Nur Teilbereich auskleiden

  • Hallo Zusammen,


    wir sind Dabei einen Gartenteich (nicht Schwimm-Teich) ca. 12m3 anzulegen und sind beim stöbern auf die Artlake -Technik gestossen.


    Nun möchten wir eigentlich nur einen Teilbereich mit der Artlake-Technik als Felswand gestalten, den Rest "Konventionell mit Kies und grossen Steinen abdecken.


    - ist das so überhaupt möglich?

    - wie wichtig ist die Beschichtung mittels Epoxidharz oder Parkett-lack? kann darauf verzichtet werden ?

    - müsste hier allenfalls an den Seiten welche im Wasser liegen abgedichtet werden damit kein Wasser an die un-beschichtete Unterseite des Zementes dringt?


    Danke schon mal für eure Tipps und Infos


    P.S. nur einen Teilbereich zu beschichten ist kosten-technische so angedacht

  • Hallo Andreas,

    danke für deine Rückmeldung, das ist schon mal sehr hilfreich.


    Wie sie aussehen soll... hmm das ist no h offen.

    Wir werden wol erstmal einen kleinen "Fakefelsen"/ Stein versuchen um etwas ein Gefühl für die Sache zu bekommen, danach lassen wir uns von der Geländebeschaffenheit leiten denke ich 🤔

  • Zwischen Steinen und Falten kann sich Dreck hervorragend sammeln und anfangen zu gammeln. Das gilt für Zierteiche genauso wie für Schwimmteiche. Du solltest alles so anlegen, daß es einfach und leicht zu reinigen ist. Wenn du keine Folie sehen möchtest, dann solltest du den Teich panzern bzw. komplett mit Artlake auskleiden. Große Steine sehen zwar zu Anfang gut aus, später aber Sammelplätze für Mulm.

    Dss selbe gilt für Sand.

  • Hallo. versuche doch mal, ob du aus den vielen kleinen Falten einige große machen kannst. Läßt sich dann einfacher kaschieren.

    Hier kannst du sehen, wie ich mit dem Artlake-System gearbeitet habe:

    13 Jahre alter Regenerationsteich bekommt ein Update


    Beginnt etwa nach der Hälfte der Seite


    Andreas

  • Hallo Andreas H.


    Das glätten der Falten ist gröstenteils erfolgt.

    da wir bisher nachvuns altbekanterweise vorgingen, haben wir noch letzten Herbst eine " erstflüllung damit sich di Folie dem Untergrund anpassen kann. Dabei, wie auf dem Profilfoto zu sehen, wurde die Folie noch etwas zurecht gelegt.


    nun sollte eben jetzt dann das Zurechtschneiden und Befestigen der Ränder stattfinden, bevor der Teich wieder geleert wird um ihn zu Bepflanzen / Bekiesen... :)


    Da tauchte eben dann auch noch die Frage auf, wie Kaschieren wir die Steile Wand, ohne ein zu grosses Bauwerk errichten zu müssen...


    das Volumen von 12m³ ist zwar nicht riesig aber die Folie hat um die 64m².... Beton, und Epoxy für diese Fläche sind dann irgendwie schon ein kostenpunkt... ofer eben mal anders gefragt, mit einem Sack Beton der mir so an die 20l ergibt, wieviele m² "Artlake" bekomme ich da in etwa?

  • Ich habe Fliesenkleber für die untere Schicht auf dem Vlies genommen. Diesen dann "angezahnt" und nach durchtrocknung mit Sakret-Zementmörtel und dem Armierungsgitter soweit fertiggestellt. Fliesenkleber hällt sehr gut auf dem Vlies. Danach noch die Dichtschlämme drauf und fertig. Wie hoch der Flächenverbrauch ist, hkann ich nicht sagen, denn manchmal muss man 2-5 cm drauflegen weil es genau dort besser aussieht.

    Übrigens ist Beton nicht gleich Beton. Merkst du, wenn du verschiedene verarbeitest.


    Um eine Steilwand herzustellen, kannst du ja oben das Vlies mit Steine fixieren und schonmal "nur" die obere Kante/Rundung nach Artlake herstellen. Dann hält die Kante(wenn fest) auch, währen du unterhalb die Materialien aufträgst. Sonst kann es passieren, das dir das Vlies mit dem weichen Material der Schwerkraft hingibt und als Mörtel-Kleber-Vlies-Armierungsgitter-Haufen am Teichgrund zum Stehen kommt.

    Könnte man dann vieleicht als Kunstfelsen durchgehen lassen:/:saint:

  • Hallo,

    Fliesenkleber hält auf dem Vlies gut (z.B. Mauer) , sonst kann man sehr gut mit einer Trasszementmischung arbeiten. Wichtig, nicht zu feinen Sand nehmen. Harz habe ich gar nicht genommen. Auf das Vlies mit einer groben Zahnkelle die erste Schicht auftragen und später dann das Gittergewebe legen und mit der zweiten Schicht Mörtel (eingefärbt) bedecken.

    Siehe meine Bilder

    Viel Spaß

  • Hallo Holger


    Danke, in dier Richtung hab ich auch gedacht...

    von einem Gärtner hatte ich den input Trasszement zu verwenden, fürs Steine aufmauern, wegen dem ausblühen, der mache das weniger...


    da ich eh derzeit in Basel bin werde ich Morgen mal über dir Grenze düsen, da sind die benötigten Mengen einigermassen erschwinglich ☺️


    Obr wir dann den Randbereich ev. mit dem Harz versiegeln können wir ja noch später entscheiden

  • Hallo,

    ich wollte einen kurzen Zwischenbericht über die weitere Entwicklung des Artlake Systems geben.

    1. Die Bezeichnung "Artlake" lassen wir langsam auslaufen. Alle die danach suchen finden hauptsächlich Informationen zu einem Festival gleichen Namens. Die Materialien sind jetzt im Shop in der Kategorie "Kunstfelsen" zu finden. Neben der reinen Teichbeschichtung werden demnächst auch Materialien und Bausätze für Kunstfelsen angeboten.

    2. Die Empfehlungen für den Schichtaufbau werden geändert. Das betrifft insbesondere die entgültige Dekorschicht. Ich habe endlich ein PU Topcoat gefunden, dass sich auch für Wasserbecken eignet. Das war nicht so einfach. Die meisten Hersteller haben hier abgewunken. Es gibt viele Vorteile zu einer Epoxy Beschichtung, was die Verarbeitung angeht. Ausserdem ist es ergiebig. 1 Liter reicht für maximal 10 m². Das Topcoat ist transparent, lässt sich einfärben und besanden. Ich muss noch ein paar Tests zur Handhabung durchführen, dann biete ich die Beschichtung im Shop an. Das wird ca. Mitte-Ende April der Fall sein.

    3. Das Gittergewebe lassen wir jetzt auch in 10m Rollen fertigen. Dann kann man die benötigte Menge besser auf den Bedarf abstimmen. Lieferbar ebenfalls Mitte-Ende April.

    4. Das neue Membran-Beschichtungsvlies gibt es schon in den Längen 10m und 25m. Daneben habe ich noch ein Kontigent des Vorläufers günstiger einkaufen können. Es wird mit Preisabschlag in der Länge 25m angeboten werden.

    Gruß

    Ralf Glenk

  • so, nun haben wir eben doch entschieden gleich alles auszukleiden.

    ebenfalls wird dann auch der Bachlauf so ausgeführt, zum schutze der Folie ;-).


    einige Erfahrungen reicher aber noch lange nkcht fertig 😎.


    als Trennlage haben wir ein Abdeckflies für Maler, sogenanntes Treppenflies verwendet. Natürlich mussten wir es zur eigentlichen Anwendung verkehrt auslegen damit die beschichtete undurchlässige Seite unten und die filzige Seite oben ist... nicht ganz unproblematisch bei selbsthaftendem Abdeckmaterial. hatte zur Folge dass es bei jedem Schritt am Schuh haftete. ganz wichtig auch das Fliess zu tränken um besser Haftung des Mörtels zu erreichen.

    mit dem "gewöhndlichen" Fassadengitter hingegen hats recht gut funktioniert....

    Ettappenweises arbeiten und gu antrocknen lassen bei starken Falten, bei welchen unausgehrteter Mörtel "federt" und somit ständig runter fällt hat sich auch bewährt....

  • Hallo Jvan_82_CH


    habe ich dich richtig verstanden? Du benutzt Mateialien, die nur ähnliche Eigenschaften wie die Artlake( sorry Ralf Glenk , der Name bleibt bei mir) Materialien haben? Wenn dem so sein sollte, glaube ich, ist der Bau zum Scheitern verurteilt. Ich habe mal auf ähnliche Weise "spargebaut", und es ging in die Hose.

    Ralf seine Materialien sind auf einander abgestimmt, was die Zusammensetzung und Alkaliresistenz betrifft.

    Vieleicht habe ich auch irgendwas überlesen.


    Andreas

  • Hallo,

    grundsätzlich habe ich nichts gegen Experimentierfreude einzuwenden. Ich kann aber nicht beurteilen, inwieweit jemand Materialien im Vorfeld getestet hat. Deshalb möchte ich an dieser Stelle noch einige Hinweise geben.

    Malervlies besteht oft aus Recycling Mischgewebe. Lumpen und Altkleider werden in Reissmaschinen zerfasert , chemisch gereinigt und dann zum Vlies verarbeitet. Womit wir beim Knackpunkt wären. 1. Man weiss nicht, welche chemischen Rückstände das Vlies enthält. 2. Das Mischgewebe enthält auch organische Fasern, wie Baumwolle, Wolle, Leinen etc. Diese Fasern verrotten im Wasser. Das Vlies zerfällt mit der Zeit und kann dann keine Spannungen mehr aufnehmen.

    Das Vlies sollte man nicht einnässen. Die Fasern legen sich an und verbinden sich nicht so gut mit dem Mörtel. Besser ist es, die erste Mörtelschicht breiig, nass anzurühren. Dann nutzt man den Saugeffekt der Matte.

    Normales Gittergewebe für den Aussenputz an Gebäuden hat in unseren Tests nicht so gut funktioniert. Man kann diese Gitter eigentlich nur in den feuchten Mörtel einarbeiten. Die umgekehrte Vorgehensweise, dass man das Gitter erst auflegt und dann dem Mörtel aufbringt, ist anstrengender und fehleranfällig. Bei den Tests mussten wir feststellen, das sich die zweite Schicht nicht immer mit der Grundschicht verbunden hat. Man sieht das allerdings nicht. Deshalb bieten wir das grobmaschige Gewebe an.

    Gruß

    Ralf Glenk