Ein Newbie und der Naturpool - Kat. 4

  • Hallo zusammen.

    bin auf dieses tolle Forum gestossen, nachdem wir (meine Frau/ Tochter ;) (und ich)) eine Vision haben. Ein Gewässer im Garten muss her. Das Haus ist soweit fertig, der Oldtimer restauriert und ich habe anscheinend zu wenig zu tun.... :D

    Unser Garten bietet "genug" Fläche - die Herausforderung ist eine leichte Hanglage, d.h. an der Stelle wo der Naturpool entstehen soll gibt es einen Höhenunterschied von 1,2m auf 10m. Der Hang soll über eine Trockenmauer abgefangen werden - der Pool wird von der Höhe ausgemittelt, so dass man beim Schwimmen nicht immer gegen eine 1,2 m hohe Mauer schaut.

    Nach Recherchen hier im Forum und Gesprächen mit Galabauern haben wir uns für einen Naturpool in 2Topftechnik mit Sumpfbecken (Wasserstand unterhalb der Steinschicht) entschieden. Den Bau möchte ich begleiten - das Baggern/ Mauern/ Trockenmauer und die Folierung soll ein Profi übernehmen (soviel Zeit habe ich dann auch nicht). Bei der Technik und den weiteren Arebiten bin ich gerne wieder aktiv.

    Ich habe nun viel im Forum gelesen und habe die erste Grobplanung erstellt.

    Bei der Technik habe ich viele unterschiedliche Angebote (vom Durchlauffilter mit UVC Lampe und Bodenauslauf bis zur 1KW Pumpe, die 365 Tage im Jahr durchlaufen soll=O). Die Systeme der Fa. Glenk gefallen mir da immer besser, da sie auch von den laufen Kosten überschaubar zu sein scheinen.

    Nun zu meiner Überlegung/ Grobplanung:

    1) Hang Abfangen (Trockenmauer/ Stehlen/ ???)

    2) Loch ausheben

    3) Streifenfundamente für Schalsteine 24er oder 17er inkl. Sumpfbecken und Technikschacht

    4) Aufmauern / bzw. Steine inkl. Bewehrung vergießen inkl. der Durchgänge/ Abgänge

    5) Boden gießen

    6) Vließ/ Folie

    7) Technik (FST Filtersystem inkl. Skimmer/ Bogensiebfilter/ etc.).

    8) Kleinzeugs


    Am Ende bzw. zur Terasse wird die Mauer ca. 50 cm über dem Bodenniveau stehen, um eine Sitzgelegenheit zu haben. Eine Flachwasserzone soll zum rumlümmeln genutzt werden. Die Tiefe im Schwimmbereich soll ca. 1,7m betragen, die Sumpfbecken ca. 1m.

    - Welches Filtersystem würde für diese Größe in Betracht kommen?

    - Seht Ihr planerische Herausforderungen oder Kriterien, die ein Problem darstellen?

    - Habt Ihr andere Ideen für die Integration des Pools in den Hang bzw. an die Terasse? Die Hauptterasse vor dem Wohnzimmer befindet sich nochmal 4 m höher (in Richtung Trockenmauer) und man kann den ganzen Garten überblicken

    - Ist ein Bodenauslauf/ Filter notwenig bzw. welche Vorteile ergeben sich


    Ich hoffe Ihr könnt mit der ersten Skizze etwas anfangen und meine Idee wir soweit klar.

    Gruß, Chirstoph



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  • Hallo Chirstoph,

    bin zwar mit meinem Teich auch noch nicht ganz fertig und daher eher auch noch newbie , würde aber meinen Sieht gut aus soweit deine Planung. Einzig was ich sehe sind die doch recht hohen Bäume in östlicher Lage . Da kommt bestimmt einiges an Laub runter.

    Technik würde ich dir wie soll es anderst sein das hier erhältliche aus dem Shop empfehlen. Sprich Wandskimmer zusätzlich eine tiefenabsaugung das das nachfolgende filtersystem auch genug Wasser bekommt bei der Teichgrösse , Bogensiebfilter für die grobe vorreinigung und Schonung der Pumpe ( gute Standzeit und leicht zu reinigen) danach Pumpe und Druckfilter für die Feinfilterung um das nachfolgende biofiltersystem nicht mit dreck vollzupumpen . Und dann über biodrain ausströmer in deine Sumpfbecken bzw. Kiesfilter. Danach über ausströmer oder evtl. kleine Wasserfälle zurück in denn schwimmbereich . Ich denke es wird sich hier noch der ein oder andere melden , oder du rufst einfach mal beim Herr Glenk an der berät dich bestimmt gern und gut . Schau dir einfach mal die Galerie an und die Baubericht und die verbaute Technik bei denn Teichen , es funktioniert und es sind keine Bilder und Teiche aus irgendwelchen Hochglanzmagazinen.

    Gruss Timo

  • Ich würde evtl. das Niveau des Teichs höher ansetzen. Also das, was du ausbaggerst drum herum aufschütten (evtl. zum Nachbarn hin eine Stützmauer bauen). Die vorhandene Terrasse auch höher legen. D.h. du guckst beim Schwimmen nicht gegen eine Mauer, sondern von oben herunter! Das hat den Vorteil, dass du 1. weniger Erdarbeiten hast (du musst nicht so tief baggern), und 2. den Aushub nicht wegfahren musst (kostet Geld), und 3. die Aussicht vom Teich und der Terrasse ist besser :-)



  • Danke für die Antworten. Ziel war es, die Terasse (eigentlich sind es 2 Terassen hintereinander, die stufenförmig angelegt sind) soweit zu erhalten und als "Basis" für den Teich zu nehmen. Wir würden glaube ich auch eine 60 cm Mauer in Kauf nehmen und diese mit Mauerverblendern gestalten.... Dann schaut man halt nur nicht direkt auf die Wasserfläche und mus über Stufen in den Teich - aber der Blick von der Hauptterasse ist schöner.... und unten kann man die Beine über die Mauer baumeln lassen.....

    Ich muss mal nachher Flatterband spannen, wie es wirken könnte.
    Das Argument mit dem Erdaushub ist natürlich nicht zu verachten. Der sollte möglichst auf dem Grundstück verbleiben. Damit möchte ich einen Brachliegenden Bereich mit wilden Brombeeren "hochlegen"....8o

  • Ich baue momentan auch einen Naturpool in Hanglage, bei mir werden am niedrigsten Punkt vom Hang ca 80 cm vom Becken aus dem Erdreich herausragen. Am höchsten Punkt bin ich mit der Beckenkrone auf erd Höhe.

    4 Meter unterhalb des Naturpools habe ich eine 1 Meter hohe Stützmauer dadurch kann ich einen Teil vom Hang mit dem Aushub begradigen.

  • je mehr ich drüber nachdenke, desto besser gefällt mir die Lösung. Ich überlege nur, wie ich einen schönen Einstieg von der Terasse realisiere. Ich müsste dann mit Blockstufen arbeiten, um in den Teich zu kommen. Von oben bzw. von der anderen Seite komme ich natürlich ebenerdig rein...

    Kannst Du mir mal Bilder von Deiner Baustelle senden? Wir haben anscheinend ungefähr dieselbe Ausgangssituation...

  • Ich finde den Vorschlag vom Landwirt auch sehr gut.

    Überlege dir ob du nicht die Terrasse trotzdem auf das Teichniveau anhebst und parallel in Terrassenbreite mit dem Erdaushub ausfüllst und dann erst den Hang mit der Trockenmauer abfängst.

    Dann kannst du über Stufen auf deine Terrasse gelangen.

    Unterschätze nicht den Druck des Wassers wenn die Beckenwand an der einen Seite freisteht.

  • Hallo,

    24er Schalsteine horizontal und vertikal bewährt, ich denke, das hält. Sofern diese ein gutes Fundament haben.

    Ich habe aus 17,5er Steinen eine Mauerumrandung per Hand gebaut und nach einer Woche mit einem Rüttler die Erde dahinter verfestigt. Da bewegt sich nichts mehr. ( hat auch der Rüttler gemerkt)

    Beim Verdichten der Erde immer darauf achten, das lagenweise( max. 30 cm) verdichtet wird. Setzungen können manchmal erst nach Jahren sichtbar werden. In den zu erhöhenden Bereichen erst aufschütten, dann verdichten, dann die gewünschte Form herausarbeiten. Hört sich viel an, ist aber vom Aufbau am einfachsten.


    Andreas

  • Ich werde am WE mal die mögliche Mauer mit Schaltafeln andeuten, damit meine Frau auch eine Vorstellung hat... :). Eine schön verblendete Mauer hat ja auch seinen Reiz....


    Habt Ihr die Steine mit einer Betonpumpe oder mit dem Mischer und Hand befüllt? Bodenplatte ebenfalls mit dem Mischer?

  • Hab 24 Schalsteine horizontal 5 12er Eisen je Meter und vertikal 2 10 Eisen je lage, rundum mit einer 20cm Bodenplatte verbunden. Das sollte eigentlich halten. Hab eine 220cm hohe Stützmauer welche genau so aufgebaut ist, komplett hinterfüllt, verdichtet und oben drauf ist Parkplatz, dass hält schon ewig.

    Und diese aufstell Metalpools z.B. halten ja auch dem Wasserdruck stand.

  • Ja, das mit dem Wasserdruck wird oft überbewertet. Wenn man bedenkt, dass es Pools gibt, die überhaupt nur durch den Wasserdruck gehalten werden und das lediglich mit einer recht dünnen Folie...

    Bei mir guckt die Mauer etwa 60 cm über den Boden raus und geht auch nur 60 cm in den Boden runter (also nicht bis zum Teichgrund, der ist nochmal 1 m tiefer). Ich habe die 24er Steine genommen, weil ich die Breite haben wollte, um nachher oben drauf lang zu laufen. Je Meter steckt senkrecht ein 10er Eisen drin und oben unter der letzten Lage liegt längs auch ein 10er Eisen.

    Ich habe selbst eine Mischmaschine (pro Ladung etwa eine Schubkarre voll) und daher alles auch selbst gemauert und betoniert. Habe aber keine Bodenplatte oder sonstwelche Konstruktionen, die eine größere Menge Beton auf einmal benötigt hätten.

  • Ja, das mit dem Wasserdruck wird oft überbewertet. Wenn man bedenkt, dass es Pools gibt, die überhaupt nur durch den Wasserdruck gehalten werden und das lediglich mit einer recht dünnen Folie...

    Bei mir guckt die Mauer etwa 60 cm über den Boden raus und geht auch nur 60 cm in den Boden runter (also nicht bis zum Teichgrund, der ist nochmal 1 m tiefer). Ich habe die 24er Steine genommen, weil ich die Breite haben wollte, um nachher oben drauf lang zu laufen. Je Meter steckt senkrecht ein 10er Eisen drin und oben unter der letzten Lage liegt längs auch ein 10er Eisen.

    Ich habe selbst eine Mischmaschine (pro Ladung etwa eine Schubkarre voll) und daher alles auch selbst gemauert und betoniert. Habe aber keine Bodenplatte oder sonstwelche Konstruktionen, die eine größere Menge Beton auf einmal benötigt hätten.

    Darf ich fragen, wieso du keine Bodenplatte hast? Wie hast du den Pool nach unten abgedichtet? Nur Vlies und Folie?

    Sorry, falls die Frage eigentlich klar sein sollte!?! Bin noch neu hier und gerade noch dabei mich in das Thema einzulesen..

  • Wir haben einen sehr schweren Lehmboden, d.h. Boden, Seiten, etc. sind aus Lehm modelliert und glatt gestrichen, also quasi verputzt. Darauf ist dann das Vlies und die Folie (2mm). Die Gefahr, dass sich im Boden etwas setzt oder abrutscht besteht nicht. Die Mauer war nur nötig, weil auf dieser Seite des Teichs zur Grundstückgrenze nicht genug Platz war, um den halben Meter, den der Teich über dem alten Grundstücksniveau liegt aufzufüllen. Der aufgeschüttete Bereich auf der anderen Seite wurde vom Bagger festgewalzt, ist also auch hart wie Beton.

  • da meine Grobplanung weiter voranschreitet habe ich noch eine Frage zur Auslegung der Filterfläche. Der Schwimmbereich soll ca. 8x4 m werden. Dazu eine mech. Filterung (Set aus dem Shop mit BSF/ Skimmer, etc) wie lege ich den Kiesbereich aus, d.h. welche Größe/ Volumen muss ich dafür vorsehen, damit das Wasser ordentlich geklärt wird? Das damals angebotene Buch gibt es ja leider nicht mehr...

    Ich habe vor mit 2 Kiesbereichen zu arbeiten. Mit dem oberen möchte ich den Hamg (ca. 60cm) abfangen und von da aus mit einem kleinen Wasserfall in den Schwimmbereich gehen. Das ganze dann über ein Absperrhahn regulieren, damit ich den Wasserfall auch abschalten kann. Spricht etwas dagegen oder ist meine Idee umsetzbar?

    Danke für die Unterstützung....

  • Darf ich fragen, wieso du keine Bodenplatte hast? Wie hast du den Pool nach unten abgedichtet? Nur Vlies und Folie?

    Sorry, falls die Frage eigentlich klar sein sollte!?! Bin noch neu hier und gerade noch dabei mich in das Thema einzulesen..

    Ich stell hier mal die Gegenfrage (die ich mich auch schon immer gefragt habe), vielleicht kann sie ein anderer Teichbauer ja mal schlüssig beantworten:

    Wozu betonieren viele unter ihrem Teich eine 10, 20 oder noch mehr cm dicke Betonplatte?

    Wenn der Teichgrund unterhalb des Grundwasserspiegels liegt, könnte ich das vielleicht ja verstehen, aber das dürfte für die Allerwenigsten zutreffen.

  • Ich stell hier mal die Gegenfrage (die ich mich auch schon immer gefragt habe), vielleicht kann sie ein anderer Teichbauer ja mal schlüssig beantworten:

    Wozu betonieren viele unter ihrem Teich eine 10, 20 oder noch mehr cm dicke Betonplatte?

    Wenn der Teichgrund unterhalb des Grundwasserspiegels liegt, könnte ich das vielleicht ja verstehen, aber das dürfte für die Allerwenigsten zutreffen.


    OK meine Ursprungsidee war auch mal Loch buddeln und dann Vlies und Folie rein.. Dann habe ich angefangen zu lesen und fast alle machen eine Bodenplatte und gemauerten Wände.. Sehr aufwendig und natürlich viel teurer..

    Da wir auch einen sehr lehmhaltigen Boden haben, könnte das ja ohne Bodenplatte doch noch eine Option sein :)

    Das "Verputzen" habt ihr dann mit Lehm gemacht oder womit?

    Nur die Technik wird dann ja wieder nen Problem. Also Bodenplatte weglassen und nur die Wände mauern?!