• Hallo zusammen!


    Ich möchte die Badesaison etwas verlängern und überlege die Installation einer Poolheizung mittels Solarabsorber. Neben den Pool habe ich meine Garage stehen, die mir ein sonniges Flachdach (9m x 3m) gen Süden und Südwest liefert.


    ich möchte natürlich die Kosten so gering wie möglich halten.


    Wer hat bereits Erfahrung mit den Einsatz von Solarabsorber im Pool? Welches produkt?


    Gruß

  • ich kann mir das funktionieren irgendwie nicht vorstellen. Mag was bringen bei Wärme und ausreichend Sonne, aber gerade dann wenn´s dunkler und kälter wird....? Wenn es draußen kälter ist muß das Wasser schon recht warm sein um das zu nutzen, sonst geht da eh keiner rein. Ich glaube, da hilft nur eine Wärmepumpe....

  • Mir wären die Übergangszeit wichtig, d.h. wenn es schon/noch 20grad Lufttemperatur hat, also in den Monaten Mai und September die Schwimmsaison zu verlängern. Angedacht ist ein Platten-Wärmetauscher (Behncke oder Zodiac) mit 70KW, bei Wärmepumpen-Nutzung (Niedertemperatur) also 35KW.

  • Aber ganu die macht die Probleme, nachts kühl, der Wasserkörper kühlt vollkommen aus und über Tag soll die Temperatur wieder erreicht werden. Daher Solar ohne Abdeckung völlig ungeeignet.


    Wärmepumpen oder Tauscher sind eine gute Alternative, aber ohne Abdeckung wiederrum recht teuer im Unterhalt, rechnet sich somit nur bei kleineren Anlagen.


    Top: Heizung und Abdeckung kombiniert oder sofort als Solarabdeckung, spart Strom, Anschaffungskosten und eine Solarabdeckung hat kaum Folgekosten. Im Zweifel kann dann noch mit Wärmetauscher ein wenig zugeheitzt werden.

  • Ich muss mich hier mal einmischen. Ein Solarabsorber sollte natürlich nicht nachts auch noch durchflossen werden!
    Dafür gibt es ja die Solar-Steuerungen, die einen Temperaturfühler am Absorber haben und einen im Pool. Wird der Absorber um X Grad wärmer als der Pool, dann wird der Kreislauf zum Absorber aktiviert (zweite Pumpe oder Motorventil).


    Wird der Pool zu warm, könnte man aber mal nachts den Kreis zum Absorber laufen lassen, um zu kühlen :D


    Also ich hab einen Naturpool, getrenntes Poolbecken (mit motorischer Rollo-Abdeckung) und einem großen Pflanzenbecken. Die Umwälzung läuft Tag und Nacht, der Absorberkreislauf wird geregelt wie oben beschrieben.
    Nachts verliere ich zwischen 0,5 und 2 Grad im Pool, je nach Außentemperatur, aber das hauptsächlich weil das Pflanzenbecken nachts abkühlt und die Umwälzpumpe diese Kälte in den Pool drückt. Tagsüber an einem schönen Tag kommen bis zu 4 Grad hinzu.


    Das Ganze hängt aber immer von der Größe des Absorbers im Verhältnis zur Poolfläche und Pflanzbereichsfläche ab, sowie ob der Pool abgedeckt ist oder nicht.


    Mein Pool hat 23qm Fläche (wie gesagt, Rolloabdeckung), das Pflanzenbecken hat 28qm und kann nicht abgedeckt werden. Der Absorber hat 20,4qm, wäre mit eher 25qm aber vielleicht besser bemessen.
    Gruß,
    Thorsten

  • Hallo, gib auch mein Senf dazu ....


    Ein bereits guter Solarabsorber liefert ca. 600Wpeak/m², ein richtiger Flächenkollektor (Chinaböller) liefert mind. das Dopplete, man rechnet so 1000-1200 Wpeak/m², ist ja natürlich gegendabhängig. Auch bei keiner optimalen Ausrichtung Richtung Süden und Neigung erreichen sie noch immer mind. 85% der Topleistung. Durschnittliche Erträge während der Badesaison (ca. 6 Monate) bei einer 30m² Anlage in Österreich liegen bei ca. 120KWh/Monat/m², macht 3600 KWh je Monat, macht wiederum ca. 120KWh/Tag im Durchschnitt. Für 1 Grad Erwärmung benötigt man je m³ Wasser bekannterweise 1,16KW. Nun könnt Ihr selbst ausrechnen, was die Solar oder eine WP kostet und welche Leistung sie bringt.


    LG Hans

  • Die Idee nachts gegen die Auskühlung mit einer Wärmepumpe zu arbeiten ist ja grundsätzlich gut, aber ich sehe den Stromzähler in heftige Höhen flitzen.
    Wenn man nachts bei 40cbm Wasser 2 Grad verliert und will das "nur ausgleichen", so sind das schon 40cbm x 2 x 1,16kWh = 92,8kWh. Die Wärmepumpe braucht dafür evtl nur ein Viertel der Stromenergie, also 23,2kWh x Euro 0.24 = 5.56 Euro pro Nacht.
    Und was für einen Stromanschluss braucht so eine WP dann? Um 92,8kWh innerhalb von ca 8 Stunden zu produzieren, müsste sie pro Stunde knapp 12kWh Wärmeleistung abgeben können. D.h. Stromanschluss ist wohl Drehstrom mit ca 3-4kW, oder?


    Lassen wir das mal 100 Nächte laufen wären das 2320kWh bzw 556 Euro, wobei ich nicht sicher bin ob 100 Nächte reichen. Und ich weiß auch nicht of die Effektivität der WP wirklich beim vierfachen des eingespeisten Stromes liegt.
    Wie seht Ihr das? Kommt meine Rechnung hin?


    Und wie verträgt eine WP das Schwimmteichwasser? Das enthält ja immer paar Schwebstoffe, die sich vielleicht festsetzen, oder?
    Gruß,
    Thorsten

  • Zitat

    Und wie verträgt eine WP das Schwimmteichwasser?

    wenn sie dafür konzipiert ist ohne probleme .


    ausserdem sind die schwimmteichwärmepumpen noch effizienter , (cop annähernd 5,0 ) weil sie mit geringer temperaturspreizung und hohem wasserdurchsatz arbeiten .


    und wenn sonne scheint und ein solarmodul auf dem dach was bringt , brauche ich keine zuheizung , weil die sonne ja scheint und die erwärmt das wasser auch... :D 
    und an trüben tagen , wenn ich ein paar grad vertragen könnte , bringt das solarmodul garnix . eine nicht so gute idee :P


    nachtrag: und mit den 100 tagen solltest du bequem hinkommen , weil es ja auch ein paar heisse tage (an denen du dir wünschst , das wasser vorher nicht so warm gemacht zu haben) und durchaus wärme nächte (in denen nichts auskühlt) gibt , wo das ding nicht laufen muss . ;)

  • Um WP und Solarabsorber zu kombinieren, muss man wohl jeweils separate Kreisläufe haben. Ich stelle es mir kontraproduktiv vor, wenn tagsüber die WP ausgeschaltet ist, aber das Wasser vom Absorber erst durch die WP muss. Noch schlimmer wird es wenn nachts die WP arbeitet, aber ihr erwärmtes Wasser durch den kalten Solarabsorber muss.


    Also entweder ein Vorlauf-Anschluss im Pool, danach die "Heiz-Pumpe", dann ein Motorventil, welches das angesaugte Wasser entweder zur WP oder zum Absorber pumpt. Der Rücklauf geht am warmen Ausgang der WP und des Absorbers über ein Y-Stück zurück zum Schwimmteich (evtl Rückschlagventile verwenden). Das wäre kostenmäßig günstiger, aber man kann damit die beiden Heizarten nur im Wechsel betreiben. Die Steuerung ist bissel kompliziert, denn der Absorber wäre Temperaturgesteuert, die WP nach Zeit (nur nachts)


    Oder gleich zwei unabhängige Ein/Ausläufe im Pool und zwei Pumpen, dann kann man tagsüber doppelt heizen, wenn man möchte.


    Oder gibt's noch eine bessere Idee?

  • nachts , wenn die aussenluft schön kühl ist , lässt man die WP richtig ackern , damit sie da ein bisschen wärme entzieht . und tagsüber , wenn sie richtig effizient arbeiten könnte , ruht sie sich aus .


    ist doch etwas widersinnig , oder meinst du nicht ?


    ausserdem hat dein denkansatz den fehler , das die solarabsorber (ich habe mir einiges , das da angeboten wird angesehen , überzeugt hats mich nicht ) ganz andere durchflussmengen brauchen , als WP .



    ich hätte jetzt gesagt , für das geld , das man mit dem weglassen der dings-vom-dach einspart , kann so eie WP verdamt lange laufen und verdammt viel wärme aus der warmen tagesluft ziehen ....

  • Hi!


    WP und Absorber hintereinander schalten, weil sie sowieso tagsüber besonders effizient laufen und daher gemeinsam betrieben werden könnten, macht auf den ersten Blick Sinn. Auf den zweiten Blick sieht man aber die Probleme mit den Durchflussmengen (ist das wirklich so schlimm?) und man kann dann halt wirklich immer nur beides gleichzeitig einschalten.
    Bei 3 Tagen mit schlechtem Wetter kühlt das Becken aber schon gut runter und wenn dann die WP noch mit dem Absorber zusammen laufen muss, dann ist viel Energie für die Katz.


    Also getrennte Kreisläufe machen schon mehr Sinn! Dann kann man, wenn man möchte, jederzeit die WP dazu schalten oder es lassen, gerne auch "nur tagsüber" wegen der Effizienz.


    Einen Solarabsorber hab ich schon und der tut auch sehr gut seinen Dienst. Heute hätte ich die Fläche davon wohl noch größer gewählt, weil zu groß gibt's nicht, es gibt bei Absorbern eigentlich nur "zu klein". Wenn die Wunschtemperatur erreicht ist, kann man immer abschalten, aber man will es halt auch schnell warm haben.


    Bzgl Wärmepumpe wurde hier geschrieben, daß es welche gäbe, die für Schwimmteiche konzipiert wären. Dazu konnte ich nichts finden und frage mich auch, was dabei besonders konzipiert sein soll gegenüber den normalen Poo-Wärmepumpen!?!?
    Gruß,
    Thorsten

  • je kleiner die temperaturspreizung zwischen ein und auslauf der WP ist um so besser für die biologie . wp die wir verwenden arbeiten da im bereich 1°K . und dafür müssen etliche m³ pro stunde durchdeblasen werden .


    und genau das ist der nachteil der schwarzen dinger auf dem dach , da wird das wasser doch mit wesentlich höheren temperatren konfrontiert , und das ist für biologie garnicht gut . ( wenn man sowieso mit UV , kupfer und anderen antischwimmteichmitteln arbeitet wirds egal sein , wenn biologie im vordergrund steht und funktionieren soll , ist es eher schlecht )

  • Sehe ich eher nicht so:


    1. liefere ich das erwärmte Wasser (egal wie viel mehr) nicht in den Klärbereich sondern direkt in den Schwimmbereich (Wasserfall, Quellsteine oder zur Not über Düsen)


    2. kann ich mittels Regulierung auch die Anspeisung durch den solarunterstützen Zulauf so regeln, dass ich mehr Volumen und weniger Temp.-Spreizung in den Schwimmbereich bekomme. Auch bei High- Kollektoren (nicht Absorber) kann ich mit dem Wärmetauscher die Zulauftemperatur (bis zu 90 Grad) regulieren, in der Praxis kommen da nicht mehr wie 30 Gard raus. Bei Deinen schwarzen Dingern am Dach beträgt die Spreizung keine 2 Gard ;-) Dabei sprechen wir von ca. 200li/min Durchfluss je m² Absorber, nach den "erdlichen" Werte der Sonne, Wasser, Natur ist das nunmal so.


    Fazit: Überhöhte Zulauftemperaturen (max. 30 Grad) direkt in den Schwimmbereich zu liefern kostet einem funktionierden Teich nach meiner Information und Erfahrung ein breites "LÄCHELN" - aber noch mehr meiner Gattin und Tochter, Nachbarn und Freunden.


    LG Hans


    Nachtrag: Damit gehe ich von einer Maximalerwärmung von 27 bis 29 Grad aus, wobei ich bei meiner Teichtiefe von 3m lediglich die ersten 2m meine. Über die Auswirkungen bei Mehrtemperatur habe ich keine Erfahrung/Info.

  • Zitat

    liefere ich das erwärmte Wasser (egal wie viel mehr) nicht in den
    Klärbereich sondern direkt in den Schwimmbereich (Wasserfall,
    Quellsteine oder zur Not über Düsen)

    leider weiss deine mikrobiologie nicht , dass sie sich gefälligst im klärbereich aufzuhalten hat . sie ist nämlich durchaus in grossen mengen im schwimmbereich unterwegs .


    und dann tun ihr temperaturschwankungen , wenn auch kurzfristig , überhaupt nicht gut .

    Zitat

    Fazit: Überhöhte Zulauftemperaturen (max. 30 Grad) direkt in den
    Schwimmbereich zu liefern kostet einem funktionierden Teich nach meiner
    Information und Erfahrung ein breites "LÄCHELN"

    da muss das system schon recht robust sein , und unnötigen stress bekommt es trotzdem .da wird das lächeln schnell zur grimasse .



    ich kann mich nur wiederholen :

    Zitat

    ich hätte jetzt gesagt , für das geld , das man mit dem weglassen der
    dings-vom-dach einspart , kann so eie WP verdamt lange laufen und
    verdammt viel wärme aus der warmen tagesluft ziehen ....

    und vor allem , bei einer gut gestallteten anlage ist das zuheizen eigentlich nur an trüben tagen und in der früh/spätsaison wichtig , und da ist auf dem dach eher weniger los .

  • Grundsätzlich ist´s mir zu blöd, auf Deine Weisheiten noch zu antworten. Nur um andere User nicht zu verunsichern, schreibe ich hier aus ERFAHRUNG mit MEINER ANLAGE. Und wenn dies bei Dir so nicht funktioniert hast wohl aus deiner Sicht Pech, zumal ja Dein Wissen diese Möglichkeiten nicht zulassen kann. Zur genaueren Beschreibung für alle anderen User hier der Link:


    http://www.schwimmteich-forum.…28-grad-celsius/#post8277


    Gruß Hans

  • Möchte hiermit mal ein altes Thema aufgreifen, was mich die letzten Tage beschäftigt. Da meiner Frau das Wasser selbst bei 34 Grad Außentemperatur noch zu frisch ist habe ich mir überlegt, wie man das Becken etwas "beheizen" könnte. Mein Ziel ist es die Temp. um ca. 2 Grad zu erhöhen.


    Die erste Idee war auf das Dach des kleinen Gartenhäusschens einige Meter Schlauch spiralförmig auszubreiten. Da das optisch natürlich nicht so der Hammer ist, bin Ich zufällig auf folgendes Produkt gestoßen:


    http://www.poolsana.de/pool-so…oolsana-power-106-x-75-cm


    Ich würde dann ca. 2-3 dieser Module auf das Dach packen und in den Wasserkreislauf der Zirkulationspumpe einbauen. Hier mal eine schnelle Zeichnung mit Paint:


    Den Drainstar habe ich bewusst nicht mit eingebunden, da ich mir nicht sicher bin, ob das für die Bakterien im Kies nicht zu warm werden könnte.

  • Das ist keine gute Idee,

    1. je wärmer das Wasser, desto geringer ist die Sauerstoffsättigung und desto schlechter werden die Bakterien im Pflanzenfilter versorgt.

    2. die normale Umwälzpumpe ist nicht für solche Drücke ausgelegt. Es kommt nur noch wenig Wasser im Klärbereich an, wenn überhaupt. Dafür brauchst du eine Schwimmbadpumpe.

    3. Die höhere Temperatur in den Kollektoren begünstigt eine Keimbildung. Du hast kein Chlorwasser!

    Gruß

    Ralf Glenk