Beiträge von Ralf Glenk

    Hallo Uhitz,

    wie stark ist die Schicht? Es wäre schön, wenn du im Frühjahr nochmal berichten würdest, ob sich Frostschäden gezeigt haben. Aber eigentlich glaube ich das nicht, da du einen entsprechenden Untergrund berücksichtigt hast.

    Ich weiss nicht, wieweit ich mit meinen eigenen Tests noch komme, da das Wetter jederzeit auf jahrestypisch umschlagen kann.

    Hallo Chris1980,

    du möchtest einen Naturpool, aber möglichst ohne die Begleiterscheinungen, die die Natur mit sich bringt. Das geht nur mit vielen Verrenkungen, ist teuer und macht je Menge Arbeit. Ich kann mich nur den Ausführungen von Nitro und Kotzbrocken anschliessen.

    Eine Erwärmung auf 28 Grad senkt den Sauerstoffgehalt im Wasser beträchtlich. Bakterien im Biofilter brauchen aber diesen Sauerstoff zum überleben. D.H. die Filterleistung sinkt und Algenprobleme nehmen wieder zu. Dagegen kann man mit Algiziden vorgehen, was in den Kostenrechnungen aber in der Regel nicht vorkommt. Mit Phosphatadsorbern kann man die Verhältnisse im Naturpool verbessern, aber keine Algenbildung komplett verhindern. Dass ist eine Illusion, denn mit jedem Regen kommen wieder neue Phosphate dazu.

    Wenn man einen Naturpool möchte, muss man auch bereit sein, natürliche Prozesse zuzulassen. Dazu gehören die Pflanzen, Kleintiere und in begrenztem Maß auch die Algen. Sie sind alle Ausdruck der Lebendigkeit des Gewässers.

    Deine Wunschvorstellungen passen ehrlich gesagt besser zu einem traditionellen Pool.

    Den Mörtel abschliessend mit Dekorversiegelung einstreichen und besanden. Das geht ganz gut. Die Versiegelung gibt es in der kommenden Saison wieder. Unser Bestand ist ausverkauft und ich will über den Jahreswechsel nichts mehr einlagern. Ein Steinteppich auf der Vermörtelung ist zu offenporig. In den Zwischenräumen der Steinchen würde im Winter Wasser gefrieren und möglicherweise zu Abplatzungen führen. Man kann die Poren mit Harz schliessen, aber das ist keine preiswerte Angelegenheit.

    Eine andere Möglichkeit wäre den Steinteppich ausserhalb des Teiches auf einen tragfähigen Dränageuntergrund aufzubringen. Z.B. Splitt. Das wollte ich noch mal testen.

    Noch ein Nachtrag. Bitte nur eigene Bilder hochladen und keine Beispielbilder die man im Netz gefunden hat. Das kann schnell tausend Euro an Abmahngebühren kosten.

    Bilder kannst du besser in der Galerie hochladen, wenn du dort ein Album anlegst. Die Datenbank des Forums ist mehr auf Textnachrichten ausgelegt und hat nicht die Kapazität für große Bilddateien.


    In der kommenden Saison werden wir Bausätze für Artlake "Garten-Lagunen" anbieten. Diese gibt es dann in verschiedenen Ausführungen mit entsprechender Filtertechnik.

    Die 3D Darstellungen werden in den kommenden Monaten auf unserer Ratgeberseite veröffentlicht. Dort findest du auch Vorschläge für die Filtertechnik, Wasseraufbereitung. Grüntrübungen sind kein Problem und lassen sich gut vermeiden. Mit Fadenalgen und Mulm ist das schon schwieriger und hier wird man um eine gewisse Toleranz nicht herumkommen.

    Das Prinzip scheint mir nicht verstanden worden zu sein. Die Grüntrübung eines neu befüllten Teiches sieht nicht schön aus, ist aber positiv. Die grünen Schwebealgen nehmen die gelösten Nährstoffe im Wasser auf und wandeln sie in organische Masse um. Sobald die biologische Filteranlage (Pflanzenfilter) genügend Bakterien produziert hat, verknappen sich die Nährstoffe und die grünen Schwebealgen verhungern und sterben ab. Sie bilden eine Mulmschicht auf dem Boden und das Wasser ist wieder klar. Die Mulmschicht musst du absaugen, sonst gehen die Nährstoffe wieder in Rücklösung.

    Billiger als mit den Schwebealgen kannst du dem Wasser keine Nährstoffe entziehen. Alle wohlgemeinten Tipps sind also kontraproduktiv. Die "Helfer" zu vernichten verhilft dir zu einem optischen Vorteil, verbessert aber nicht die Wasserparameter. Daphnien können sich nicht von Phosphat ernähren.

    Das gilt aber nur für eine Neubefüllung. Grüntrübungen in einem eingefahrenen Teich sind immer ein Indiz, dass der Pflanzenfilter nicht funktioniert.

    Ich würde jetzt nur in Abständen die Phosphatwerte messen, um zu sehen ob der Wasserwechsel eine Trendwende eingeleitet hat.

    Das ist keine gute Idee,

    1. je wärmer das Wasser, desto geringer ist die Sauerstoffsättigung und desto schlechter werden die Bakterien im Pflanzenfilter versorgt.

    2. die normale Umwälzpumpe ist nicht für solche Drücke ausgelegt. Es kommt nur noch wenig Wasser im Klärbereich an, wenn überhaupt. Dafür brauchst du eine Schwimmbadpumpe.

    3. Die höhere Temperatur in den Kollektoren begünstigt eine Keimbildung. Du hast kein Chlorwasser!

    Gruß

    Ralf Glenk

    Hallo Paige88,

    sehe ich das richtig? Du hast das ganze Forum durchgelesen, aber den Button "Ratgeber" in der Kopfzeile übersehen? Dort findest du die Informationen wie eine Filterkette aufgebaut sein sollte und auch 3D Darstellungen von verschiedenen Schwimmteichfiltern.

    Dann willst du die fertige Filterstation auseinandernehmen und die Pumpe in der Garage aufstellen? Warum ?

    Das passt doch dann alles nicht mehr.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Im normalen Druckfilter liegt das Material als lockere Schüttung, damit es bei der Rückspülung durchgewirbelt wird und die Verschmutzung wieder freigibt. Deshalb darf es nicht in den Säcken "eingesperrt" bleiben. Beim Mehrschichtfilter wird es im Sack entnommen und mit einem Wasserstrahl durchgespült. OC-1 lässt mehr Partikel durch als die Filterballs, dadurch können sich die dünnen Schlitze im unteren Stern verstopfen. Hier müsste man bohren oder einzelne Stege herausbrechen.

    Wenn du auf die Rückspülung über das 6- Wegeventil verzichten kannst, dann wäre ein Einsatz im Sack denkbar. Zwei wirst du wohl brauchen. Ich kann aber nicht abschätzen ob sich das OC-1 im Sack wirklich überall eng am Behälter und Steigrohr abschliesst.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Hallo,

    das Filtermaterial OC-1 ist nur für unseren Mehrschichtfilter einsetzbar. Es passt nicht in normale Druckfilter, da es bei der Rückspülung mit ausgespült würde. Wenn du Pech hast, verklemmt anschliessend das 6-Wege Ventil. Für den Einsatz müsste man den normalen Druckfilter umbauen und die unteren Röhrchen anbohren, da die Schlitze zu eng sind. Die obere Auslaufeinheit müsste ein Gitter bekommen, damit die Röhrchen nicht entweichen können.

    Und falls die Frage kommt, -nein wir haben leider keinen Umrüstsatz. Das Filtermaterial OC-1 ist neu und es gibt kaum passende Filter dafür. Sollte ich eine Lösung für einen einfachen Umbau finden, werden wir diese im Shop anbieten.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Hallo Arno,

    durch die Grüntrübung setzen sich die Filterballs schnell zu. Dadurch steigt der Fliesswiderstand und die Pumpe fördert immer weniger Wasser in den Pflanzenfilter. Das kann man eine Zeit lang an der Pumpe nachregulieren, kostet aber letztendlich mehr Strom. Wenn du es dir leichter machen möchtest, tausche die Filterballs gegen das neue Filtermaterial OC-1 aus. OC-1 im Shop. Es ist nicht ganz so fein, aber baut dafür kaum Widerstand auf. Alternativ kannst du den Dreiwegehahn so verstellen, dass eine Teilwassermenge am Druckfiilter vorbeigeht. Eventuell musst du dafür die mittlere Rändelschraube etwas lösen, damit sich der Hebel in die entsprechende Position drehen lässt.

    Momentan entwickeln sich einzelne Arten explosionsweise. Das spielt sich wieder ein, aber ohne diese Artenvielfalt wirst du deinen Naturpool kaum betreiben können. Auch bei meinen Bogensiebfilter sammeln sich Larven an der Stauplatte. Zu einem Badeverbot besteht kein Grund. Die Tierchen verursachen keine Entzündungen. Das wäre mir zumindest neu. Momentan freuen sich alle über den reich gedeckten Tisch, durch die einzelligen Schwebealgen. Wenn das Wasser wieder klar wird, nimmt auch die Zahl der Larven und Wasserflöhe drastisch ab. Im Scheinwerferlicht wirst du sie dennoch sehen, weil sie sich dort gerne sammeln.

    Die neu angelegten Pflanzenfilter brauchen zur Zeit alle länger, bis sich die Bakterien in ausreichender Menge angesiedelt haben. Der Grund ist die geringe Sauerstoffsättigung des Wassers durch die hohen Temperaturen.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Hallo Ursula,

    bei den Mitteln mit Salicylsäure wird nur dieser Wirkstoff deklariert. Es gibt aber Mittel, die stark mit Phosphat angereichert sind, damit die Algen die Salicylsäure schneller aufnehmen. Diese Mittel können den Phosphatwert um ein Mehrhundertfaches erhöhen. Ich habe das selbst einmal mitgemacht und alle Phosphatsenker brachten keinen Erfolg. Wir haben auch immer wieder Kunden die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.

    Inzwischen gibt es auch salicylsäurehaltige Mittel ohne Phosphat. Wir haben jetzt eines im Sortiment aufgenommen, weil es algizidfrei ist. Aber nicht ohne es vorher zu testen. Es ist tatsächlich phosphatfrei.

    Dir bleibt wohl nur der Wasserwechsel.


    Was ich nicht einschätzen kann, ist ob die reine Salicylsäure auch Phosphate im Kies freisetzen kann. Ich hatte mit meinem Kollegen Herrn Pieper darüber gesprochen. Das hat noch niemand untersucht und es gibt keine Erkenntnisse. Wir wollen das mal testen, wenn es etwas ruhiger geworden ist.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Hallo,

    ich habe damit begonnen die Topteich.info Seite zu überarbeiten. Sie wird neu gegliedert und übersichtlicher. Inhalte aus der Schwimmteich-Planungshilfe werden, soweit sinnvoll und noch aktuell, übernommen. Es gibt dann vier Themenblöcke.

    1. Teichbau

    Hier liegt der Schwerpunkt auf "Artlake Teiche". Vorgestellt werden verschiedene Bauanleitungen zu Teichen mit unserer Filtertechnik. Die kann man dann nachbauen oder sich zumindest an der Bauweise anlehnen. Es gibt detaillierte Ausführungen zum Einbau der technischen Komponenten und dem Aufbau der biologischen Filterzone und was man dabei beachten muss. Auch die Beschichtungstechnik und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten werden umfangreicher dargestellt. Zur Zeit laufen noch ein paar Versuche zu Optimierung der Dekorschicht. Die Bauanleitungen werden mit realistischen 3D Bildern visualisiert. Hier habe ich einen fünfstelligen Betrag in die nötige Grafiksoftware investiert. Die Programme sind nicht nur teuer, sondern auch sehr komplex. Damit kämpfe ich noch.

    2.Teichumgebung

    Mit der Beschichtungstechnik lässt sich viel machen. Z.B. Kunstfelsen, Felsverkleidungen von Filtertechnik, Steinskulpturen und Gartendeko. Das Thema ist sicher auch für diejenigen unter euch interessant, die ihren Schwimmteichbau abgeschlossen haben und noch genug Energie für weitere Projekte haben.

    3.Teichreinigung

    Unsere Tapir-Teichsauger haben sich nicht grundlos zu einem Renner entwickelt. Auch der neue Dreckspatz macht sich ganz gut. Wir werden unseren internen Leistungstest nochmal aktualisieren und auch die Testabläufe mit Fotos darstellen. Es gibt inzwischen jede Menge Affiliate Seiten, die mit Pseudotests Provisionen kassieren möchten. Wenn man manche Testsieger sieht, kann man sich nur wundern. Da kann es nicht schaden wenn man verifizierte, real ermittelte Testergebnisse dagegenstellt.

    4. Teichalgen

    Besonders in diesem Sommer sind Algen ein Thema. Es gibt Möglichkeiten, es gibt aber auch Grenzen. Hier möchte ich noch etwas mehr die Zusammenhänge beleuchten.


    Die neue Infoseite wird voraussichtlich Anfang kommenden Jahres online gehen. Eventuell entschliesse ich mich auch zu einer schrittweisen Veröffentlichung vorab. Sinnvoll wäre sicherlich auch eine PDF Version zum Ausdrucken. Für alle, die gerne etwas in der Hand halten. Das muss ich noch prüfen.

    Gruß

    Ralf Glenk

    Ich kann nur immer wieder dazu appellieren einem neuen Teich die nötige Ruhe zu geben. Grünfärbung ist bei einer Frischbefüllung ganz normal. Sobald das im Leitungswasser enthaltene Chlor abgegast ist, geht es los und kann auch Wochen anhalten. Besonders bei diesem Wetter. Alle Eingriffe ob mit UV oder Wasserpflege- und Algenmittel bringen nur kurzzeitige, aber keine nachhaltige Besserung. Es gibt nur ein auf und ab. Das gleiche gilt für frische Wand- oder Bodenbeläge. Zu Anfang sitzen sie fest und sind nur mit Mühe zu lösen. Wenn sich der Biofilter entwickelt hat, fangen auch die Beläge an abzusterben. Sie werden heller, liegen dann nur noch lose auf und ziehen sich wurmartig zusammen. Dann kann man dann sie leicht abfegen oder absaugen. Das kann sich periodisch wiederholen. Je mehr man die Folie durch mechanische Reinigungsarbeiten anraut, desto besser haftet die nächste Generation.

    Rückspülen bedeutet eine Teilwasserentnahme von stehendem, mit Nährstoffen angereichertem Wasser im Frühjahr. Und zwar bevor die normale Pumpenumwälzung in Betrieb genommen wird. Sobald der Filterkreislauf in Gang ist, bringt eine Teilwasserentnahme keinen Vorteil mehr.

    Hallo Arno,

    hast du überprüft ob sich die Platte in der Führung leicht bewegen lässt und die Führungsnuten frei von Verschmutzung sind? Wenn die Platte relativ leichtgängig ist und an keiner Stelle klemmt, sollte die Ursache woanders liegen.

    Ich habe die Filteranordnung der Filterstation FST1000 bei meinem Teich zu Testzwecken eingebaut. Es kommt auch hin und wieder dazu, dass sich die zweite Kammer füllt oder das die Pumpe Luft gesaugt hat. Diese Schwankungen kamen aber bei allen Bogensiebfilterbauarten vor. Egal ob mit Klappe oder Schieber. Besonders bei niedrigem Wasserstand oder auftreibenden Algenstücken.

    Was kannst du machen?

    1.Zunächst liegt die Ursache oft daran, dass sich das Sieb durch feine Schwebstoffe zusetzt. Ich benutze eine normale Spülbürste (Haushaltswaren) und reibe damit das Sieb wieder frei. Bei stärkerer Verschmutzung nehme ich es heraus und reinige es mit dem Wasserstahl.

    2. Der Schwimmer ist mit zwei Schrauben befestigt. Löse den Schwimmer und versetze ihn nach unten, wie in der Beschreibung angegeben. Diese Einstellung ist besser wenn man die Pumpe mit weniger Förderleistung betreibt.

    3. Druckfilter überprüfen und ggfs. entlüften. Bei stärkerem Druckanstieg Filtermaterial reinigen. Wir haben jetzt ein neues Filtermaterial. Nennt sich OC-1 und hat eine längere Standzeit, arbeitet allerdings auch nicht ganz so fein wie die Filterbällchen.

    Gruß

    Ralf Glenk