Zu viele Pflanzen im Schwimmteich

  • Ich habe folgende Frage: Mein Teich-Bauweise Richard Weixler- ist immer klar, aber er produziert eine große Menge von Teichschlamm (Rückstände von abgestorben Algen, organischem Eintrag und Resten aus bakterieller Umsetzung). Diese braune "Wolle" ist sehr lästig. Sie bedeckt im Regenerationsbereich Pflanzen so stark, dass manche absterben. Berührt man sie mit den Füßen im Schwimmbereich, so schwimmt man in einer richtigen Suppe. Ich muss deshalb oft absaugen, bzw. die Regenerationszone reinigen. Die Ursachen habe ich den ca. 8 Jahren nie herausgefunden. Geholfen hat bis jetzt nichts. Ich habe viele Pflanzen in der Regenerationszone: Schilf, Teichrosen, Wasserschlauch, Laichkraut und andere. Meine Frage lautet deshalb, ob man auch zu viele Pflanzen habe kann, und diese der Grund sind. Im Frühjahr reinige ich den Teich immer sehr genau mit dem Tapir.



  • Hallo


    Icvh habe es ähnlich. Viel Mulm im Bereich der Pflanzen. Ich spüle den Bereich mit einer Tauchpumpe, fege das "Zeug " zusammen und sauge alles in einen Aufstellpool. Nach dem Absetzen wird das Wasser zurückgepumpt und er Schnodder landet im Garten.

    Diesen Winter will ich aber umbauen, um weniger Pflanzen und Kiesfläche zu haben.


    Andreas

  • Sieht für mich ganz normal aus, ist halt "Mulm"...

    Beim Absaugen wirbelt man mehr auf, als dass man einsaugt, weil das Zeugs so leicht ist. Dass mit dem separaten Pool/Tank, wo man das Zeugs erstmal setzen lässt, um den Großteil des Wasser wieder zurückzugeben, habe ich auch schon probiert. Ich habe neuerdings eine Tauchpumpe, die in einer Ecke hängt und bei Bedarf eine Rundströmung im Teich erzeugen kann. Damit sammelt sich dieses Lose Zeugs dann mehr in der Mitte, was das Absaugen enorm erleichtert. Geht aber wohl nicht mit jeder Teichgeometrie.

  • Also ich hab nicht so viel " Mulm" in meinem flachwasser. Strömung ist da aber auch keine , ist als Regenerationsfläche angelegt .Eigentlich ist da garnix zu finden . Bei mir arbeiten viele kleine wasserschneckchen , die lutschen jeden Kieselstein ab.

    Ich würde aber auch mal die wasserwerte checken . Leider kenn ich diesen Richard weixler nicht , geschweige denn wie dein genauer Teich und Technikaufbau aussieht. Du schreibst auch das du oft absaugst !? Leitest du das absaugwasser gefiltert wieder in denn Teich oder füllst du mit externem Wasser wieder auf ? Nachfüllwasser sollte man auch testen und die Werte im Auge behalten .

  • Das Foto war ca. 2 Wochen nach der letzten Reinigung. Nach einem Monat sieht man nichts mehr von den Steinen. Als Feinfilter verwende ich einen Damenstrumpf, den ich über den Skimmer ziehe und regelmäßig reinige. Die Empfehlung des Ö. Schwimmteichverbandes, Kalk und Stickstoff beizugeben, hat nichts geändert. Die Regenerationszone reinige ich händisch oder mit dem Tapir, dem Mul auf der Folie kehre ich in die Mite und sauge ihn dann ab. Vor einigen Jahren habe ich den Phosphatwert messen lassen, er ergab einen Wert von 14 (?) ich kenn mich da nicht so aus. Zehn (?) ist angeblich die Grenze des Algenwachstums. Allerdings wüßte ich nicht, was mir das bringt. Ich wäre nicht bereit, sämtliche Gesteinssorten im meinem Teich zu messen, und dann womöglich die ganze Regenerationszone auszuräumen. Nachfüllwasser (aus der leitung) scheint okay zu sein. Teichgröße ist 95m2, Tiefe 2,40m. die starke Mulbildung habe ich seit Beginn.

  • vor einigen Jahren ist gut . Das sollte man bei problemteichen öfter machen , auch das nachfüllwasser sollte mal getestet werden , auch wenn es scheint ok zu sein.

    Phosphat PO4 sollte unter 0,035mg/l . Der von dir angegebene Wert hört sich an wie eine Streifentest. Der PO4 Test sollte aber mit einem Digitalgerät durchgeführt werden .

  • Da kann man wohl auf jeden Fall von einem erhöhten Phosphatgehalt ausgehen. Die damaligen Werte dürfte in Phosphor ermittelt worden sein und einen Wert von ca. 0,045 mg Phosühat betragen. Würde somit die Mulmbildung im Kreislauf erklären, Algen wachsen und verbrauchen Phosphat und sterben wieder ab und das freigesetzte Phosphat fördert wieder den Wachstum neuer Algen.

    Das mit dem Kalk ist mir bekannt, hat aber nur den Nachteil, das es mühsam wieder entfernt werden muß, da sonst Phosphat wieder in Lösung geht und eher als Depot anzusehen ist.

    Beim Stickstoff bin ich vollkommen überfragt, da es eigentlich Dünger für Pflanzen und somit auch für die Algen ist. Dürfte eher der Zweck dahinter stehen, das Pflanzenwachstum anzuregen um dann Phosphat abzubauen.

    Fazit des ganzen ist, du mußt langfristig den Phosphatgehalt senken. Ist jetzt zum Herbst hin auch möglich.

    Solange du für Strömung sorgst, könntest du einen Phosphatbinderblock verwenden, der langfristig Phosphat bindet . Dauert aber auch sehr lange.

    Gute Erfahrungen habe ich mit dem Turbophosphatbinder gemacht, der sofort Phosphat bindet und auf den Boden absinkt. Sieht man gut an einem weißlich trüben Schleier im Wasser , der sehr schnell auch wieder verschwindet.

    Abraten würde ich von Algiziden, da hier nur kurzfristig eine Besserung zu sehen ist.

    Und zu guter letzt, einfach mal etwas Geld in die Untersuchung des Teich und Nachfüllwassers investieren. Eisen, Mangan und Kalk kann man sehen, aber zuwenig Kalk, Nitrat und Phosphat nimmt man nicht wahr.