Stirnbretter aus Lerche an der Wasserlinie

  • Hi,

    die Stirnbretter meiner Terrasse sind aus Lerche und liegen zur Zeit dauerhaft etwa 3cm unter der Wasserlinie. Das schöne ist, dass man keine Folie sehen kann. Allerdings weiß ich nicht wie lange das Holz den ständigen Kontakt stand hält. Ich brauche euren Rat:


    So lassen und alle paar Jahre (hält das so lange) erneuern?

    Die Bretter kürzen damit sie trocken fallen

    ..oder mit Bootslack etc. behandeln?


    Vielen Dank für Eure Hilfe


    Manu

  • Ich habe genau das selbe Problem. Allerdings reicht bei mir das Wasser nur bei maximalen Fühlstand bis an die Bretter. Die sind dann ca. 1 cm im Wasser. Ich mache das mittlerweile so das ich jedes Mal sauge wenn der Wasserstand so hoch ist. Regnen hier oben eh genug um den Teich jedesmal wieder aufzufüllen.


    Aber ich an deiner Stelle würde die Bretter abnehmen und entsprechend kürzen, bezogen auf den maximalen Füllstand. So ist dann sichergestellt das sie nicht ständig Kontakt zum Wasser haben. Streichen würde ich nicht. Zum einen ist meine Erfahrung das dies bei Lärche keinen dauerhaften Effekt hat. Zum anderen würde ich vermeiden wollen das behandeltes Holz mit dem Teichwasser in Kontakt kommt. Aus diesem Grund habe ich auch meine Hölzer alle komplett unbehandelt gelassen.

  • Nur zur Info:

    Holz ist unter Wasser haltbarer als an Luft. Die Erklärung ist einfach. Unter Wasser siedeln sich keine Pilze an, die an Land für den Verfall sorgen. Deshalb ist Holz unter Wasser entgegen der landläufigen Meinung haltbarer als an der Luft. Es sollte auch nicht in irgendeiner Weise behandelt werden. Vielleicht musst du die Bretter in hundert Jahren austauschen, aber wahrscheinlich nicht. Insbesondere Lärche eignet sich sehr gut für den Unterwasserbau. Man kann auch schöne Becken damit bauen. In Österreich ist diese Bauweise weiter verbreitet als in Deutschland. Deshalb habe ich auf der Ratgeberseite auch einen entsprechenden Bauvorschlagfür eine Holzrahmenbauweise gemacht. Auch hier im Forum gibt es Mitglieder, die ein Holzrahmenbecken erstellt haben.

    Gruß

    Ralf Glenk

  • Ralf, es betrifft ja auch nicht die Eichenholzbalken die bei mir dauerhaft unter Wasser liegen. Es geht um die Stirnbretter an der Terrasse. Die liegen ja nur teilweise im Wasser. Hier gut zu sehen:

    (Nicht von den Spalmaßen irritieren lassen, die Bretter sind noch nicht richtig verschraubt)

    Die Feuchtigkeit saugt sich einige mm über die Wasserlinie ins Brett hoch. Ich bin daher davon ausgegangen, dass diese relativ schnell weggammeln weil hier Luft und Wasser zusammen kommen. Wenn dem nicht so ist, dürfen die gerne in Wasser hinein ragen - ist optisch für mich ein echter Gewinn!

  • genau da liegt dein Problem, wie erwähnt ist Holz im Wasser haltbar. Aber der Übergang Wasser/Umgebung ist das Problem.


    Schau dir mal Stege an die ins Wasser gehen, die Stelzen gehen an der Wasserlinie kaputt...


    Ich vermute es wird recht schnell unschön aussehen und würde die Terasse 10cm höher legen :rolleyes:

  • Nitro

    Ja ich glaube auch, dass das nicht lange hält. Ich brauch aber nicht die Terrasse höher legen sondern muß nur die Stirnbretter um ca. 3cm in der Länge kürzen - was bei niedrigerem Wasserstand halt die Sicht auf die Folie freigibt.


    thomas6789

    Das wäre eine Lösung. Optisch wäre da aber ein gekürztes Stirnbrett für mich die schönere Lösung...


    Allerdings hat mich das auf die Idee gebracht, mal nach Kunststoffbrettern zu suchen. Ich werde mal mit einem Holzmuster meines Terrassen Holzes den lokalen Baumarkt aufsuchen. Im Netz finde ich reichlich Bilder von Kunststoffbrettern die gar nicht so übel aussehen...

  • Wie Nitro bereits gesagt hat, ist die Übergangszone von Luft zu Wasser etwas anderes als die komplette Überdeckung mit Wasser. das hatte ich aus dem Anfangsbeitrag nicht herauslesen können. Hier herrschen für die Pilze ideale Bedingungen. Feuchtigkeit und Sauerstoff gibt es zur Genüge. Ich habe für diesen Bereich Bankirai eingesetzt. Es scheint durch die Gerbstoffe nicht anfällig für Fäulnis zu sein. Jedenfalls sehe ich nach 8 Jahren noch keine Veränderung.

    Gruß

    Ralf Glenk

  • Ok, selbst wenn ich alle 8 Jahre die Bretter erneuern müsste, wäre das für mich optisch die schönste Lösung.

    Ich gehe also wie folgt vor. Die Bretter werden wieder ungekürzt montiert und ich schaue denen beim Gammeln zu. Wenn sie arg unansehnlich sind oder gar das Wasser verschnutzen, werden sie gegen Bankirai ausgetauscht!


    Danke & Gruß

    Manuel

  • Daelmanu ich werde etwas ähnliches machen müssen für ein holzverkleidetes höherstehendes Regenerationsbecken. Hier wird auch die Beplankung oberhalb der Wasserlinie beginnen und dann bis ins Wasser reinreichen. Geplant war auch Lärche mit der Gewissheit das eine Brett alle x Jahre auszutauschen.


    Jeztzt im 2019: Wie sieht es bei Dir aus? Brett schon ausgetauscht?


    Gruss WipWap

  • Seit 2016


    Sollte ich meine Bretter irgendwann mal austauschen sollen werde ich die dann wohl aber etwas kürzen, sodass der Rand bei maximaler Befüllung ca. max 1 cm über dem Wasser liegt. Der wird dann zwar beim baden nass, aber trocknet ja auch wieder. So sollte ich dann nie wieder dabei müssen...zumal man ja nicht jünger wird :-)


    Was den Hinweis mit den Kunststoffplatten von ASKARI betrifft wollte ich auch noch kurz was sagen. Leider ist er selbst hier ja nicht mehr aktiv, aber ich bin 2016 bei ihm persönlich gewesen um mir vor dem Bau unseres Pools einige Anregungen und Tipps zu holen...er wohnt nur 30 km weg.


    Wenn ich mich richtig erinnere war er damit nicht ganz so zufrieden, da sich die Platten bei ihm - wohl aufgrund der UV-Strahlung etwas verzogen und gewellt hatten...etwas ausgeblichen sind die laut seiner Aussage wohl auch schon gewesen.


    Aber wie gesagt: Alle Angaben ohne Gewähr ;-)