommelfilter ist es nur ein Gerät, welches aber einen dauerhaften eigenen Wasserverbrauch hat und auch nicht ganz ohne Pflegeaufwand auskommt (zum Reinigen der Filterelemente von der kleinen Aquaforte-Trommel muss man jedesmal 48 Schräubchen rausdrehen - da ist definitiv noch Verbesserungspotential!).