Überwinterung - Pumpe an oder aus?

  • Hallo zusammen,


    letzten Winter lief die Pumpe in meinem Schwimmteich durch. Empfehlung vom Teichbauer (so 70%-iger Teichbau-Experte, hauptberuflich Gartenbauer), der ich mit etwas mulmigen Gefühl gefolgt bin: Stromverbrauch, Verschleiß, was wenn es richtig kalt wird und die Strömung nicht mehr ausreicht, das Wasser flüssig zu halten...

    Ich denke darüber nach, diesen Winter tatsächlich die Pumpe für die Frostperiode abzustellen. Die Frage ist, ob ich dazu sinnvollerweise den Wasserstand etwas absenke, sodass die Skimmer (1x Rund, 1x Wand) sowie die Rücklaufgarnituren wasserfrei sind? vgl. Foto




    Bitte gerne auch sonstige Tipps und Hinweise bzgl. Überwinterung. Pump-/Filtersystem ist FST 1000.

    Vielen Dank und Grüße

    Niko

  • Üblicherweise ruht die Wasserumwälzung während der kalten Jahreszeit, da dann die Bakterien im biologischen Filterbereich die Arbeit einstellen. Die Pumpe sollte ausgebaut, gereinigt und trocken eingelagert werden. Den Wasserstand brauchst du im Teich nicht absenken. Der nächste Regen kommt bestimmt und dann war die Arbeit umsonst.

    Frostschäden sind eher selten, auch wenn hier die meisten Ängste herrschen. Es kann aber passieren das mal ein Kugelhahn einen Haarriss bekommt und ausgetauscht werden muss. Auch der Bogensiebfilter sollte sicherheitshalber trocken gelegt werden. Hier sind die Schweissnähte der Schwachpunkt.

    Den Technikbereich kann man mit Stroporplatten Vlies, Decken oder Ähnliches etwas gegen direkten Frost schützen.

  • Ich habe beides schon probiert:

    Also einmal Pumpe und Skimmer rausnehmen und trocken einlagern (Pumpe befindet sich im Teich in ca 60 cm Wassertiefe, der Skimmer steht frei im Teich, kein Wandskimmer). Und ein anderes mal alles laufen lassen.

    Beim laufen lassen ist das Wasser um den Skimmer herum aufgrund der Fließbewegung nicht gefroren, obwohl der Rest des Teichs mit mehr als 20 cm Eisdecke zugefroren war.

    Einen Unterschied was die Biologie im Teich angeht habe ich keinen gesehen. Nachteil beim Rausnehmen ist, Pumpe und Skimmerfuß sind normalerweise im Kies eingegraben, müssen also erst freigelegt und im Frühjahr wieder eingegraben werden - ist ein bißchen Aufwand, aber Machbar. Nachteil beim Drinlassen, die Pumpe verbraucht beim Durchlaufen jede Menge Strom. Daher kommt die Pumpe und der Skimmer bei uns jetzt immer beim ersten Anzeichen von Frost raus, das fallen dann zumindet ca. vier Monate lang keine Stromkosten an.

  • Hallo zusammen,


    vielen Dank für die hilfreichen Antworten! Dann werde ich wohl diesmal auch "abschalten" über Winter, scheint mir die sinnvollere und ökologischere Variante zu sein.

    Offene Fragen:

    1) Pumpenausbau (und -reinigung): kriege ich das als halbwegs technisch Interessierter / Begabter hin, gibt es da eine Anleitung bzw. besonderes zu beachten?

    2) Skimmerausbau: (warum) soll der auch raus (s. per-erik)? Welche Teile sind da in Gefahr?


    A propos bewegliches Oberteil vom (Rund-)Skimmer. Das bewegt sich bei mir nur sehr unwillig. Sehr oft muss ich manuell nachjustieren, damit sich das Oberflächenbild wie im Katalogfoto ergibt. Oftmals bildet sich bei gestiegenem Wasserstand kein "Loch" im Skimmer aus und dann habe ich den Eindruck, dass er keine Festkörper von der Oberfläche mehr ansaugt. An der Saugleistung kann es eigentlich nicht liegen, da habe ich schon unterschiedliche Konstellationen (u.a. den Wandskimmer und den Wandablauf zugeschiebert) ausprobiert. Am unteren Ende ist noch Spiel, also da hängt nichts fest. Gibt es noch Kniffe, das Oberteil leichter gängig zu machen?

  • Zu 1. Das solltest du schaffen. Verschraubung lösen ( beim Zusammenbau nicht verkannten, sonst ist das Gewinde hin) und Pumpe dann mit 4 Kreuzschlitzschrauben öffnen. Aufpassen auf die Dichtungen .

    Zu 2. Wenn dann die beweglichen Teile. Der Rest ist ja fest verbaut.

    Zum Rundskimmer, kann es sein das er zu tief verbaut ist und er unterhalb des Schwimmers Wasser zieht ?

  • Hab den ersten Winter auch durchlaufen lassen, da ging es auch ausgerechnet bis - 20`C runter, war der pure Stress. Seitdem baue ich die Pumpe aus und lasse die Leitungen leer laufen. 4-5 Monate Ruhe und kein (unnötiger) Stromverbrauch.


    Übrigens, seit mittlerweile schon 7 Jahren, habe ich die Pumpe noch nie gereinigt oder gewartet. Lege sie einfach in einen Eimer und fülle so viel Wasser rein wie nötig. Alle Dichtungen die ich sonst mit ausbaue kommen ebenfalls in diesen Eimer unter Wasser. Bleibt alles geschmeidig und wird nicht porös...

  • Ja, das mit dem Eimer geht auch. Unser Teichbauer hatte damals gesagt, dass man auch etwas Essig zufügen könnte, das löst dann auch noch gleich eventuelle Kalkablagerungen.


    Den Rundskimmer nehme ich raus, weil die Kinder bei entsprechender Eisdicke Schlittschuh laufen wollen...


    Wenn dein Rundskimmer kein Loch in der Mitte bildet, stimmt was nicht. Betreibst du den per Schwerkraft oder mit Pumpe? Ich habe im Schlauch nach dem Skimmer eine Pumpe, die je nach Einstellung 9 - 20 m³/h ansaugt und in den Trommelfilter befördert. Da kann man zusehen, wie in 1 m um den Skimmer herum noch richtig Sog ist. Bei Schwerkraftbetrieb kommt es halt auch den Höhenunterschied bis zum Filter an, wie stark er "saugt". Aber ich vermute in deinem Fall auch, dass er bei zu hohem Wasserstand Wasser von unten zieht.

  • Zum Rundskimmer, kann es sein das er zu tief verbaut ist und er unterhalb des Schwimmers Wasser zieht ?

    hm, weiß ich nicht, aber wäre natürlich eine Erklärung. Wie kann ich das feststellen? Bzw. ist es nicht immer so, dass "unterhalb" Wasser gezogen werden kann (s. Schnitt-Skizze)?



    Den Rundskimmer nehme ich raus, weil die Kinder bei entsprechender Eisdicke Schlittschuh laufen wollen...

    ok, das steht bei uns die nächsten Jahre noch nicht an. Bzw. da würde ich dann eher den Bereich um den Skimmer absperren, als das Ding kpl . Ausbauen :-/


    Betreibst du den per Schwerkraft oder mit Pumpe?

    Schwerkraft (s. auch auf dem Bild oben. Wie gesagt mit drei Zuläufen (aber auch wenn ich die beiden anderen zumache, habe ich den Effekt des teilweise fehlenden "Loches")


    Bei Schwerkraftbetrieb kommt es halt auch den Höhenunterschied bis zum Filter an, wie stark er "saugt".

    Das verstehe ich jetzt nicht so ganz. Der Höhenunterschied bildet sich doch dadurch aus, dass die Pumpe aus der Wassersammelkammer absaugt, und der dann entstehende Höhenunterschied den Fluss durch die Schwerkraftleitungen treibt. Das funktioniert für den Wandskimmer auch tadellos (auch dem kann ich beim Blätterfressen zugucken), beim Rundskimmer eben nur, wenn der ein schönes Loch macht.

  • Der Höhenunterschied bildet sich doch dadurch aus, dass die Pumpe aus der Wassersammelkammer absaugt, und der dann entstehende Höhenunterschied den Fluss durch die Schwerkraftleitungen treibt...

    Wenn dein Filter geschlossen ist und keine Luft drin ist, mag das wohl stimmen, dass die Pumpe "saugt". Ansonsten kommt es eben darauf an, wie groß der Höhenunterschied zwischen der Wassersammelkammer bzw der Pumpe und dem Skimmer ist - und natürlich vom Rohrquerschnitt nach dem Skimmer.


    Aber eigentlich sollte man am Skimmer nichts nachjustieren müssen. Wenn der sich nur widerwillig bewegt, hat sich da vielleicht irgendwo eine Schnecke oder sowas reingeklemmt?

    Oder, wenn das nur bei hohem Wasserstand auftritt, könnte es aber auch tatsächlich so sein, dass das Unterrohr zu kurz ist und der dann Wasser von unten zieht. Dann müsstest du mal, wenn es wieder passiert, den Abstand vom Rohrende zur Wasseroberfläche messen und mit der Einbauanleitung des Skimmers vergleichen...