13 Jahre alter Regenerationsteich bekommt ein Update

  • Moin

    Etwas über eine Woche ist es her, das ich mit Kies schaufeln angefangen habe. Die Zeit zog sich dahin und die Mengen auch. Meine Anfangsplanung wurde je nach Schaufelfortschritt gedanklich mehrmals über der (kies)Haufen geschmissen.


    Nun bleibt der äußere Rand stehen und wird nur etwas angepasst. Der innere Rand kommt ersatzlos weg. Die grünen Drainrohre ( damals der Standart, weil es damals nur wenig Erfahrung gab) förderten eine Erkenntniss zu Tage, die mich umgehauen hat.


    Die Rohre sind so dicht, das wasser nicht einmal von einer zur anderen Seite durchfließt


    Und so sieht es in den Roren aus, wobei die Pampe hier im Rohr schon etwas zusammengerutscht ist. Also sollte bei der nächsten Konstruktion unbedingt eine Saug- und Rückspühlfunktion gegeben sein. Und zwar bis in das jeweilige Rohrende hinein.


    So sieht es am heutige Sonntag aus.


    Diese Menge wartet auf den Abtransport



    Andreas

  • ich habe diese Ausströmermatten drunter und ja auch letztes Jahr das Filterbecken erneuert. Die Wurzeln waren auch bis runter gewachsen und hatten sich bis unter die Matten gearbeitet.


    Aber es war nicht zugewachsen oder voller Schlamm. Mein Filterbecken ist aber auch recht tief, rückgespült habe ich 2-3 mal im Jahr.


    Aber ja, eine Sch...arbeit. Kies schüppen ist schon nicht schön, und Wurzeln durchzogen geht es an die Substanz...

  • Olli

    - die Schlammablagerungen stammen von 13 Jahren Benutzung

    - Als Vorfilter diehnt nur der Vorfilter meiner Pumpe und ein, ich glaube, Oase Filtoclear 6000.


    ich hatte schon öfter feinen Sand im Filter, habe den auch rückgespühlt. War wohl alles nicht gründlich genug.

    Doch bei der Neuanlage wird auf Rückspühl- und saugmöglichkeit geachtet.

    Früher waren die Kenntnisse nicht so weit.:/


    Andreas

  • Ich habe zusätzlich zu einem Siebbogen Vorfilter 0,3mm noch einen Druckfilter vor den Kiesfilter geschaltet um auf lange Sicht von solch einer Großaktion bewahrt zu werden. Ich hoffe das bleibt mir erspart...

    Allerdings sind 13 Jahre auch schon eine lange Zeit... Mit kümmerndem Pflanzenwachstum hast Du ja wohl keine Probleme gehabt! Der Schlamm hat sicher auch dazu beigetragen...

  • Nun gibt es mal ein kleines update:

    Zustand gestern:


    Der Container 8m³ habe ich mit einem Minibagger befüllt. Die Menge passte gerade so. Laut goggel waren das etwa 13 Tonnen Kies.


    Bei dem Abriss der inneren Umrandung habe ich festgestellt, das günstig nicht immer geil ist. Die Umrandung war mit sogenannten Mähfix gemauert und mit Armierungsgewebe und -mörtel felsennah gestaltet. Hört sich so ähnlich an wie das Artlake-Verfahren, werden vieleicht einige denken. Ist auch nicht ganz falsch gedacht, .....aber ich wollte intelligenter sein und habe an allem möglichen gespart. Kein Unterflies und das Gittergewebe aus dem Baumarkt. Außerdem nur dünn Armiereungsmörtel drauf und etwas Farbe. Sah gut aus, also Geld gespart. Leider nein. Der Mörtel hat sich vom Gewebe gelöst, weil er es nicht ausreichend durchdrungen hat. Das Gewebe ist im Wasserbereich porös wie perforiertes Papier. Alles zusammen hat sich von den Mähfix gelöst.

    Nach einem kontruktiven Telefongespräch mit Ralf Glenk( Danke nochmal dafür Ralf Glenk ) habe ich für mich beschlossen, diesmal komplett nach Ralf seiner Artlake-Methode die Umrandung herzustellen.

    Hier mal ein Bild meines Desasters:


    So sieht der Teich jetzt aus. Nur noch etwas aufräumen, die Falte wegschneiden/-bügeln und auf die neuen Materialien warten.


    Andreas

  • Hallo Andreas,

    die Bilder mit den Drain-Rohren sind sehr interessant. Auch hier zeigt sich, dass eigene Erfahrungen nicht immer übertragbar sind. Als ich meinen Teich 2009 umgebaut hatte, wurde der Filterbereich abgerissen und an anderer Stelle neu gebaut. Ich war überrascht, dass die Drainrohre noch in so gutem Zustand waren und kaum Verstopfungen aufwiesen. Wurzeln hatten sich allerdings auch reingeschlängelt.

    Wenn ich jetzt die dicke Schlammschicht in den Rohren sehe, zeigt mir dies wie wichtig eine gute mechanische Vorfiltrierung ist. Ich habe schon auf unserer Ratgeberseite darauf hingewiesen, dass man nicht einfach den Skimmerschmutz in den Wasserverteiler leiten darf. Nur die Blätter auffangen reicht nicht. Dein Bild sagt mehr als tausend Worte.

    Dabei hast du es nicht mal selbst verschuldet. Eigentlich sollte der Filtoclear die Partikelseparation übernehmen. Der funktioniert aber nur mit neuen Schwämmen. Sobald die Elastizität nachlässt, dehnen sich die Schwämme nicht mehr weit genug aus um das Gitterstützrohr abzudecken. dann fliesst der Dreck ungehindert weiter. Das sieht man aber nicht. Deshalb haben wir diesen Filter damals wieder aus dem Programm genommen.

    Ich werde unseren neuen Druckfilter von der Filterstation demnächst auch einzeln anbieten. Eventuell mit einer Variante. Dann kann man auch vorhanden Anlagen relativ einfach nachrüsten.

    Bezüglich der Beschichtung bleiben wir wie besprochen in Kontakt. Wenn du neue Erkenntnisse aus dem geplanten Lehrgang über den Mörtelshop mitbringst, würde ich mich freuen wenn du sie mitteilst. Ich möchte unter dem Oberbegriff Artlake Verfahren aufzeigen die benutzerfreundlich und möglichst betriebssicher sind. Obwohl man dem letzten Anspruch nur nahekommen kann.

    Ich war schon kurz davor Artlake komplett einzustellen. Wir hatten viele Anfragen und Beratungsgespräche. Gekauft wurde anschliessend das günstigste Putzgitter im Baumarkt. Da habe ich die Lust verloren, Spezialmaterialien herstellen zu lassen, die dann nur Lagerplatz wegnehmen aber keine Abnehmer finden. Nach einem Neustart im vergangen Jahr ändert sich das allmählich. Das gibt mir Mut das Thema Teichbeschichtung und Kunstfelsen weiterzuentwickeln.

    Gruß

    Ralf Glenk

  • Moin


    Hier mal wieder einen aktuellen Zwischenstandsbericht in Bilder:

    An die vorhandenen Rohre müssen jetzt die Flansche angebracht werden


    Flansch mit Beton fixiert und mit Teichvlies gegen Folienbeschädigung gesichert


    Die Kieslieferung entsprach nicht dem Laborbericht des Kieswerkes. Daher musste ich mir etwas einfallen lassen. Eine Kieswaschanlage war geboren.



    3 Tonnen Kies mussten zur Reinigung leider mehrfach in den Wasserstrahl geschaufelt werden- ergab etwa 9 Tonnen geschaufelt

    Hier der Zusammenbau des Schachtes.






    vor dem großen Gewitter war dann alles drin. Nach dem Gewitter auch 10cm Wasser.

  • Wieder mal ein update


    8 To Kies 2-8 teilweise in den Radlader geschaufelt, an der Teichkante abgekippt und per Hand verteilt


    Den Ablauf einbetoniert und die Fläche für Artlake hergestellt



    Artlake




    Nach dem Außenrand das Überlaufbecken.

    Hier wurden Styrodurstücke passend zugesägt und mit PU-Schaum aufgeklebt







    das Styrodur wurde mit Fliesenkleber überzugen und gezahnt, um dann weiter nach dem Artlake Prinzip zu arbeiten. Wärend der Arbeiten fiehl auf, das der Überlauf zu hoch war. Also mit einem scharfen Steakmesser und einem Cutter das Gewebe zerschneiden und durch das Geschmiere (aufgetragener Zementmörtel und Gittergewebe) ein Teil herausgeschnitten.


    Danach noch die vorab eingefärbte Dichtschlämme aufgetragen und mit Farbpulver-Sandgemisch beschmissen. Mit Pinsel/ Quast die Farben in einander gearbeitet. Das Wasser bis an die Kieskante eingefüllt.



    Andreas