Ein Newbie und der Naturpool - Kat. 4

  • Natürlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, dafür muss man sich ja mit den verschiedenen Möglichkeiten auseinandersetzen.

    Finde die Version mit den verputzten Lehmwänden und Boden super!

    Nur stellt sich mir die Frage wo dort dann Skimmer, Einläufe ect eingebaut werden?! Oder habe ich jetzt ein Brett vorm Kopf..

    Den oberen Teil habt ihr ja gemauert oder?

    Vielleicht magst du mal ein Bild zeigen? Dann kann ich mir das ganze bestimmt besser vorstellen..

  • Wenn man einen Technikschacht direkt neben dem Teich haben will (z.B. Wandskimmer mit folgendem Bogensiebfilter), wird man um das Mauern nicht herumkommen.

    Bei mir steht der Skimmer frei im Flachbereich des Teichs, eine Pumpe direkt nach dem Skimmer befördert das Wasser zum Filter, der (leicht erhöht) ausserhalb steht. Von dort läuft es per Schwerkraft zurück in die Verteilerspinne (Kiesfilter).

  • Danke für die vielen Antworten und Anregungen. Ich habe mal ein wenig weitergeplant und den Pool zeichnungstechisch soweit fertig. Durch die Haglage möchte ich ein erhöhtes Sumpfbecken oberhalb haben, welches dann über einen kleinen Wasserfall in den Schwimmbereich läuft. Die sichtbaren Mauerflächen werden später mit Naturstein verkleidet. Seitlich das andere Sumpfbecken und daran anschließend den Technikschacht. Sind so ca. 70m³ Erde, die ich bewegen muss....Aber das kennen ja die meisten von Euch :-)

    Habe nochmal ein paar Fragen zur Ausführung:

    - Ich plane eine 15cm Bodenplatte in allen Bereichen mit doppelter Bewehrung. Benötige ich bei festem Lehmboden zusätzlich noch Streifenfundamente? Als Schalungssteine sind 24er vorgesehen.

    - Ein Galabauer wollte unbedingt einen Bodenablauf (in den Filter hinein) einbauen - bietet er wirklich so viele Vorteile?

    - Reichen die Sumpfflächen bzw. Filterflächen aus? Der Wasserspiegel soll unter der Kiesschicht liegen.

    - Ich Plane ein technikpaket aus dem Shop..... wäre das paket 8 die passende Zusammenstellung?

    - Das obere Becken soll über den Wasserfall entleert werden, das seitliche mit 2 Rücklaufgarnituren

    - Ich möchte wenn möglich den Zulauf für das obere Becken abserren können, falls der Wasserfall in der Nacht stören sollte. Hat es einen negativen Einfluss auf die Filterfunktion und die Biologie?

    - Wie tief sollten die Filterflächen angelegt werden? Ich plane mit 50cm über den Rohren.

    - Ich möchte ca. 1,70m Wassertiefe haben. Sind 1,8 m gemauerte Beckentiefe dann richtig für Skimmer und Co?

    Im nächsten Schritt werde ich mal die einzelnen Gewerke anfragen. Tiefbau, Betonarbeiten und Folie möchte ich vergeben.... bei dem Rest bringe ich mich wieder mehr ein.

    So, nun erstmal genug Fragen.... möchte allerdings vor so einem Projekt lieber vorher mehr Fragen stellen, damit ich nicht später eine "Bauchlandung" hinlege.

    Fällt Euch noch etwas auf, was besser/ sinnvoller gestaltet werden könnte? Irgendwelche No go Aspekte?

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    Gruß, Christoph

  • Ohne jetzt nachgerechnet zu haben... Hast du die Kubikmeter Erde Angand deiner Beckenmaße berechnet? Bedenke dass der Boden verdichtet ist. Beim ausbaggern wird der von der Menge her mehr. Insbesondere wenn du den Boden abfahren musst dann rechne mit mehr Kubikmeter Erde als die Baugrube groß ist. Je nach Boden kann das ein Faktor von 1,6 sein.

  • Also ich hab keine Streifenfundament gemacht. Ist eigentlich nicht im Frost wenn du mal Wasser drinn hast. Ich hab 20er Hohlsteine und bin 2,2 m tief. Mehr wie genug!! Doppelte Bewehrung im Fundament hab ich auch nicht, eine 8er Matte und ca 15-20cm stark. 10cm über den max Wasserstand passt ziemlich genau für den Skimmer! Beim Filter bin ich mir nicht sicher wenn du den höheren abschalten willst wird's wahrscheinlich knapp, aber wenn das System mal läuft und alles passt wird das über Nacht wahrscheinlich auch nix machen!? Filterbecken tiefe hab ich ca 80cm! Bodenablauf hab ich hier nix gutes gelesen und deshalb auch nicht gemacht. Ich hab einen Einlauf in den Bogensiebfilter bei ca 1,2m tiefe! Falls Mal der Wasserstand sinkt. Wenn der Wasserstand eher bei minimal ist muss ich den unteren Schieber weiter aufmachen damit die Pumpe genug Wasser bekommt! Also dann viel Spaß beim Werken und gutes Gelingen!! Schaut gut aus dein Plan!! Lg Tom

  • So, Männers, weiter geht's.

    Bin gerade an der Planung der Teifbauarbeiten. Deshalb nochmal eine Frage.

    -Habt Ihr unter der Bodenplatte noch eine verdichtete Schüttung? Bei gewachsenem Lehmboden sollte es doch auch ohne gut funktionieren....?

    -In welcher Höhe werden die Rücklaufgarnituren in den Schwimmbereich eingeführt? Im oberen Drittel des Kiesfilters (bei mir soll der Kies über der Wasseroberfläche liegen) oder eher Bodennah im Kiesfilter?

    -Im oberen Becken werde ich den Wasserfall parallel zu einer Rücklaufgarnitur (d.h. von der Pumpe 2 getrennt absperrbare Leitungen) einbauen und an der Pumpe anschließen. Dann kann ich getrennt regeln oder den Wasserfall mal ausschalten - macht das Sinn und ist die Überlegung so umzusetzen?

    - bei 1,75m Wassertiefe passen 7 Steinreihen sehr gut - sollte ich oben noch einen Ringanker vorsehen oder reicht die Bewehrung in den Steinen und eine glatte Oberflüche für die späteren Platten oben auf der Mauer?


    @ Tom - wenn Du einen zweiten Anschluss am BSF in 1,2m Tiele hast, arbeitet der Skimmer dann noch richtig - oder muss die Pumpenleistung erhöht werden?

    Gruß, Christoph

  • Hi,

    ich kann dir leider keine Langzeiterfahrung bringen, aber wir haben die Bodenplatte direkt auf den Lehm gesetzt. Dabei wäre es aber gut wenn der Lehm aber nicht allzu nass/matschig ist.

    Den verdichteten Kies/Schotter würde man ja Hauptsache wegen einem ebenen Untergrund und Frostsicherheit machen. Ab ca. 80 cm Tiefe ist in DE eigentlich alles frostsicher ;)

  • Ich hab unter den Fundament auch keinen Frostkoffer. Bei der zweiten Zuleitung zum Bsf hab ich auch einen Schieber eingebaut. Damit kann ich das je nach Bedarf regeln. Wenn der Wasserstand zurück geht mach ich den unteren weiter auf! Rücklauf hab ich in etwa 60cm unter der Wasseroberfläche wie am Foto ersichtlich! Lg Tom

  • So, nachdem die Planung soweit abgeschlossen ist und die Technik grob definiert ist (Paket Nr. 8 mit Zubehör für den 2. Filterbereich), muss ich mich nun um das Loch kümmern. Da die Galabauer in der Gegend meinen, ihren Bagger in Gold aufwiegen zu lassen, werde ich das Loch mit einem Minibager und Radlader in Eigenleistung ausheben. Der Aushub verbleibt auf dem Grundstück - der Radlader fährt also immer ca. 30m um den Aushub vom Bagger wegzuschaffen. Als Arbeitsgeräte kommen ein wahrscheinlich ein Kubota KX016 mit breitem Grabelöffel und ein Radlader Kramer 350 zum Einsatz. Es ist ein erfahrener Maschinist dabei. Habt Ihr eine ungefähre Ahnung, wie lange man an den 80m³ baggert und das Erdreich verteilt? Ich rechne mit 2 Tagen á 8h. Ist das ausreichend?

  • Hallo Torf,


    wir hatten einen 12 Tonnen Bagger und haben damit fast 200 Tonnen an einem Tag geschafft. Dein Minibagger liegt bei 1 - 1,5 Tonnen, richtig? Ich denke damit hast Du ganz schön zu tun. Kannst Du nicht einen größeren organisieren? Ein Maschinist (Baggerfahrer) sollte damit umgehen können.

    Was hast Du für einen Boden? Sandig oder eher lehmig, oder sogar felsig? Ein kleiner Bagger hat dann ganz schön zu tun..

  • Ich habe eingeschränkte Möglichkeiten mit der Zuwegung. Deshalb eher kleines Gerät. Es soll ja die Faustformel zur Berechnung der Stundenleistung geben (Leinstung in KW x 0,75 = m3/h). Damit wäre ich bei ca. 9m3/h. Dann wäre ich in 2 Tagen durch....

    Ich habe gewachsenen Lehmboden... der Verleiher sagte: kein Problem... aber das sagt er wahrcheinlich immer...:D

  • Bedenke auch aus denn 80m³ werden erstmal mehr wenn es nicht gleich wieder verdichtet wird.

    Und meist musst du ja auch das Loch erst etwas größer baggern.

    Und um so tiefer wie du runter kommst um so zäher läufts.

    Aber baggern macht unheimlich spass wenn du in 2 Tagen nicht fertig wirst hast 3 Tage spass 🤗

  • Wir haben auch gewachsenen Lehmboden und unser Baggerfahrer hat mit seinem 1,5 t Bagger die knapp 40 m³ in 2x einem halben Tag geschafft, wenn ich mich richtig erinnere waren es ca. 6 Std.

    Allerdings hat er die Erde nur notdürftig um den Teich und in nächste Nähe verteilt...

    Ich denke die Menge dürfte in den zwei Tagen aus dem Loch bekommen zu sein. Wie es aussieht wenn der Bagger auf den Lader "warten" muss weiß ich nicht.

    Ps. unser Fahrer hat die Tiefe mit nem Grabenlöffel gemacht und dann mit dem Humuslöffel die Grube auf Größe gebracht.

  • Der Aushub wird auf einer ca. 200m2 grossen Fläche verteilt ... dann wollte ich mit dem Radlader drüber zum verdichten. Anschließend wieder ein wenig Mutterboden drauf, damit es wieder grün wird.

    Klar macht baggern Spaß, aber irgendwann wird es eintönig. Geplant ist die Erde neben das Loch zu schaufeln, damit der Radlader sie "abholen" kann....

  • Darf ich nochmal Eure Einschätzung haben...

    Das sind so die Kosten, die ich für den Bau kalkuliert habe... sind noch keine Pflanzen/ Mauerabdeckung, etc. dabei... das kommt später. Könnt Ihr mal einen Blick drauf werfen, ob es mit Euren Erfahrungen übereinstimmt?

    Danke, Christoph



    Gewerk Preis Bemerkung
    Aushub/ Bagger
    Minibager 1,7T 400 € 3 Tage inkl. Diesel/ Transport
    Radlader 400 € 3 Tage inkl. Diesel/ Transport
    Beton
    Boden 1.000 € 10 m³
    Wände 800 € 8m³
    Betonpumpe 1.200 € 2 Anfahrten a 600€
    Stahl/ Bewehrung 1.000 € 600m Ø8mm
    Schalsteine 1.500 € 50x24x25
    Technik 3.500 € Teichset Nr. 8 + Zubehör
    Folie 3.000 €
    Kies Filterfläche 2.000 € 8m³
    Summe: 14.800 €
  • Der Aushub wird auf einer ca. 200m2 grossen Fläche verteilt ... dann wollte ich mit dem Radlader drüber zum verdichten. Anschließend wieder ein wenig Mutterboden drauf, damit es wieder grün wird.

    Klar macht baggern Spaß, aber irgendwann wird es eintönig. Geplant ist die Erde neben das Loch zu schaufeln, damit der Radlader sie "abholen" kann....

    Dann denke ich sollten 2 Tage reichen...

    Geht es 2 Tage zu reservieren und evtl. auf 3 verlängern?

    Wenn der Lehmboden gewachsen ist muss auch nicht unbedingt ne Tragschicht her.