Naturpool - Pumpe (hydros-pool-filterpumpe-ss020) gegen sparsameres Modell tauschen

  • Hallo,


    bin neu hier im Forum.


    Wir haben gerade ein Naturpool gebaut. Seitens des Poolbauers wurde uns gesagt, dass die Filterpumpe die 24h am Tag läuft 160 Watt hätte. Jetzt bin ich draufgekommen dass das nicht stimmt, vielmehr frisst die Pumpe 280 Watt. Die in der Beschreibung angegebenen 150 Watt beziehen sich dagegen auf die Pumpenausgangsleistung, somit Effizienz nur 54%!!!


    Ist es möglich diese Pumpe durch ein sparsameres Modell zu ersetzen? zB Messner Eco tec2 10.000? Die sollte nur 110Watt fressen. Würde die passen?


    Oder geht das gar nicht weil die Pumpe knapp über der Wasserlinie steht? Ich kenne mich noch nicht so aus mit Pooltechnik...


    Oder könnt Ihr mir eine andere Pumpe empfehlen?



  • Hi , wenn die Pumpe über der Wasserlinie steht sollte ein selbstansaugende Pumpe benutzt werden . Bei Stromausfall kann die evtl. Leer laufen und sich dann nicht selbständig wieder füllen .

    Gute pumpen haben aber einen Trockenlaufschutz so sollte der Pumpe dann eigentlich nix passieren .

    Ich hab eine aquafort DM Pumpe. Die pumpen gibt es mit 10 - 30m³ können über ein vorschalt und Steuergerät in der Leistung verändert werden und sind für Schwimmteich geeignet.

    Die kleine DM 10000 pumpt auch auf max. 5meter Höhe . Wobei diese pumpen ja nicht dafür gedacht sind Höhe oder Druck zu pumpen . Und man sollte sie eigentlich unter Wasserlinie aufbauen .

    Messner kann ich nix zu sagen .

    Wie sieht denn der filteraufbau bei euch aus und wie hoch oder weit muss die Pumpe noch drücken .


    Gruss Timo

  • Wie ich das sehe ist es eine normale 230 Volt Kreiselpumpe. Da ist nicht viel mit Strom sparen. Eine Asynchronpumpe ( also Messner und wie sie alle heißen ) muß auf Zulauf , also unterhalb der Wasserlinie verbaut sein.

    Das mit dem Trockenlaufschutz ist meiner Meinung nach eine thermische Sicherung, die bei Überhitzung die Pumpe abstellt.

  • Hallo,


    erstmals vielen Dank für Eure Antworten!


    bzgl. Filteraufbau und wie hoch die Pumpe noch drücken muss, das bin ich gerade am Eruieren.


    Es ärgert mich dass ich erst jetzt feststelle, dass es besser gewesen wäre die Pumpe unter Niveau zu installieren. Viel fehlt ja nicht, vielleicht 30cm oder so... vielleicht kann ich s irgendwann noch tiefer setzen und die Pumpe dann auf Asynchronpumpe tauschen. Darf eigentlich Wasser in den Pumpenschacht gelangen? (wenn ich die Kiste jetzt tiefer setze könnte ja Wasser drinnen stehen)

    Wieviel Strom benötigen Eure Pumpen wirklich?


    Trockenlaufschutz - Du meinst also der Pumpe könnte schon was passieren wenn ich sie so verwende?


    Und was haltet Ihr von einem Inverter-Frequenzumrichter? Bringt das was?


    Vielen Dank.

  • Ich hab eine aquafort DM Pumpe. Die pumpen gibt es mit 10 - 30m³ können über ein vorschalt und Steuergerät in der Leistung verändert werden und sind für Schwimmteich geeignet.

    Die kleine DM 10000 pumpt auch auf max. 5meter Höhe .

    Da muss man beim Kauf genau hinsehen. Bloß weil da "schwimmteichgeeignet " dran steht, heisst das noch lange nicht, dass das auch Niedervoltpumpen sind. Bei Aquaforte sind das nämlich lediglich die LV, also low voltage, Modelle. Alle anderen Pumpen von der Firma laufen mit 230 V - man müsste die also jedesmal abschalten, wenn man baden geht - sofern man sie nicht trocken aufgestellt hat. Und bis vor wenigen Wochen gab es das Vario Modul noch nicht für 12V. Ich habe das extra in diesem Frühjahr beim Hersteller in Holland (SIBO) nachgefragt. Markteinführung für die 12V Vario Modelle, also die regelbaren, sollte Sommer 2019 sein...


    Nachtrag:

    Habe gerade gesehen, dass es in einigen Koi Shops jetzt die LV Vario Modelle gibt. Preise sind allerdings, verglichen mit den anderen Aquaforte Pumpen, ziemlich heftig.

  • Hallo Kittekat,

    Schwimmbadpumpen werden anders deklariert als Teichpumpen. Bei den Schwimmbadpumpen wird nicht die Stromaufnahme sondern die Ausgangsleistung benannt. Den Wert für die Stromaufnahme findet man oft nur in der Betriebsanleitung oder durch eine Messung. Das gleiche gilt für die Förderleistung. Bei Schwimmbadpumpen wird die Förderleistung unter Druck, also einer bestimmten Förderhöhe angegeben. Bei Teichpumpen auf Höhe 0 oder darunter.

    Das bedeutet es werden immer Äpfel mit Birnen verglichen. Bei gleicher angegebener Förderleistung ist eine Schwimmbadpumpe immer deutlich stärker als eine Teichpumpe. Das erklärt auch die höhere Stromaufnahme.


    Deshalb kann man eine böse Überraschung erleben, wenn man einfach eine Schwimmbadpumpe gegen eine Teichpumpe austauscht und plötzlich nichts mehr funktioniert wie es soll, weil die Teichpumpe viel schwächer ist.


    Es gibt inzwischen Frequenzumrichter die man einfach per Stecker in der Leitung der Pumpe zwischenschalten kann. Das wäre sicher die beste Lösung. Die Schwimmbadpumpen arbeiten dann variabel und man kann Förderleistung und Stromaufnahme individuell anpassen.

  • Also, ich habe jetzt soweit in Erfahrung gebracht:

    Üblich ist 3x tägliche Umwälzung des Beckens in den Filter (das entspricht dann 3x34m3/24h, also 4,25m3/h, geht aber auch mit 1x täglich, also 1,5m3/h. Laut meinem Poolbauer haben Versuche in der Schweiz ergeben, dass es Wurscht ist ob man niedrigen, mittleren oder hohen Durchfluss im Biofilter hat. Also nehme ich niedrigen. Stundenweise Abschaltung in der Nacht ist auch möglich). Ich würde also den Durchfluss reduzieren.


    Das Wasser wird unter der Wasseroberfläche (ca. -10cm) abgesaugt -> Filterpumpe -> Biofilter, hier wird es ca. 0,5m unter Niveau rückgeführt. Und fließt dann oberflächlich in das Becken zurück.


    Der Schimmer hat eine eigene Pumpe mit 0,5kW, die muss 4h täglich laufen, das ist mir aber egal, wird mit PV-Strom betrieben.


    Hier am Foto links der Filter (noch ohne Pflanzen), weitere Fotos folgen.