Regenwasser einleiten

  • Hallo zusammen
    Ich hätte noch ein offenes Planungsthema.


    Ich möchte Dachwasser in den Filterbereich einleiten um den Wasserverlust auszugleichen.


    Ich würde gerne ein automatisiertes Systembauen welches erst nach ca 10min Regenfälle einleitet so dass die Pollen und Nährstoffbelastung sehr gering ausfällt.
    Fällt euch hierzu was ein?
    Ich könnte natürlich auch bei jedem Regen in den Garten rennen aber dazu gäbe ich nicht allzu große Lust.
    CIAO Markus

  • Tue es doch.
    Das Zauberwort heißt zwischenspeichern. Eine entsprechend gesteuerte zweiteilige Regenwasserspeicherung fänd ich prima als Nachfüllreserve für Schwimmteiche. Ich hab da auch schon einige Ideen dazu. Verrat ich aber noch nicht. Freu mich aber, wenn sich auch andere Leute darüber Gedanken machen.
    Das Regenwasser, dass ich hier bei mir auch ohne Steuerung sammele, hat einen Leitwert von 10 µs/cm. Normal bei Leitungswasser sind Werte zwischen 300 und etwa 600 (jaja es gibt auch viel höhere Leitwerte im Leitungsnetz, dass sind aber eher Ausnahmen) Was aus dem Teich verdunstet ist reines destilliertes Wasser. Nur wenn er das auch wieder zurück bekommt, kann man verhindern, dass sich bestimmte Stoffe im Teich anreichern. Das geht dann nur mit Auffüllen von Dest. Wasser, Osmosewasser oder eben sauberem Regenwasser.


    Beste Grüße Peter Latzel

  • Zitat

    eben sauberem Regenwasser.

    und eben das ist das problem . nach längeren trockenphasen im frühjahr/frühsommer hat das regenwasser genug fracht geladen , die keiner im teich braucht . da ist das , was direkt reinregnet schon böse genug .

  • Das ist ja wieder die alte Diskussion.
    Ich möchte das Regenwasser über einen Fallrohrfilter auf jeden Fall nutzen.
    Weitere Aufwand ist aus meiner Sicht nicht rentabel da man für das volle Programm also Unterflurtank, Pumpe usw locker 1000euro los ist.
    Ich brauche nur noch eine Automatisierung für die verzögerte Einleitung.
    Aus dem Fallrohrfilter geht ein 1Zoll Anschluss raus.
    Ideen?

  • Entschuldige Blockheadjoker, wenn ich mich nun wieder direkt an its me wenden muß.
    Es ist außerhalb der Ballungsgebiete und deren Winddriftzonen kein so großes Problem an sauberes Regenwasser zu kommen. Wie gesagt bei mir in Oberbayern ohne jede Maßnahme ein Leitwert von 10 µS/cm. Da hat selbst manche Osmoseanlage Probleme mit. Das IST sauberes Regenwasser. Und als Nachfüllwasser ideal. Als reines Füllwasser könnten negative Effekte wie zB wegen zu schlechter Puffereigenschaften auftreten, aber beim Nachfüllen hat das überhaupt keine Bedeutung, wenn der Wasserverlust des Teiches auf Verdunstung beruht.
    Zu Blockheadjoker:
    So eine Regenwassersammelanlage kann man natürlich auch vielfältig nutzen, das erhöht die Wertschöpfung, aber das Geld für die Investition über Trinkwassereinsparung wieder hereinzubekommen ist schwierig, da geb ich Dir recht. Probiers doch mal mit einem Oberflächenspeicher aus den Polyethylenpalettenspeichern?! Muß man halt irgendwo gestalterisch geschickt einbinden.


    Gruß von Peter Latzel

  • Hallo @all


    die Idee mit der Regenwassernutzung geistert auch in meinem Kopf rum. Dazu hätte ich folgenden Vorschlag: einen Regenauffangbehälter mit einem Abfluss versehen, der, solange es wenig regnet oder erst angefangen hat zu regnen, das Wasser ungenutzt durchlaufen läßt. Sobalt die Regenmenge über der Abflussmenge liegt, steigt der Pegel , um dann das saubere spät erhaltene Wasser in den Teich zu leiten. Ich denke mal, das hierbei die Wartung auch minimal ist. Kleine Schauer laufen ungenutzt weg, bei großen Mengen schlägt die Nutzung erst verspätet an.


    Andreas

  • Hallo Peter Latzel,
    vom Regenwasser in ländlichen Gebieten bin ich nicht so überzeugt. Habe eine Regenwasserzisterne von 100m², das Wasser benutze ich für Gartenbewässerung usw.. Ich habe auch schon an die Einleitung in den Schwimmteich gedacht, aber alle Analysen ergaben Phosphatwerte, die erheblcih über den phosphatwerten in meinem Schwimmteich lagen,so habe ich es sein lassen.


    Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    Aussage gilt natürlich nur bei den bei uns üblichen Dacheindeckungen und in unserer Klimazone. Auf der Höhe von Korsika würd ich da erst mal keine Aussage machen wollen. Hast Du eine Steindeckung oder ist die Zisterne in den Fels gehauen? Wie hoch sind denn die Phosphatwerte in Teich und Zisterne?
    Eventuell könnte man über einen Phosphatfilter nachspeisen.


    Beste Grüße Peter Latzel

  • Hallo Peter.
    meine Phosphatwerte im Teich 0,012 mg/l, in der Regenwasserzisterne 0,06 mg/l. Mein Dach hat Ziegeleindeckung und die Regenwasserzisterne ist aus Tuffstein gemauert und dann verputzt, habe ich so übernommen. Da ich inzwischen eine Fotovoltaikanlage habe und die Stromkosten keine Rolle mehr spielen, benutze ich das Wasser aus meinem Brunnen ( 200 m tief) für den Schwimmteich, Phosphatwert 0,011 mg/l.


    Herzlichen Gruß
    Wolfgang

  • Hallo Wolfgang,
    Wahrscheinlich kommt der erhöhte Phosphat aus dem Tuffstein. Aus der Aquaristik sind Probleme mit hohen Phosphatwerten bei der Verwendung von Tufftsein für Dekozwecke bekannt. Auch Mörtel kann Phosphat abgeben. Aber Du hast das Problem ja gut gelöst.
    Aus dem Grund habe ich alte Waschbetonplatten (>30 Jahre) am Teichgrund liegen und keine Neuen.


    Gruß Peter

  • Hallo Wolfgang,
    zusätzlich zu den von Peter angesprochenen Problemen mit geogen bedingten Lösungsprozessen, hast Du im mediterranen Klima halt auch etreme Sommertrocknis, die wenig ergiebigen Regen im Sommer waschen dann die lange exponierten Dachflächen ab und versiegen dann gleich wieder. Wir habens da mit ergiebigen Sommerregen besser, wenn bei dir der Regen schon aufhört, stellen wir erst um auf "sammeln für den Schwimmteich". Aber trotz alledem ist dein Regenwasser nun auch nicht extrem schlecht, mancheiner bei uns würde sich über solches Nachfüllwasser freuen. Dazu kommt, dass bei Dir wahrscheinlich nur Gelöstphosphat gemessen wurde und nicht Gesamtphosphat. Einiges an Phosphaten könnte auch noch in Deinem Bewuchs stecken.......
    Beste Grüße Peter Latzel