Holz zur Schwimmbereichabgrenzung

  • Hallo allerseits,
    ich bin bezüglich meines Schwimmteiches, den ich in 2 bis 7 Jahren bauen möchte eigentlich schon recht gut informiert, finde aber kaum Details über die Verwendung von Holz zur Abgrenzung des Schwimmbereichs. Das liegt wohl daran, dass dieses Material im Vergleich zu Naturwällen, Mauern oder Teichsäcken eher selten verwendet wird. Ich hoffe, dass es doch den einen oder anderen Tipp oder Erfahrungsbericht gibt.
    Kurz zum derzeitigen Planungsstand: ca. 100 qm groß, die Hälfte Schwimmbereich ca. 1,80 m tief außenrum Regenerationszone, d.h. kein separates Becken, möglichst wenig Technik. Untergrund ist Sand, deshalb und weil ich sowohl einen möglichst großen Schwimmbereich als auch flache Randzonen haben möchte, die Wandabstützung.
    Die Holzwände werden in Blockhausbauweise polygonal miteinander verbunden und ergeben dann einen mehreckigen Kasten, der auf der Folie steht und unten durch aufgelegte Gehwegplatten vorm Aufschwimmen gesichert wird. Verwenden möchte ich geschälte Eichenstangen.
    Nun meine Fragen: Durch die Bauweise bleiben zwischen den waagerechten Holzstämmen Zwischenräume bestehen. Die Trapper haben diese bei ihren Blockhäusern mit Moos etc. abgedichtet. Das geht ja hier nicht, sondern ich brauche etwas, was das Durchrieseln des Substrats verhindert, welches ich wieder hinter der Holzwand auffüllen möchte. Eignet sich hierfür Teichfolie oder Lkw-Plane oder sollte wegen des Wasseraustausches zwischen Bodenkörper und Schwimmbereich etwas wasserdurchlässiges verwendet werden? Spricht etwas dagegen, für die Hinterfüllung den nährstoffarmen Sand zu verwenden, der bei mir auf dem Grundstück ansteht? Um das Aufwirbeln des Sandes zu verhindern würde ich die obersten Zentimeter mit Grobkies abdecken.
    Danke schonmal
    Matthias

  • Hallo Matthias,
    ich würde die Blockbohlenwand zur Substratseite mit einer billigen Teichfolie (0,5mm aus dem Baumarkt) abdichten, alternativ Vlies. Ein durchlässiges Material zu wählen bringt nichts, da es sich sowieso zusetzt.
    Auch wenn du nur wenig Technik einsetzen möchtest, würde ich an deiner Stelle unter dem Substrat Ausströmerrohre verlegen und die Zuleitung verdeckt nach oben führen. Du hast dann später die Option die Substratschicht zu nutzen und mit wenig Aufwand ein leistungsfähiges Vertikal-Klärsystem zu erstellen.
    Sand als Substrat bietet den Mikroorganismen zwar eine große Besiedlungsoberfläche, hat durch seine Feinheit aber schlechtere hydraulische Eigenschaften. Besonders über einen längeren Zeitraum ist die Wasserdurchlässigkeit weniger gewährleistet als bei einer Kiesschicht.
    Gruß
    Ralf Glenk

  • Warum nimmst du denn nicht Lärchenholz, Eiche ist doch zwar ein Hartholz aber fürs wasser schlecht geeignet.Nimm ein Holz mit hohem Harzanteil,wie Lärche ,Bankirai,Douglasie o.ä. An der Stelle solltest du auf keinen Fall sparen und gehobeltes Lärchenholz ist auch nicht allzu teuer.
    Ich denke so wie Ralph geschrieben hat könnte es klappen, jedoch kommt es natürlich auf deine Bohlenstärke an ,die ja dann die Abstände zwischen den Bohlen vorgeben.Ich würde dann auf alle Fälle an allen Bohlen das Fliess richtig befestigen,also nicht nur oben und unten um ein nachrutschen des Fliesses zu vermeiden.
    Grüße Stephan

  • Hallo Matthias,
    ich habe mir auch ´ne Holzkonstruktion ausgedacht. Es handelt sich ganz einfach um Bankirai-Bretter, die an Stahlwinkel verschraubt sind. Die Stahlwinkel (L-förmig) liegen auf der Folie (Geschützt mit ner Doppellage Vlies) des Reg.-bereiches und sind mit Gehwegplatten fixiert.
    Ich werde ein Foto an Ralf schicken, damit er es hier oder bei meinen sonstigen Bildern (Selbstbauprojekte) einstellen kann.


    Herzliche Grüße


    Gerd


    (Anmerkung von Ralf: Das Bild findet ihr hier www.schwimmteichforum.de/Bilder/Holzrahmen.jpg )

  • Hallo,
    vielen Dank für die Anregungen. Zur Erklärung: Eiche will ich nehmen, weil ich die Stämme direkt bei uns aus dem Wald hole. Das habe ich schon zweimal gemacht - Förster bezahlt, selbst gefällt, mit Trecker nach Hause fahren lassen, dort geschält - und daraus dann Pergola, Baumhaus und diverse andere Kindererlebnisbauten errichtet. Die Selbstwerbung macht Spass, man ist draußen in der Natur und stärkt gleichzeitig die regionale Wirtschaft (gekaufte Balken, zumindest die aus dem Baumarkt kommen ja sonstwoher). Wegen Lärche und Robinie müsste ich die Stämme von weiter weg holen. Allerdings sehe ich bei Eiche auch keine grundsätzlichen Probleme. Das Holz der einheimischen Arten ist doch das klassische Material mit dem seit Jahrhunderten bei uns an den Küsten und Binnengewässern Steganlagen etc. gebaut werden. Die - natürlich sehr dicken - Pfosten überdauern selbst im wechselfeuchten Bereich Jahrzehnte. Und bei mir wären die Stämme ja kontinuierlich unter Wasser; oder worin bestehen Deine Bedenken gegenüber Eiche, Stephan?
    Die ganze Konstruktion sieht dann natürlich eher rustikal aus und nicht so edel wie bei Gerd.
    Ralf, die Sache mit dem Rohr hatte ich auch schon in Erwägung gezogen, anhand Deiner Beschreibung bin ich mir jetzt aber nicht sicher, ob meine Überlegungen in die richtige Richtung gehen. Ich beschreibe mal kurz: ich lege also ein Drainagerohr außen um den Holzkasten und führe es an einer Stelle z.B. unterm Steg nach oben. Dort schiebe ich dann möglichst weit einen Ansaugschlauch hinein. Wenn ich die Pumpe anmache, entsteht ein Unterdruck im Drainagerohr. Das Wasser kann nur von oben, durch das Substrat nachsickern, da die Wand zum Schwimmbereich undurchlässig ist. Das angesaugte Wasser führe ich z.B. über einen "Quellstein" dem Teich wieder zu.
    Anhand Deiner Formulierung hattest Du, glaube ich, an eine Wasserführung in umgekehrter Richtung gedacht - aber wo nimmst Du das Wasser weg, welches Du in den Bodenkörper hineinpumpst. Und könnte der von mir beschriebene Weg auch funktionieren?
    Viele Grüße
    Matthias

  • Hallo Matthias,
    so wie du es planst, geht es auch. Grundsätzlich ist es weniger entscheidend ob das Wasser von oben nach unten durch das Substrat strömt oder umgekehrt.
    Du hast aber in der von mir beschriebenen Variante weitere Vorteile.Ich sauge das Wasser über einen Skimmer an und drücke es dann in die Dränagerohre. Dadurch sammle ich den Oberflächenschmutz den ich mechanisch herausfiltere. Das Oberflächenwasser ist gleichzeitig sehr sauerstoffreich, was den aeroben Schadstoff-Abbau durch die Bakterien fördert. Als letztes führt diese Fliesrichtung dazu, dass keine Schlammpartikel in das Dränagerohr gesaugt werden, bzw es sich rundherum zusetzt. Im Gegenteil, die Absetztstoffe wandern langsam an die Substratoberfläche und können dort von Zeit zu Zeit entfernt werden.
    Auf der Homepage www.schwimmteich-selbstbau.de und im shop www.schwimmteichbedarf.de findest du einige Infos zur Wasserumwälzung.
    Gruß
    Ralf Glenk

  • Hallo, ich bin neu im Forum und ... Französisch! Bitte entschuldigen Sie mir für mein ungefähres Deutsch.

    Ich möchte ein natürliches Schwimmbad in Frankreich mit Holzrahmen bauen. In welchem Intervall sollen die Beiträge platziert werden? Welche Dicke / Breite der Platten?

    Anderswo, wie ist die vertikale Strömung durch das Zielsubstrat? Ich habe gelesen, dass 0,5 m3 / h / m2 benötigt werden, aber die von Ihnen beworbenen Durchflussraten sind sehr viel höher. Was ist ein guter Wert?


    Vielen Dank für Ihre Hilfe.

    Georges